Als Antwort auf: Re: statischer/dynamischer Förderbeginn von Schorsch am 11. Dezember 2007 17:04:44:
Servus Schorsch,
klar kann man neben dem Förderbeginn noch andere Pumpeneinstellungen vornehmen. Aber hey, der Rudi wollte eine ESP einbauen, und beim Einbauen einer intakten Pumpe gehts in erster Linie mal um die Einstellung des Förderbeginns.
Deine Schraubenmethode in allen Ehren, auch wenn Du den Motor über die Meßstrecke in Laufrichtung drehst hast Du dennoch zwei gravierende Fehlerquellen:
1) das Drehmoment, mit dem Du die Schraube bei beiden Meßpunkten jeweils an den HD-Kolben spannst (Die Meßuhr drückt immer konstant sanft)
2) hat eine Meßuhr eine gut ablesbare 1/100mm Skalierung. Du stellst es so dar als könntest Du am SW13-Kopf der 8*1er Schraube eine Windrose mit 1/100 Einteilung eingravieren und dann noch in den Tiefen des Motorraums des 524td genauestens ablesen. Bei einem alten Golf sag ich ja nix, da ist die Pumpe ganz oben montiert.
Weiterhin musst Du, wenn Du die Pumpe verdrehst die Schraube immerzu rausnehmen. Die Meßuhr kann in der Bohrung verbleiben und zeigt Dir beim Verdrehen schon mal an wohin Du Dich bewegst. So brauchst Du doppelt soviel Zeit...und bist Dir nachher doch nicht sicher ob es passt.
Außerdem würd ich diese Arbeitsweise jemanden, der zwar Ahnung von der Materie hat aber diese Arbeit zum Erstenmal macht, gar ned oder nur unter Vorbehalt empfehlen. Die Gefahr der Zerstörung der Pumpe durch blockiertem HD-Kolben wenn man kurz nicht aufpasst und entweder zu weit zurück- oder vordreht ist zusammen mit der ungenügenden Genauigkeit die 50 für die Anschaffung einer Meßuhr einfach wert. Vor allem wenn man eh in seiner Freizeit sehr oft schraubt,
so eine Meßuhr kann man auch für viele andere Arbeiten brauchen.
Und zu Deiner Spritzversteller-Einstellung.
Erstens solltest Du, bevor Du in eingebautem Zustand den Pumpeninnendruck misst und dann Einstellungen daran vornimmst ersteinmal sicherstellen daß in der Zuleitung keine Luftblasen mitkommen UND den Zulaufunterdruck messen (max. -0,15bar bei 4000/min) weil es keinen Sinn hat an der ESP herumzustellen obwohl der Fehler im Filterkopf, den Krafi oder im Tanksieb etc. liegt, und zweitens ist die Verstellwegprüfung des Spritzverstellers schon fast wieder zu krass, wenn die Prüfung so weit gehen soll dann gehört die fast ausgebaut und auf einen Pumpendrüfstand beim Bosch-Dienst.
Aber tut eigentlich ja nichts zur Sache, Hauptsache unsere Autos haben gscheid power <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>
Gruß Tom