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spritzversteller (Allgemein)

Rat Baron, Tuesday, 03.07.2007, 14:35 (vor 7048 Tagen)

hallo,

ich hab unten ja nochmal was gepostet, bin mir nicht sicher obs jemand liest,
wegen dem spritversteller. da mein diesel ab 4000 touren wenig leistung hat und stark russt dachte ich, dass eventuell meine ESP undichtigkeit an der LDA damit zusammenhängen könnte. ich werde heute mal testen indem ich auf KSB gehe mit überbrücktem temperaturfühler und danach berichten (müsste bei defektem sv ja eignetlich besser werden)

viele grüße,

simon


Re: spritzversteller

Diesel, Tuesday, 03.07.2007, 15:09 (vor 7048 Tagen) @ Rat Baron


Als Antwort auf: spritzversteller von Rat Baron am 03. Juli 2007 14:35:29:

hallo,
ich hab unten ja nochmal was gepostet, bin mir nicht sicher obs jemand liest,
wegen dem spritversteller. da mein diesel ab 4000 touren wenig leistung hat und stark russt dachte ich, dass eventuell meine ESP undichtigkeit an der LDA damit zusammenhängen könnte. ich werde heute mal testen indem ich auf KSB gehe mit überbrücktem temperaturfühler und danach berichten (müsste bei defektem sv ja eignetlich besser werden)
viele grüße,
simon

Hallo Simon,

mit steigender Drehzahl steigt auch die Förderleitung der Kraftstoff-Förderpumpe. Dadurch steigt bei steigender Drehzahl der Einspritzpumpen-Innendruck. Der hydraulische Spritzversteller wertet diesen aus, um so auf die jeweilige Motordrehzahl zu schließen und daraus den passenden Verstellwert zu ermitteln. Wenn der Innendruck zu niedrig ist, arbeitet der Spritzversteller nicht ausreichend. Die Folge sind die beschriebenen Symptome: Leistungsverlust und stark rußhaltiges Abgas. Allerdings kann eine geringfügige Undichtigkeit am Niederdruckteil der ESP nicht zu diesem Problem führen, daß für einen entsprechenden Druckabfall eine enorme Menge Kraftstoff austreten müsste. Auf jeden Fall deutlich mehr, als überhaupt eingespritzt wird...

Andersrum wird aber ein Schuh daraus: Wenn die ESP Luftblasen mit dem Kraftstoff ansaugt, oder wenn der Filter verstopft ist, oder wenn sehr dückflüssiger Kraftstoff getankt wird, schafft die Förderpumpe es nicht mehr, jederzeit ausreichenden Druck aufzubauen. Dann regelt der Spritzversteller natürlich falsch.

Also am Pumpeneingang prüfen, was da los ist. Ggf. den Pumnpeninnendruck prüfen, um andere Fehler auszuschließen.

Bei mir hat es sich bewährt, einen Teil der Kraftstoff-Rücklaufleitung mit einem Klarsichtschlauch auszuführen. So lässt sich kontrollieren, ob Luft von der ESP zum Tank zurück gefördert wird. Falls ja, muß sich eingangsseitig logischerweise ein Leck befinden, durch das Luft eintritt. Dieses muß gefunden und beseitigt werden. Bei Luftzutritt kann es innerhalb der ESP zudem zur Schaumbildung kommen. Dann wird verschäumter Kraftstoff im Hochdruckteil verdichtet, was seinerseits zu schlechter Leistung und rußender Verbrennung führt.

Grüße, Tom


Re: spritzversteller

Rat Baron, Tuesday, 03.07.2007, 15:34 (vor 7048 Tagen) @ Diesel


Als Antwort auf: Re: spritzversteller von Diesel am 03. Juli 2007 15:09:56:


Vielen Dank für den informativen Beitrag, ich werde das mal genauer unter die Lupe nehmen.


Viele Grüße,

Simon

hallo,
ich hab unten ja nochmal was gepostet, bin mir nicht sicher obs jemand liest,
wegen dem spritversteller. da mein diesel ab 4000 touren wenig leistung hat und stark russt dachte ich, dass eventuell meine ESP undichtigkeit an der LDA damit zusammenhängen könnte. ich werde heute mal testen indem ich auf KSB gehe mit überbrücktem temperaturfühler und danach berichten (müsste bei defektem sv ja eignetlich besser werden)
viele grüße,
simon

Hallo Simon,
mit steigender Drehzahl steigt auch die Förderleitung der Kraftstoff-Förderpumpe. Dadurch steigt bei steigender Drehzahl der Einspritzpumpen-Innendruck. Der hydraulische Spritzversteller wertet diesen aus, um so auf die jeweilige Motordrehzahl zu schließen und daraus den passenden Verstellwert zu ermitteln. Wenn der Innendruck zu niedrig ist, arbeitet der Spritzversteller nicht ausreichend. Die Folge sind die beschriebenen Symptome: Leistungsverlust und stark rußhaltiges Abgas. Allerdings kann eine geringfügige Undichtigkeit am Niederdruckteil der ESP nicht zu diesem Problem führen, daß für einen entsprechenden Druckabfall eine enorme Menge Kraftstoff austreten müsste. Auf jeden Fall deutlich mehr, als überhaupt eingespritzt wird...
Andersrum wird aber ein Schuh daraus: Wenn die ESP Luftblasen mit dem Kraftstoff ansaugt, oder wenn der Filter verstopft ist, oder wenn sehr dückflüssiger Kraftstoff getankt wird, schafft die Förderpumpe es nicht mehr, jederzeit ausreichenden Druck aufzubauen. Dann regelt der Spritzversteller natürlich falsch.
Also am Pumpeneingang prüfen, was da los ist. Ggf. den Pumnpeninnendruck prüfen, um andere Fehler auszuschließen.
Bei mir hat es sich bewährt, einen Teil der Kraftstoff-Rücklaufleitung mit einem Klarsichtschlauch auszuführen. So lässt sich kontrollieren, ob Luft von der ESP zum Tank zurück gefördert wird. Falls ja, muß sich eingangsseitig logischerweise ein Leck befinden, durch das Luft eintritt. Dieses muß gefunden und beseitigt werden. Bei Luftzutritt kann es innerhalb der ESP zudem zur Schaumbildung kommen. Dann wird verschäumter Kraftstoff im Hochdruckteil verdichtet, was seinerseits zu schlechter Leistung und rußender Verbrennung führt.
Grüße, Tom

Re: spritzversteller

Schorsch, Tuesday, 03.07.2007, 21:14 (vor 7048 Tagen) @ Rat Baron


Als Antwort auf: spritzversteller von Rat Baron am 03. Juli 2007 14:35:29:


Servus Simon,
Tom hat es schon geschrieben...
Die eingebaute Flügelzellenpumpe saugt Sprit an und pumpt ihn in den ESP Innenraum.
Es gibt ein Drucksteuerventil, dass je nach Innenraumdruck eine veränderliche Querschnitsfläche besitzt und den Innenraum mit dem ESP-Vorlauf verbindet.
Dann hat die Out-Schraube am ESP-Rücklauf noch eine kleine (o,55mm)? Bohrung, dass sich überhaupt ein ESP Innendruck aufbauen kann.
Der Spritzversteller ist "nur" ein Kolben, der auf einer seite mit dem Innendruck und auf der anderen seite (mit Feter vorgespannt)mit dem ESP-Vorlaufdruck beaufschlagt ist.
Erhöht sich nun die ESP-Drehzahl pumpt die Flügelzellenpumpe mehr Volumen in die ESP...der Druck steigt...der Spritzversteller bewegt sich und dreht den rollenring entgegen der ESP-Drehrichtung...ESP-Kolben bewegt sich "früher"...Förderbeginn verstellt sich nach früh...
Soweit alles klar.

Nun hat der Spritzversteller seitlich ein Magnetventil das über einen Thermoschalter am Zyl.Kopf (Kühwasser)bestromt wird.
Ist es kälter als 15 Grad so wird das Magnetventil bestromt und hebt im Leerlauf den ESP-Innendruck von ca. 1,5Bar auf ca. 3Bar an und erzeugt so die Förderbeginn Frühverstellung für den kalten Motor.
Erhöht man nun die Drehzahl läuft der ESP Innendruck ein wenig höher und hat bei ca. 2000Touren den selben Wert auch ohne bestromten Magnetventil!
ALSO bringt Dir das bestromte KSB Ventil ab "mittlerer" Drehzahl keine zusätliche Frühverstellung des Förderbeginns.
Der max. Innendruck steht dann auf ca. 7Bar bei ca. 4500 Touren.

Man kann den Innendruck recht einfach messen:
In die out-Schraube einen Nippel bohren und ein Manometer anschlissen...

Gruß Schorsch....bald mit seitlich gekürzten Spritzverstellerkolben für angepasste Frühverstellung bei 6000 Touren, inkl. abgeflexter Fliekraftgewichte und TDS HD-Teil:-))

PS.: Ein zu früher Förderbeginn bringt ausser nageln auch noch meht Russ...
selbst ausprobiert durch zuschweissen eines loches von 4 vom Drucksteuerventil


Re: spritzversteller

ulrich79, Thursday, 05.07.2007, 11:24 (vor 7046 Tagen) @ Schorsch


Als Antwort auf: Re: spritzversteller von Schorsch am 03. Juli 2007 21:14:50:


Hallo

irgendwie versteh ich den sinn da nicht: was bringt es für einen Vorteil, bei einem kalten Motor noch früher einzuspritzen? Außer dass er noch mehr nagelt.
Kann mir das bitte wer erklären?
Da? es so ist, habe ich bei meinen Diesel auch gemerkt, man möchte fast glauben, dass man einen massiven Lagerschaden hat, so laut ist dass bei mir.

Gruß,
Ulrich

Nun hat der Spritzversteller seitlich ein Magnetventil das über einen Thermoschalter am Zyl.Kopf (Kühwasser)bestromt wird.
Ist es kälter als 15 Grad so wird das Magnetventil bestromt und hebt im Leerlauf den ESP-Innendruck von ca. 1,5Bar auf ca. 3Bar an und erzeugt so die Förderbeginn Frühverstellung für den kalten Motor.
Erhöht man nun die Drehzahl läuft der ESP Innendruck ein wenig höher und hat bei ca. 2000Touren den selben Wert auch ohne bestromten Magnetventil!
ALSO bringt Dir das bestromte KSB Ventil ab "mittlerer" Drehzahl keine zusätliche Frühverstellung des Förderbeginns.
Der max. Innendruck steht dann auf ca. 7Bar bei ca. 4500 Touren

Re: Zündverzug

Schorsch, Thursday, 05.07.2007, 12:38 (vor 7046 Tagen) @ ulrich79


Als Antwort auf: Re: spritzversteller von ulrich79 am 05. Juli 2007 11:24:53:


Hallo Ulrich,
der Sprit wird in die komprimierte (und deshalb heisse)Luft eingespritzt und beginnt nach einiger Zeit (Zündverzug bei heissen Motor allg. 1/1000Sek)zu verbrennen.
Beim einpritzen wird der flüßige Sprit mechanisch zerrissen und die langkettigen Moleküle werden durch den hohen Druck/Temperatur aufgecract.
Dann hat man eine ganz neue Gaszusammensetzung die dann irgentwann durchzündet.
Das alles passiert zwischen Einspritzbeginn und Brennbeginn.
Beim Kaltstart funktioniert das alles nicht so gut und es kann vorkommen, dass vom Gasgemisch nur die "leicht" entzündlichen Bestandteile abbrennen und der Rest nur zu häfte.
Umsonst STIKT das Abgas beim Kaltstart nicht so stark UND dass ist echt ein Chemicoktail der aufgecracten Spritbestandteile!!

Nun ist der Zändverzug beim Kaltstart größer, deshalb wird der Förderbeginn der ESP vorverstellt.

Er nagelt deshalb NOCH stärker da sich zwischen Förderbeginn und durchzünden wegen des vorverlegten Förderbeginns eine noch größere Spritmenge im Motor befindet die dann auf einmal "explodiert"....deshalb das nageln.
Gegen das nageln helfen Drosselzapfendüsen/zweifeterhalter/Voreinspritzung.
Das alles "heizt" den Verbrennungsraum vor so dass sich beim Anfang der Haupteinspritzung der Sprit sofort entzündet und nicht ansammelt und dann mit einem "Bums" explodiert.

Das alles passiert im MSs Zeitraum...Bei hoher Drehzahl beträgt die Einspritzzeit einige MS!
Bei 4500 Touren dreht sich die Kurbelwelle in 15MS ganz rum.
Sagen wir mal die Einspritzung beträgt zwischen 45 und 90Grad KW-Winkel, dann haben wir eine Einspritzdauer von....1,5-3 MS!
Wobei 90Grad VIEL zu lange währe...

Gruß Schorsch

Re: Ladedruck

Schorsch, Wednesday, 04.07.2007, 12:34 (vor 7047 Tagen) @ Rat Baron


Als Antwort auf: spritzversteller von Rat Baron am 03. Juli 2007 14:35:29:


Servus Simon,
Mmm...hast Du schon mal den Ladedruck gemessen?
Du kannst auch des dünnen Schlauch an der Wastgatemembrandose abziehen und mit Luftpumpe und guten Manometer schauen ob sich der Hebel dann bei 0,8Bar bewegt.
Evt. hat sich die Feter in der Dose gesetzt und regelt auf kleineren Ladedruck.
Hatte ich auch mal an einen Winterauto...machte nur 0,6Bar...
Gruß Schorsch
PS.: Du bist Dir sicher, dass der Dreck in der LDA von "unten" kommt,
also Sprit ist?
Wenn die Membran der LDA gerissen ist, bläßt auch die Ölhaltige Ladeluft durch und saut den Raum under der LDAMembran voll...


Re: Ladedruck

Rat Baron, Wednesday, 04.07.2007, 17:55 (vor 7047 Tagen) @ Schorsch


Als Antwort auf: Re: Ladedruck von Schorsch am 04. Juli 2007 12:34:41:


Hallo,

habe zur zeit 1,1 bar ladedruck (ventil blockiert) und den kegel mit der starken feder vom tom drin.
hab schon diverse kombinationen ausprobiert, mit normalem kegel, sportkegel, mit normaler feder, starke feder, mit distanzring, ohne, vorspannung der feder rauf runter, saugmenge rein raus, kegel gedreht.
hilft alles nix, ab 4000 touren ist die leistung schlecht und so ein komisches wallungsartiges pulsierendes russen.
ich habe heute in der früh auch 1,2 blasen in der leitung vom filter zur ESP gesehen.
warscheinlich ist wohl der filter dicht und er zieht wo luft, oder der filter ist irgendwo undicht (vielleicht unten) oder die pumpe ist undicht.
ich kucks mir die tage mal an hab zur zeit viel um die ohren.
aber danke um den tip vom KSB, das brauch ich dann garnicht ausprobieren weil um 2000-4000 touren stimmt alles

viele grüße

simon

Servus Simon,
Mmm...hast Du schon mal den Ladedruck gemessen?
Du kannst auch des dünnen Schlauch an der Wastgatemembrandose abziehen und mit Luftpumpe und guten Manometer schauen ob sich der Hebel dann bei 0,8Bar bewegt.
Evt. hat sich die Feter in der Dose gesetzt und regelt auf kleineren Ladedruck.
Hatte ich auch mal an einen Winterauto...machte nur 0,6Bar...
Gruß Schorsch
PS.: Du bist Dir sicher, dass der Dreck in der LDA von "unten" kommt,
also Sprit ist?
Wenn die Membran der LDA gerissen ist, bläßt auch die Ölhaltige Ladeluft durch und saut den Raum under der LDAMembran voll...

Re: Luft ist SCH.....

Schorsch, Thursday, 05.07.2007, 12:44 (vor 7046 Tagen) @ Rat Baron


Als Antwort auf: Re: Ladedruck von Rat Baron am 04. Juli 2007 17:55:04:


Halli-Hallo,
ich tippe auf zu hohen Unterdruck...Luft im Zulauf der ESP.
Gerade bei Luftblasen schwankt dadurch der ESP-Innendruck und verschiebt dann den Förderzeitpunkt...
Eine Soganzeige macht nicht viel arbeit und man kann daraus auch auf den ESP Innedruck (zuständig für Spritzversteller...bei hoher Drehzahl Hochdruckteil Füllung)schlissen.
Gruß Schorsch mit 12mm ID Spritleitung und 0,15Bar (Absolut 0,85Bar)Underdruck bei Vollgas.


Re: Luft ist SCH.....

Rat Baron, Friday, 06.07.2007, 09:30 (vor 7046 Tagen) @ Schorsch


Als Antwort auf: Re: Luft ist SCH..... von Schorsch am 05. Juli 2007 12:44:31:


Genau so wird es sein, ich hab wirklich ziemlich große luftblasen im schlauch und das jeden tag in der früh, im stand konnte ich zwar keine richtigen blasen reproduzieren aber ich geh davon aus, dass das problem eher unter last auftritt, wenn die lda mitregelt.

ich denke ich weiss worans liegt, der schlauch zur esp ist sehr locker und da sifft es raus!

viele grüße,

simon

Halli-Hallo,
ich tippe auf zu hohen Unterdruck...Luft im Zulauf der ESP.
Gerade bei Luftblasen schwankt dadurch der ESP-Innendruck und verschiebt dann den Förderzeitpunkt...
Eine Soganzeige macht nicht viel arbeit und man kann daraus auch auf den ESP Innedruck (zuständig für Spritzversteller...bei hoher Drehzahl Hochdruckteil Füllung)schlissen.
Gruß Schorsch mit 12mm ID Spritleitung und 0,15Bar (Absolut 0,85Bar)Underdruck bei Vollgas.

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