Als Antwort auf: Probleme mit der Batterie nach der Winterpause von BMWSingle2000 am 22. März 2007 17:45:16:
Hi Marco,
bei Ladegeräten, die für sehr lange Ladezeiten (Ladeerhaltung) geeignet sein sollen, findet sich leider ein gruseliges Durcheinander auf dem Markt. Meiner Erfahrung nach sind nur ganz wenige Geräte wirklich geeignet, um für Monate mit einer Batterie verbunden zu werden. Die meisten sorgen statt dessen dafür, daß die Batterien nach spätestens 3 Monaten totgeladen wurden. Besonders sogenannte "Batterie-Jogger", die Bleiakkus immer wieder entladen und neu aufladen sind wirklich absolut tödlich für ältere Batterien (dafür sprechen sie den Instinkt der Käufer an, die "Jogging" mit etwas gesundheitlich positiven assoziieren, was bei technischen Geräten natürlich Blödsinn ist).
Um festzustellen, ob ein Dauerladegerät für langanhaltenden Anschluß einer Batterie wirklich geeignet ist, sollte man die Ladespannung messen: 13,5 bis maximal 13,7V sind in Ordnung, das tut Bleiakkus auch über Wochen, Monate oder Jahre wirklich gut. Mehr als 13,7V ist über mehr als ein paar Wochen aber schnell tödlich, ganz besonders, wenn die Batterie schon älter ist.
Deine ("wartungsfreie") Batterie ist übrigens nicht mit einem Gel gefüllt, sondern mit ganz normaler verdünnter Schwefelsäure. Nur die Verschlussstopfen hat der Hersteller wegrationalisiert und dafür eine etwas vergrößerte Säuremenge eingefüllt. Ich selbst bevorzuge normale Starterakkus mit Verschlussstopfen, die es ermöglichen, regelmäßig den Säurestand zu kontrollieren. In besonderen Fällen greife ich auch gern zu den neuartigen Batterieverbänden bestehend aus Rundzellen in Trockentechnik, die sehr hohe Startströme bei guter Zyklenfestigkeit und gleichzeitiger mechanischer Robustheit in sich vereinen.
Grüße, Tom