Als Antwort auf: Re: wie gut kennt ihr den m30 motor? von Schumi am 13. Juli 2007 00:39:47:
...Wie kann man den Leuten denn klarmachen,das sie nicht immer am Öl sparen sollen!!!???...
Genau das habe ich bis vor einer Weile auch immer versucht, aber andersrum: Nicht die Ölqualität ist das entscheidende Kriterium (jedenfalls soweit die Herstelleranforderung erfüllt wird), sondern die Häufigkeit von Öl- und Filterwechsel. Aber das Gegenteil bekommt man immer wieder zu sehen: Da schütten Leute absolutes Spitzenöl in ihre Motoren, glauben, sie täten ihren Motoren "etwas gutes" und glauben ferner, sie bräuchten nun nur noch alle 30.000km das Öl wechseln.
Es ist doch so: Der Motorenhersteller gibt eine bestimmte Ölspezifikation vor, die man einhalten sollte, um Komplikationen zu vermeiden. Der Hersteller gibt aber auch die Wechselintervalle vor. Nun eigenmächtig "besseres" Öl einzufüllen und gleichzeitig längere Wechselintervalle zu fahren, muß nicht unbedingt vorteilhaft sein.
Ich persönlich bin bisher immer mit dem billigsten Standard-Öl (15W40) zurecht gekommen, wenn's denn nur regelmäßig gewechselt wurde. Inklusive Filter versteht sich! Da liegt der Literpreis zwischen 1,- und 1,50 Euro und bei solchen Preisen muß ich doch nicht überlegen, ob ich öfter mal wechsle. Die mit Pflanzenöl betriebenen Motoren bekommen bei mir alle 5.000km neues Öl, Benziner alle 8.000 bis 10.000km. Dabei ist das Öl von den Dieselmotoren schon immer nach 10km kohlrabenschwarz. Das Öl der Benziner ist dagegen auch nach 10.000km nur eher dunkelbraun. Liegt aber eben in der Natur der Sache, weil die Diesel viel schwarzen Ruß entwickeln, die Benziner nicht. Bisher hatte ich noch nie nachvollziehbar ölbedingte Probleme, selbst nach 780.000km mit dem ersten Motor im 200D nicht. Und das der 524td bei mir von Zylinderkopfdichtungsschaden zu Zylinderkopfdichtungsschaden hoppelt, wird nun auch kaum dem Öl anzulasten sein...
Also immer gemach mit dem Teueröl und stets schön schwarze Finger vom Öl- und Filterwechsel.
Grüße, Tom