Re: Mühldorf: die größte Ü30-Party...? (Allgemein)
Als Antwort auf: Mühldorf: die größte Ü30-Party...? von Elisabeth am 23. April 2007 16:58:26:
Servus zusammen,
wir waren gestern in Mühldorf. Früh aufgestanden, eineinhalb Stunden Fahrt, tags zuvor nochmal mit Wachs über den E28 drüber. Gegen viertel vor 9 standen wir am Einlaß, und wurden abgewunken: Hartnäckig wollte ich trotzdem rein, wurde nach dem Baujahr gefragt (gelogen: 81, schließlich gabs den E28 ab da), nö, das ist zu jung, nur bis Baujahr 77, fahr weiter. Okay, aber letzes Jahr waren viele E12 und E28 und sogar E30 drin, von unserer IG, mit Stand direkt am Eingang? Außerdem soll er sich mal den Zustand meines E28 anschauen? Da wurde er grantig, hat eine sehr unwillige Handbewegung gemacht und gemotzt: "Gib a Ruah und mach de Kreuzung frei!!"
Sehr cool, dacht ich mir, behandelt man so die nachwachsenden Oldtimerfreunde, die ihren erhaltungswürdigen Youngtimer mit 07er Nummer zum Treffen bewegen? Tom, Blacky und ich haben beim Veranstalter nachgefragt, achso, Nullsiebener Kennzeichen, ja der darf schon rein. Warum ich dann von seinem Gorilla an der Einfahrtschneise abgewiesen worden sei? Na, da redet er mit ihm. Zwecklos, denn plötzlich war es doch wieder das Baujahr, das entscheidet, nicht der Pflege- und Erhaltungszustand und nicht die 07er Nummer. Willkür?
Eine konsequente Behandlung wäre ja noch einigermaßen zu akzeptieren gewesen, hätten wir dann nicht am frühen Nachmittag doch zwei E28 entdeckt, die "drinnen" standen, einen safaribeigen 520i und einen komplett neu lackierten M5 in lachssilber. Außerdem, wie auf dem Foto zu sehen, waren die "Grotten" kein Einzelfall und dann haben wir auch noch einige eindeutig nach 1977 gebaute Fahrzeuge gesehen...
Am Ende war ich aber dann doch froh, nicht im Rennbahngelände geparkt zu haben: die schön aufpolierten Autos und Motorräder wurden allesamt im Lauf des Tages gnadenlos eingestaubt, da die Veranstalter nicht in der Lage waren, mal mit nem Wasserspritzwagen über die Sandbahn zu fahren: Die Wüste Gobi war nichts dagegen!
Übrigens wurden einige andere wirklich schöne Autos an der Einfahrt abgewiesen, nicht nur unsere E28.
Für mich war es zwar trotzdem ein schönes Treffen, da ich mich für fast alles alte Blech begeistern kann, aber eine so große Veranstaltung kann sich ein derartiges Verhalten meiner Meinung nach nicht leisten. Es geht doch um ein gemeinsames Ziel und Anliegen! Wie es perfekt gehen kann, hat letzten Sonntag die Initiative Kulturgut Mobilität in München bewiesen, vielleicht sollten sich die Mühldorfer mit denen mal kurzschließen.
Noch ein Wort zum Teilemarkt, der mittlerweile die Hälfte des Rennbahngeländes vereinnahmt hat: Wenn wegen Trödel und Dachbodenmüll die Autos draußen bleiben müssen, weil der Platz nicht mehr reicht, dann hörts für mich wirklich auf. Dann muß man mal zu überlegen anfangen, was wichtiger ist, Oldtimer oder Flohmarkt, und das Ganze räumlich trennen.
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf nächstes Jahr, da werd ich das im Vorfeld abklären, wer rein darf und wer nicht. Das scheint ja von der Tagesform der Veranstalter abzuhängen.
Die Zweiklassengesellschaft läßt grüßen: Erst sperrt uns der Staat aus den Innenstädten, jetzt werden die angehenden Oldtimer schon aus den Treffen verbannt.
Nachdenkliche Grüße,
Lisa
Hallo Lisa,
bei so einem Zirkus wäre ich einmal hingefahren und nie wieder!
Es gibt doch so viele Veranstaltungen, wo altes Blech willkommen ist. Egal ob Jaguar E-Type, oder Bedfod Blitz mit Bierdosenhaldaa anne Außenspiegel.
Ich kann diese Türstehermentalität überhapt nicht leiden. Und schon erst recht nicht auf einer Schrauber-und Sammlerveranstaltung.
Nach dem Motto, deine Karre sieht aber scheiße aus, Du mußt draußen bleiben.
Nur mal meine Meinung.
Gruß
Franky