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Wie spannt Ihr Keilriemen? (Allgemein)

Andreas V, Tuesday, 04.09.2007, 09:27 (vor 6978 Tagen)

Jahrzehntelang hatte ich eigentlich das Gefühl, die goldene Mitte zwischen zu stramm (gefährdet das Wapu-Lager) und zu lasch (quietscht und überhitzt den Riemen) zu kennen.

Nach dem ZR/Wapu-Wechsel vor zwei Monaten hab ich jedoch das Problem, daß es bei der Spannung, die ich bisher immer für optimal gehalten habe, quietscht. Sobald ich ein Ideechen strammer spanne, kommt mir der Riemen schon viel zu stramm vor. Dann quietscht es zwar nicht, aber ich hab Sorgen um die neue Wapu.

Bisher hab ich immer so gespannt, daß ich den Riemen mit dem Zeigefinger ohne große Kraft um ca 1cm durchdrücken konnte. Wie macht Ihr das?

Re: Wie spannt Ihr Keilriemen?

Andi, Tuesday, 04.09.2007, 13:37 (vor 6978 Tagen) @ Andreas V


Als Antwort auf: Wie spannt Ihr Keilriemen? von Andreas V am 04. September 2007 09:27:34:


Hab bei mir letztes Jahr auch einen neuen Riemen aufgelegt, und war auch der Meinung, daß es so ein Mittelmaß zwischen straff und locker sein soll. Hatte mal irgendwas von "90° verdrehen können" im Ohr. Allerdings hat mich eben dieser neue Riemen zur Verzweiflung gebracht. Der hat sich so stark gedehnt, daß ich alle 2 Wochen nachstellen musste, nach 2000 km war der Spannhebel am Ende. Ich hab dann wieder den alten verbaut und den "neuen" beim freundlichen auf die Teiletheke geschmissen. Reaktion: Sowas kann schon mal passieren.... . Hab auch schon von anderen gehört, daß das mit den Original-Keilriemen wohl echt öfter passiert...

Gruß andi


Re: Wie spannt Ihr Keilriemen?

Frank Diederichsen, Tuesday, 04.09.2007, 13:45 (vor 6978 Tagen) @ Andi


Als Antwort auf: Re: Wie spannt Ihr Keilriemen? von Andi am 04. September 2007 13:37:46:

Hab bei mir letztes Jahr auch einen neuen Riemen aufgelegt, und war auch der Meinung, daß es so ein Mittelmaß zwischen straff und locker sein soll. Hatte mal irgendwas von "90° verdrehen können" im Ohr. Allerdings hat mich eben dieser neue Riemen zur Verzweiflung gebracht. Der hat sich so stark gedehnt, daß ich alle 2 Wochen nachstellen musste, nach 2000 km war der Spannhebel am Ende. Ich hab dann wieder den alten verbaut und den "neuen" beim freundlichen auf die Teiletheke geschmissen. Reaktion: Sowas kann schon mal passieren.... . Hab auch schon von anderen gehört, daß das mit den Original-Keilriemen wohl echt öfter passiert...
Gruß andi

Hallo Andreas, hallo Andi,
die Sache mit den 90 Grad mache ich auch. Riemen hole ich von ABC-Autoteile (ist ein Teilehöker). Bislang ging's noch. Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass original Ersatzteile von BMW mitunter nicht einer gewissen Lieblosigkeit in der Fertigung entbehren...

Beste Grüße, Frank


Zugegeben, meine Antwort ist eindeutig offtopic ;-)

Diesel, Tuesday, 04.09.2007, 14:35 (vor 6978 Tagen) @ Frank Diederichsen


Als Antwort auf: Re: Wie spannt Ihr Keilriemen? von Frank Diederichsen am 04. September 2007 13:45:27:


Hallo zusammen,

Eure Probleme mit den Keilriemen kann ich nur zum Teil nachvollziehen. Das korrekte Auflegen solcher Riemen benötigt - man mag jetzt von mir aus lachen oder auch nicht - eine Ausbildung, wie das genau vor sich zu gehen hat. Dafür gibt es kein Durchdrück- oder Verdreh-Maß, sondern es benötigt Erfahrung und Gefühl. Beides erfordert, daß es einem mal vernünftig beigebracht wurde. Das geht aber nicht sinnvoll nachvollziehbar in einem Forum, sondern eigentlich nur von Person zu Person am lebenden Objekt nach dem Motto "Jetzt fass mal an, drück und zieh mal etwas hin und her oder dreh mal dran. So muß er sitzen, dann isses richtig!" So hab ich's wenigstens in meiner Ausbildung gelernt und hatte nie unlösbare Probleme damit, auch wenn mir letztes Jahr ein Riemen vom td weggeflogen ist und damit zu einer ärgerlichen Panne führte. Ich wusste das der Riemen komplett fertig war (er war höchstens noch halb so dick wie normal...), hab's aber immer wieder vergessen. Leitsatz: Aus den Augen, aus dem Sinn...

Wenn der Riemen qietscht, ist etwas oberfaul! Quietschen dokumentiert Schlupf und der ist tötlich für Verbindungen, die auf Friktion fußen. Entweder ist der Riemen allgemein viel(!) zu locker gespannt, die Riemenscheiben sitzen nicht in einer Ebene oder weisen Winkelfehler auf. Abhilfe: Fester anziehen, bzw. Laufebene wieder herstellen.

Vielleicht ist aber auch ganz simpel die zu übertragende Kraft zu hoch, was manchmal daran liegt, daß Leute stark überdimensionierte Lichtmaschinen einbauen ("viel groß = viel gut"). Dann sollte man spezielle Riemenscheiben mit zwei parallelen Riemen verwenden, sonst gibt der nunmehr überlastete Riemen eben schneller (bisweilen sehr schnell) seinen Geist auf.

Bei zu straffer Spannung verschleißt der Riemen deutlich schneller. Auch die Belastung für alle involvierten Lager ist dann natürlich höher, wenngleich das eigentlich das kleinste Problem ist. Die Lager gehen nämlich nicht so schnell kaputt. Der Riemen wird aber höher beansprucht und damit schneller verschleißen, wodurch er dünner wird und - na wie günstig... - tiefer in die Keilrimmemenscheiben eintaucht. Und dadurch verringert sich seine Spannung wieder, bis sie das optimale Maß erreicht. Die Grundregel muß daher lauten: Lieber etwas zu straff, als zu lose!

Um ein ordentliches Gefühl dafür, wie straff man einen Keilriemen spannen muß, kommt man mit dieser Regel aber auch nicht herum. Allerdings kriegt man das spätestens nach ein paar zerfledderten Riemen und der dritten, dadurch ausgelösten und ärgerlichen Panne... <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>

Grüße, Tom


Nö, eindeutig on topic!

Andreas V, Tuesday, 04.09.2007, 20:17 (vor 6978 Tagen) @ Diesel


Als Antwort auf: Zugegeben, meine Antwort ist eindeutig offtopic ;-) von Diesel am 04. September 2007 14:35:53:

am lebenden Objekt nach dem Motto "Jetzt fass mal an, drück und zieh mal etwas hin und her oder dreh mal dran. So muß er sitzen, dann isses richtig!"

Hab zwar keinen ehrwürdigen Guru im Himalaya besucht um in jahrelanger Askese und Demut die Kunst des Keilriemenspannens zu erlernen <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>, aber nach Jahrzehnten Schraubererfahrung, einer kaputtgespannten Wapu und vielen TÜV-Prüfern, die nach Druck auf die Keilriemen nie was auszusetzen hatten, war ich eigentlich der Meinung, ziemlich gut zu wissen, was zu stramm und was zu locker ist.

Vielleicht ist aber auch ganz simpel die zu übertragende Kraft zu hoch, was manchmal daran liegt, daß Leute stark überdimensionierte Lichtmaschinen einbauen ("viel groß = viel gut").

Das ist ein interessanter Hinweis. Meine Lima ist ein runderneuertes Austauschteil. Werde mal in dieser Richtung weiterforschen. Die Idee mit den nicht in einer Ebene liegenden Riemenscheiben hatte ich auch schon, ist aber schwer zu erkennen. Fest sind die Schrauben der Wapu- und KW-Scheibe jedenfalls.

Wasserpumpe kaputtgespannt?

Diesel, Tuesday, 04.09.2007, 20:44 (vor 6977 Tagen) @ Andreas V


Als Antwort auf: Nö, eindeutig on topic! von Andreas V am 04. September 2007 20:17:42:

am lebenden Objekt nach dem Motto "Jetzt fass mal an, drück und zieh mal etwas hin und her oder dreh mal dran. So muß er sitzen, dann isses richtig!"

Hab zwar keinen ehrwürdigen Guru im Himalaya besucht um in jahrelanger Askese und Demut die Kunst des Keilriemenspannens zu erlernen <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>, aber nach Jahrzehnten Schraubererfahrung, einer kaputtgespannten Wapu und vielen TÜV-Prüfern, die nach Druck auf die Keilriemen nie was auszusetzen hatten, war ich eigentlich der Meinung, ziemlich gut zu wissen, was zu stramm und was zu locker ist...

Ist halt einfach schwer mit Worten zu beschreiben. Solche Tipps wie dieses Ding mit "1cm durchdrücken wäre OK" halte ich für unglücklich, weil man erstens die dazu nötige Kraft nicht weiter definiert, zweitens die Länge des Riemens bei dem einen Zentimeter doch eine erhebliche Rolle spielt und drittens das Gefühl von einem Zentimeter in der Praxis meist recht bedenklich weit von einem Zentimeter auf dem Zollstock abweicht... <img src=http://www.bmw-freunde-rhein-main.de/smilies/totlach.gif alt=totlach>

Eine "kaputtgespannte" Wasserpumpe? Sowas gibt's wirklich? Hab ich echt noch nie was von gehört. Da sind ganz anständige Kugellager drin, die stört ein bisschen viel Riemenspannung eigentlich nicht sonderlich. Könts nicht sein, daß die Pumpe schon vorher einen weg hatte?

Grüße, Tom


Re: Wasserpumpe kaputtgespannt?

Andreas V, Tuesday, 04.09.2007, 21:25 (vor 6977 Tagen) @ Diesel


Als Antwort auf: Wasserpumpe kaputtgespannt? von Diesel am 04. September 2007 20:44:59:

Eine "kaputtgespannte" Wasserpumpe? Sowas gibt's wirklich? Hab ich echt noch nie was von gehört. Da sind ganz anständige Kugellager drin, die stört ein bisschen viel Riemenspannung eigentlich nicht sonderlich. Könts nicht sein, daß die Pumpe schon vorher einen weg hatte?

War bei einem Audi80 passiert. Neuer Keilriemen, definitiv zu stramm gespannt und kurz danach fings an zu tropfen. Gut, die Wapu war schon 200Mm alt, aber der Zusammenhang mit der Keilriemenspannung war mehr als deutlich.

Wie dichtgen die Dinger eigentlich die Wellen nach außen ab? Simmerringe?

Re: Wasserpumpe kaputtgespannt?

Diesel, Wednesday, 05.09.2007, 09:18 (vor 6977 Tagen) @ Andreas V


Als Antwort auf: Re: Wasserpumpe kaputtgespannt? von Andreas V am 04. September 2007 21:25:54:

Eine "kaputtgespannte" Wasserpumpe? Sowas gibt's wirklich? Hab ich echt noch nie was von gehört. Da sind ganz anständige Kugellager drin, die stört ein bisschen viel Riemenspannung eigentlich nicht sonderlich. Könts nicht sein, daß die Pumpe schon vorher einen weg hatte?

War bei einem Audi80 passiert. Neuer Keilriemen, definitiv zu stramm gespannt und kurz danach fings an zu tropfen. Gut, die Wapu war schon 200Mm alt, aber der Zusammenhang mit der Keilriemenspannung war mehr als deutlich.
Wie dichtgen die Dinger eigentlich die Wellen nach außen ab? Simmerringe?

Genau, innen vor dem Lager sitzt ein normaler Wellendichtring. Wenn das Lager dann aber schon schlabberig ist und der Wellendichtring angeschlissen und zudem verhärtet, dann kann ich's mir schon vorstellen, daß die Pumpe bei hart gespanntem Riemen zu tröpfeln begann.

Nach 200.000km ist eine Wasserpumpe normalerweise total verbraucht. Ich glaube daher nicht, daß der zu stark gespannte Riemen ihr nun gerade sehr geschadet hat. Vermutlich stand die Welle in ihren verschlissenen Lagern durch die hohe Riemenspannung etwas schräg, so daß der alte Wellendichtring seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen konnte. Könnte mir gut vorstellen, daß nach Korrektur der Riemenspannung die Pumpe zunächst mal wieder dicht gewesen wäre.

Aber doch erstaunlich, was man alles über Keilriemen und deren Spannung schreiben kann... <img src=http://www.bmw-freunde-rhein-main.de/smilies/totlach.gif alt=totlach>

Grüße, Tom


Re: Wasserpumpe kaputtgespannt?

Andreas V, Wednesday, 05.09.2007, 10:16 (vor 6977 Tagen) @ Diesel


Als Antwort auf: Re: Wasserpumpe kaputtgespannt? von Diesel am 05. September 2007 09:18:44:

Aber doch erstaunlich, was man alles über Keilriemen und deren Spannung schreiben kann... <img src=http://www.bmw-freunde-rhein-main.de/smilies/totlach.gif alt=totlach>

Ich hab immer beste Erfahrungen damit gemacht, auch den geringsten scheinbar lächerlichen Details ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

Re: Wasserpumpe kaputtgespannt?

Andreas V, Wednesday, 05.09.2007, 10:20 (vor 6977 Tagen) @ Diesel


Als Antwort auf: Re: Wasserpumpe kaputtgespannt? von Diesel am 05. September 2007 09:18:44:

Wie dichtgen die Dinger eigentlich die Wellen nach außen ab? Simmerringe?

Genau, innen vor dem Lager sitzt ein normaler Wellendichtring.

Hm, bist Du sicher? Ich hatte immer was von Gleitringdichtungen im Hinterkopf.


Man wird alt wie eine Kuh...

Diesel, Wednesday, 05.09.2007, 14:04 (vor 6977 Tagen) @ Andreas V


Als Antwort auf: Re: Wasserpumpe kaputtgespannt? von Andreas V am 05. September 2007 10:20:54:

Wie dichtgen die Dinger eigentlich die Wellen nach außen ab? Simmerringe?

Genau, innen vor dem Lager sitzt ein normaler Wellendichtring.

Hm, bist Du sicher? Ich hatte immer was von Gleitringdichtungen im Hinterkopf.

... und lernt immer noch dazu: Du hast Recht!

Grüße, Tom


Re: Gleidrindichtung, Kugel-Rollen-Lager in der WP

Schorsch, Wednesday, 05.09.2007, 18:45 (vor 6977 Tagen) @ Diesel


Als Antwort auf: Man wird alt wie eine Kuh... von Diesel am 05. September 2007 14:04:21:


Servus allerseits,
ja es ist eine Gleidringdichtung.
Die dichtet axial, nicht radial wie ein Simmerring.
Die Gleidringdichtungen sind auf Flüssigkeit zum schmieren angewiesen.
Kann man auch oft bei "normalen" Wasserpumpen für den Garten lesen...
Nicht ohne Wasser laufen lassen.

Als Lager liegt hinter dem Antrieb sogar ein Zylinderrollenlager drin.
Das dürfte über die Keilriehmenspannung nur müde lächeln:-)
Pumpenradseitig ist dann noch ein normales Kugellager montiert.
Das Lager ist eine Einheit...
Das Pumpenrad und das Antriebsrad sind aufgepresst.
Im Lagerstuhl kann man schön die Leckwasserbohrungen sehen.
Die sind zwischen der Gleidringdichtung und dem Kugellager.
Im Betrieb sitzt das rechte Teil der Gleidgingdichtung still im Gehäuse und wird mit einer Feter gegen das rotierende teil links, dass auf der Welle sitzt gepresst.
<IMG src="http://img505.imageshack.us/img505/65/wpm21yw1.jpg" alt="http://img505.imageshack.us/img505/65/wpm21yw1.jpg[/link]
<IMG src="http://img521.imageshack.us/img521/2120/leckbohof5.jpg" alt="http://img521.imageshack.us/img521/2120/leckbohof5.jpg[/link]
Schönen Tag noch, Gruß Schorsch


Re: Gleidrindichtung, Kugel-Rollen-Lager in der WP

Andreas V, Thursday, 06.09.2007, 01:35 (vor 6976 Tagen) @ Schorsch


Als Antwort auf: Re: Gleidrindichtung, Kugel-Rollen-Lager in der WP von Schorsch am 05. September 2007 18:45:06:


Ja sauber. Auf die Idee hätte ich eigentlich auch selbst mal kommen können, die alte Pumpe mal aufzudremeln <img src=http://www.bmw-freunde-rhein-main.de/smilies/73.gif alt=behämmert>.

Aber geil, endlich Licht ins Dunkel!

Re: Gleidrindichtung, Kugel-Rollen-Lager in der WP

Schorsch, Thursday, 06.09.2007, 10:40 (vor 6976 Tagen) @ Andreas V


Als Antwort auf: Re: Gleidrindichtung, Kugel-Rollen-Lager in der WP von Andreas V am 06. September 2007 01:35:20:


Servus Andreas,
die Gleidringdichtung siht man auch, wenn man in das Rohr der Pumpe sieht.
Aber das mit den Lagern hat mich schon überrascht.
Auf der Achse der Lagerkombintion ist auch SKF eingeprägt.

So und jetzt für die Dieselfraktion:
Eigentlich müßte die Achse dann schon aus Wälzlagerstahl sein (ist 15mm auf der Antribsseite und 12mm! auf der Pumpenradseite) und sich dann als LDA-Abtastkegel in der einspritzpumpe eignen:-)
Aufschweissen auf dem Kegel klappt nämlich nicht, da das Material dann zu weich wird und der Abtaststift sich drin festfrisst...
Schönen Gruß Schorsch


Keilriemenspannung

Thomas404, Tuesday, 04.09.2007, 21:37 (vor 6977 Tagen) @ Diesel


Als Antwort auf: Wasserpumpe kaputtgespannt? von Diesel am 04. September 2007 20:44:59:


Servus beinand,

vielleicht interessiert es jemanden, was ich am 14.02.2006 in einem anderen Forum mal zum Thema "quietschender Keilriemen" von mir gegeben habe
(Originaltext unter http://forum.oldtimer-info.de/showmessages.afp?xid=764143 ):

(...) Ich würde mich dem Vorschlag Deines Tankwarts, einfach abzuwarten, anschließen - sofern die Lichtmaschine und was sonst noch an dem Riemen hängt, einwandfrei angetrieben wird.

Bei meinem Polo machte der Keilriemen nach 40.000 km Laufleistung kräftig Lärm, war aber korrekt gespannt und optisch einwandfrei. Irgendwann hat das Pfeifen von selber aufgehört, der Riemen ist jetzt fünf Jahre und 50.000 km älter, funktioniert einwandfrei und seit Jahren geräuschlos.

Zu starkes Spannen des Keilriemens ist sowieso schädlich für die Lager der Aggregate, die da dranhängen!
Auch die Lebensdauer des Riemens sinkt bei zu starker Spannung.
In der Lehre wurde mir beigebracht, lieber eher wenig Spannung als zu viel.

[Ergänzung am 04.09.2007:
Genau gesagt wurde mir beigebracht: Einen neuen Riemen darf man stärker spannen als einen gebrauchten, denn der neue wird sich noch ein bißchen längen und auf die Riemenscheiben einarbeiten.]

Peugeot gab übrigens früher folgende Anweisung: Auf dem ungespannten kalten Keilriemen zwei Markierungen in 100 mm Abstand anzeichnen und den Riemen spannen, bis sich der Abstand auf 102 bis 103 mm vergrößert. Und es wurde ausdrücklich untersagt, nachzuspannen, wenn nach einigen Stunden Laufzeit der warmgefahrene Riemen zu "schlagen" schien. <<<

Viele Grüße
Thomas


Re: Keilriemenspannung

Andreas V, Wednesday, 05.09.2007, 10:13 (vor 6977 Tagen) @ Thomas404


Als Antwort auf: Keilriemenspannung von Thomas404 am 04. September 2007 21:37:40:

Peugeot gab übrigens früher folgende Anweisung: Auf dem ungespannten kalten Keilriemen zwei Markierungen in 100 mm Abstand anzeichnen und den Riemen spannen, bis sich der Abstand auf 102 bis 103 mm vergrößert.

Das ist ja mal ne reproduzierbare Methode. Muß ich bei nächster Gelegenheit glatt mal messen, wieviele mm sich das Teil bei meiner bisherigen Gefühlsmethode dehnt.

Re: Keilriemenspannung

Marten525eA, Wednesday, 05.09.2007, 17:34 (vor 6977 Tagen) @ Andreas V


Als Antwort auf: Re: Keilriemenspannung von Andreas V am 05. September 2007 10:13:30:


Mjah...... fur DIESES Model / Dieser Motor / Dieser Riem wäre es ein nachvollziehbarer Methode. Aber: je länger der Riem, desto weniger Kraft man braucht dieser von 100 auf 102 mm zu spannen.
Aber: wenigstens eine Methode die mann auch ohne Specialwerkzeugen ausfuhren kann. Danke!


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