Als Antwort auf: Re: Nein, nein... von Diesel am 17. Oktober 2007 20:22:50:
Danke für die detaillierte Beschreibung. Ich schau mal, daß ich mir einen Satz davon weglege. Wer weiß, wo für's mal gut ist. Zunächst will ich aber dieses zitternde Schwert aus dem Fels zerren. *entschlossen_guck*
Grüße, Tom
Hallo beisammen,
das Elende Vorderachsen-Gelullere hatte ich auch. Ich habe alles
getauscht, und zwar absolut wirklich alles! Alle Einzelteile,
Lager ausm M5, Daempfer, Radlager, Bremsschlauche, Querlenker, Saettel,
Felgen, Scheiben, Domlager, Pendelstuetzen, usw., egal was ich getauscht
habe, es eierte wie vorher. Spaeter sogar alle Teile nochmal inkl.
Lenkgetriebe und Vorderachstraeger,Federbeine ausm Wagen, der nicht
schuettelte. Dann Umbau auf ABS mit dickeren innenbelufteten Scheiben
und ueberholten Saetteln, und wieder neue Radlager und Daempfer
und, und, und. Was soll ich sagen, es schuettelt! Lenkgetriebe hab ich
eingestellt, die Ueberwurfmutter an der Lenksauele hab ich angezogen,
eine andere Lenksauele mit neuem Kreuzgelenk (Airbag), der X-Satz neue
Spurstangen, Umbau von 4- auf 6-Zylinder mit hoeherem Gewicht auf der
Vorderachse.
Was soll ich sagen, es schuettelt.
Selbstverstaendlich waren alles Orginalteile. Einzigstes, war mal ein
mal Zubehoerquerlenker und Druckstreben. Hat aber genauso geschuettelt.
175er Reifen, 195er Reifen, 205er Reifen, Toyo (neu), zig mal Conti (neu
und alt), Fulda (alt), Securo (neu), Sommer oder Winterreifen -> es schuettelt.
Am schoensten lief er noch mit den steinharten 195er Conti (Orginalersatzrad).
Immer bei 95 km/h Landstrassentempo. Es war nicht zum aushalten!
Die Sache, dass es einem beim bremsen bei etwa 90 das Lenkrad aus
der Hand schlaegt, war irgendwann weg. War glaub ich der Lenkfuehrungshebel.
Aber das schuetteln blieb.
Was auffaellig war, ist aber, dass mit ganz neuen Reifen das Schuetteln
weg ist. Faengt aber nach zwei Monaten wieder an. Habe irgendwann mal
gelesen, man muesste die Reifen richtig aufpusten, dann ginge das weg.
Also rundum 4,5 Bar. Das Schuetteln war weg!!! Fing allerdings nach zwei
Wochen wieder an und lies sich, egal bei welchem Luftdruck, nicht mehr ab-
stellen.
Meine naive Vermutung: Durch die Vorspur laufen die Raeder vorne zusammen,
bauen Druck in den Gummilagern von Querlenker und Druckstrebe auf und
springen bei Gelegenheit wieder in Normalposition. Das wiederholt sich
dann staendig. Das erklaert die Abhaengigkeit mit den verschiedenen
Reibwerten der Reifen (bspw. Reifen hart aufpumpen). Vielleicht helfen
deshalb auch die Grey-Bushings, weil die haerter oder weicher sind.
Zu dem Zeitpunkt war ich aber schon voellig gebrochen hatte mich mit dem
Schuetteln abgefunden. Man musss halt das Lenkrad fest in der Hand
halten. Am besten man fuhr nur noch mit 60 hinter LKW her oder fuhr immer
voll Stoff, dann war die Achse auch ruhig.
Als letzten Akt der Verzweiflung habe ich im Rahmen eines Tausches des
gesamten Vorderwagens die neuen Radhaueser maximal nach hinten versetzt
(fuer den, der das Nachbauen will: man muss die Anschluesse der Radhaueser
zur Motortrennwand richtung Fahrgastraum beulen, bzw umschweissen). Man
kann dann nen par mm rausschinden. Der Nachlauf steht dadurch an der
oberen Toleranzgrenze. -> viel Nachlauf unterdrueckt Radflattern und sorgt
fuer besseren Geradeauslauf.
Und was soll ich sagen? Seit zwei Monaten ist nahezu Ruhe in der Achse!
Es ist einfach ein Traum, wie der faehrt! Man kann sogar beim bremsen
das Lenkrad loslassen! Sowas, nach zwanzig Jahren des erfolglosen tauschen
der unterschiedlichsten Achsteile! Es ist so schoooeeen!
Vielleicht kann man einen aehnlichen Effekt mit den exzentrischen Domlagern
erreichen?
Ich wuensche Viel Spass beim tauschen der vermeintlich schuldigen
Fahrwerksteile und viel Glueck mit den Bushings! Eventuell hat es wirklich
was mit der Haerte der Gummis in den Querlenkern/Druckstreben zu tun.
Wie gesagt, die haerteren? M5-Lager bringen da aber garnix.
Gruesse Ralf518 (Mit einer Hand am Lenker)