Als Antwort auf: Das hört sich ja alles so spielend leicht bei euch an.... von alex am 26. August 2002 09:19:26:
Aber bei meinem Vergasermotor bräuchte ich nicht einmal ein Steuergerät (Steuergerät? - Was für ein Steuergerät - meine Zenith-Vergaser-Unit hat ja nicht einmal eine Benzin-Rücklaufleitung in den Tank!).
Der Motor saugt, und der Turbo bläßt, das Waste-Gate regelt bei 0.5 bar ab. So einfach ist das.
Volvo nannte das Soft-Turbo und bließ damit das maximale Drehmoment des B23E von 190 auf 235 nm auf, die dann allerdings schon um 2.000 rpm anfielen.
Beim 3.0-M30 entspräche dieser Dremomentzuwachs von 23.7% einem Drehmomentmaximum von 322 nm bei 2000 rpm - mehr als der 3.5-M30-Sauger bietet.
Die Motorleistung des Softturbo-B23-Volvomotor stieg gegenüber der normalen Einspritzversion hingegen nur um 3%, was beim 3.0-Vergaser-M30 einerLeistungssteigerung von lediglich 180 auf 185 PS gleichkäme.
Eine andere Geschichte ist es natürlich, die Maximalleistung erhöhen zu wollen ...
Da muß man wirklich gut aufpassen auf Verdichtung, Öltemperatur, usw., wie Du sagst.
Aber mein BMW-M30-Fachmann hat schon viele wilde Sachen erlebt.
Unlängst hat er z.B. einen 2.5-M20 in einen E30 rücktransplantiert. Nicht so ungewöhnlich, wirst Du sagen.
Ja, OK, aber was da VORHER alles drin war!!!!:
2.5-M20 mit Turbo, LLK und Ölkühler, die nur über Kabelbinder fixiert waren. Der Motor hat so nur 10.000 km gehalten, aber nicht, weil irgendetwas rausflog, sondern weil er ständig mit Open-End-Ladedruck gefahren wurde (zwischen 2-3 bar). Der Motor ist eben einfach geplatzt.
Soll schneller gewesen sein als ein Honda NSX 3000; muß deutlich über 300 PS gehabt haben.
Anyway - jetzt ist jedenfalls wieder ein originaler Block drin, und das noch recht schöne dazugehörige E30-Auto hat bereits wieder einen neuen begeisterten Besitzer.
Grüße, FJB.