Als Antwort auf: Diagnose von Ohrenarzt am 22. Februar 2003 10:00:10:
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Hallo Marco,
Also... *lach* mir hats bei deinen Tipps echt die Fußnägel gerollt. Abgesehen davon, daß mir mein Sprit definitiv zu schade ist, um auf ein derart langweiliges Treffen wie nach Braunschweig zu fahren, wo echt NIX geboten wird, und davon noch jedes Jahr weniger, und auch noch arrogante Veranstalter rumlaufen, die jeden Rostfleck mit einem bösen Blick quittieren, anstatt mal freundlich zu grüßen, können wir das Thema gerne mal am Objekt diskutieren.
Muss ich leider widersprechen. Das Treffen in Braunschweig bietet einiges. Ich fahre da ja nicht hin um mit dem Veranstalter zu kuscheln oder sonstwas, sondern um mit den Leuten, die man nur aus dem Forum mit Namen kennt, persönlich zu reden, Freundschaften zu pflegen und mir Inspirationen zu holen. Mein BMW wurde bewundert, belächelt, verspottet. Ja klar. Das ist halt immer Geschmackssache, was man baut und wie man es baut. Aber es wurde etwas auf dem Treffen geboten, was mir auf anderen Treffen fehlt: Familiäre Athmosphäre. Besonders das nette beisammensitzen nach dem Treffen in dem Restaurant war ausgesprochen unterhaltsam und Informativ. Aber, jetzt frage ich Dich: Welches reine E28-Treffen bringt Dir denn mehr? Für welches E28-Treffen verfährst Du denn deinen Sprit? Schliesslich handelt es sich bei der Veranstaltung in Braunschweig um ein reines E28-Treffen und deswegen kann man es schon garnicht mit einem allgemeinen Treffen, wie zB. in Luckau oder Rothenburg vergleichen. Jedem halt nach seiner Fasson.
Okay, Thema Musik für wenig Geld... ich würde eine gut klingende 2-Wege-Kombination kaufen, von einem kompetenten Hersteller (Beispiel hochwertige JBL oder Quadral, jedenfalls keinen Conrad-Schrott!!! ) und den Baß anstelle des Kartenfachs angeschrägt (!) in die Tür integrieren. Mit dem Hochtöner im Spiegeldreieck geht das schon, besser ist aber, ihn vorne am Lüftungsschlitz ins Armaturenbrett zu integrieren, da so die Laufzeit zum Ohr wieder stimmt. Die Lautsprecher kosten dann meinetwegen 150 - 200 Euro, und machen nochmal ein bißchen Arbeit beim Einbau, klingen aber vernünftig, und lassen sich erstmal mit dem vorhandenen Radio betreiben. Wichtig ist dessen Stromzufuhr, da ist neben dem besonders dicken Pluskabel auch die Masseverbindung oft ein fataler Mangel.
Einspruch, euer Ehren. Die Positionierung des Hochtöners anstelle des Spiegeldreieckes im Lüftungsgitters macht keinen Sinn. Die Position ist tiefer als die im Spiegeldreieck, duch das gerade Abstrahlverhalten hat man mit Reflektionen aus der Seitenscheibe zu kämpfen, die Bühnenabbildung stelle ich stark in Frage(anders natürlich, wenn alles Fahrerorientiert angewinkelt wird.Aber dann wird der Einbauort Lüftungsschacht zum totalen Schwachsinn!). Auch die angesprochenen Komponenten von JBL und Quadral(Auch Canton, Magnat, MacAudio und Co habens hinter sich) sind schon lange nicht mehr das, was sie mal waren. In den letzten Jahren hat sich einiges getan. Wenn ich mir heute ein JBL-System kaufe, bekomme ich einen minderwertigen Tief-Mitteltöner, dessen Stimmenwiedergabe sehr zu wünschen übrig lässt und meist eine Titan-Kalotte, die zwar für den Freund schlecht aufgenommener Techno-Musik etwas zu bieten hat...aber wer lässt sich schon gerne von spitz klinegnden Hochtönern das Ohr abkauen?Ich bekomme für 200 Euro DEUTLICH bessere Systeme, als den veralteten Schrott. Beispielsweise Helix, Dragster, Eton oder Rainbow. Alles Marken, die sich nicht auf ihren , in den 80er Jahren geschaffenen, Namen ausruhen und nur noch veraltete Technik in neuem Gewand verkaufen, sondern Entwicklungen aus dem Heim-HiFi-Bereich haben einfliessen lassen.
Ich selber verbaue gerade ein Frontsystem der Firma Kult Audio, wobei ich den Hochtöner, der ein Volumen von ca.300ml benötigt (ja, richtig gelesen), in höhe des Ohres in die A-Säule integriere. Der 13er Tief-Mitteltöner wird Fahrerorientiert auf einer Stahlplatte im oberen Bereich der Tür verbaut. Das ganze wird vollaktiv angesteuert, bedeutet, das jeder Lautsprecher einen eigenen Endstufenkanal bekommt und darüber mit den passenden Frequenzen versorgt wird. Durch den gerinegen Abstand vom Tief/Mitteltöner zum Hochtöner halten sich Phasenverschiebungen und dadurch resultierende Klangverluste in Grenzen. Sollte mir klanglich trotzdem etwas nicht gefallen, werde ich mir gedanken über eine Laufzeitkorrektur machen. Aber soweit sind wir ja noch nicht.
Übrigens eignet sich ein altes Netzwerkkabel hervorragend als extrem hochwertiges Lautsprecherkabel, solange es nicht ständig gebogen wird. Wegen des extrem hochwertigen Kupfers besitzt es schon mit zwei Litzen eine weit höhere Leitfähigkeit, als ein 4 qmm Baumarkt-Kabel, und damit einen viel besseren Klang. Und es läßt sich grad im Auto besser verlegen. By the way: Auch Chinchkabel nie billig kaufen! Sonst muß man sich über garnichts wundern!
Netzwerkkabel? Ich glaube, da vertraue ich lieber auf das gute, alte OFC Kupferkabel. Das Kupfer ist ebenfalls hochwertig und den Unterschied hört man bei den von Dir angesprochenen Komponenten sowieso niemals. Höchstens im Bereich SCHLECHT und SCHLECHTER.
Wenn man dann wieder Geld hat, kann man sich dazu einen sauber klingenden Stereo-Verstärker kaufen (leider leider macht Harman/Kardon fürs Auto nix mehr, aber z.B. JBL baut gute Teile), und die Sache wird für den Normalbedarf erstmal rund.
JBL Endstufen sind meines erachtens auch eher überteuerte billig-Verstärker mit einem tollen Namen und einem flippigen Design. Für kleines Geld sollte man sich gebraucht lieber etwas altes von Alpine zulegen. Ich meine, über welchen Preisbereich sprechen wir hier überhaupt? Soll es günstig sein: ESX, Dragster, Hifonics oder Audison. Für die Freunde des guten Geschmacks : Helix, Brax, immernoch Audison, American Graffiti oder Steg und Für die Cracks empfehle ich Zapco, Genesis, McIntosh... aber das sprengt meist den Rahmen.
Ich bin kein Freund von Extrembaß im Auto, zumindest nicht bei einer Low-budget-Anlage. Lieber wenig, was aber gut klingt, als viel Scheiße, die nur quäkt und wummert.
Extrem-Bass muss nicht sein, ist aber in manchen Musikstücken ein Muss (Karl Orff oder Yello... ohne extremsten Tiebass geht da garnichts!)
Letztlich ist alles Geschmackssache, und ich hab aus Autos schon Sachen rausgeholt, das glaubt mir eh keiner. Aber ich wollt auch nur meine Meinung dazu sagen. Wenn andere das anders machen, und ihre Ohren damit leben können, bitteschön.
Ich hätte ja mal Lust auf ein Battle. Ein bestimmtes Budget und freie Wahl der Komponenten. Aber das ist Utopie und leider zeitlich kaum realisierbar...
Nicht umsonst werden z.B. Palettenweise Billig-HiFi-Kompaktanlagen verkauft, die nach 3-5 Jahren wieder in den Müll fliegen, anstatt daß sich die Leute gleich was Gutes kaufen, was sie dann auch viele Jahre haben. Mein Verstärker zur HiFi-Anlage daheim war astronomisch teuer - aber Anfang der 70er! Er läuft nicht nur heute noch, sondern klingt auch besser als alles bis 1000 Euro, da es ein Röhrenverstärker ist.
Meinen Respekt. Ich hatte einmal das Vergnügen, einen Grundig Fine Arts Röhrenverstärker in seinem Element zu erleben...lecker, lecker.
Aber so ist das eben mit der Wegwerfgesellschaft...
Aber die Leute wollen es doch nicht anders und unterstützen dieses Treiben noch mit zunemenden Kauf minderwertiger Produkte, dessen Name von anderen Firmen aufgekauft wurde. Harmann/Kardon ist längst nicht mehr das, was es mal war. Alles Japan-Schrott im alten Design. Aber die Preispolitik vieler Grosshändler a la Mediamarkt, Promarkt, Saturn und Co zwingen die Produzenten zu solchen Massnamen, um am Ball zu bleiben. Für die anderen wird es dann halt markentechnisch exotisch.
Bin im übrigen der Meinung, das eine Schallplatte eh viel besser klingt als eine CD...(zuhause: Plattenspieler Re-Ject/Orthofen, Verstärker REGA)
Ich grüße mal nett... und will nicht zu oberschlaumeierisch wirken, ist eben meine Meinung dazu.
Grüsse ebenfalls nett und hätte mich über ein nicht ganz so anonymes Auftreten sicher gefreut... aber man will ja keinen Stunk anzetteln.
Grüsse aus dem Harz... Marco, der Teilegott
PS: ich empfehle hierzu die Seite www.cerwin-vega-brueder.de . Das Forum hilf immer gerne weiter, sehr nette Leute, sehr viele HiFi-Götter. Das Bild zeigt mich bei dem "Versuch", die Endstufen des "Vorsitzenden" zu entwenden 
Der Wagen ist ein Opel Kadett e, ausgerüstet mit 16KW Endstufenleistung und einem klanglichen Potenzial, das von Absolut High End(mehrfacher Pokalgewinner bei Klangwettbewerben) bis zu über 160dM Schalldruck(unzählige erste Plätze auf diversen Events) reicht. Sehr faszinierend, spektakulär und überaus... GENIAL!