Als Antwort auf: Re: Fragen zum 5er! von 525Rainer am 10. Juli 2003 20:52:54:
Übrigens: Ich tanke Super unverbleit, kein Super Plus u verwende auch nie einen Bleizusatz. Meiner wurde 1992 mit einem GAT Kat nachgerüstet.
kat autos darf man nicht mit bleizusatz fahren, oder? zerstört doch irgendwas..
ist eh giftig das zeug. ich glaub daran das es nichts bewirkt und spare mir das geld für den bevorstehenden motorschaden auf den ich nun schon ewigst warte 
grüsse rainer
Bleiersatz heißt das, und der kann "schadlos" bei KAT-Autos verwendet werden
Das bleihaltige Benzin ( wie früher angeboten ) darf man in KAT-Autos nicht fahren! Darum wurde bei der Tankstellenumrüstung bei den Bleifrei-Zapfsäulen auch die Zapfpistole mit kleinerem Durchmesser eingeführt, alle KAT-Autos bekamen einen Einfüllstutzen mit kleinerem Durchmesser, auch bei Nachrüstungen wurde das mitgeliefert. So sollte gewährleistet sein, dass es nicht zu Verwechslungen mit falschem Krafstoff kommt als noch beide Sorten parallel angeboten wurden.
Das Blei aus dem bleihaltigen Kraftstoffen würde sich über die Flächen im Katalysator legen und somit den chemischen Umwandlungs- (=Reinigungs-)Prozeß der Abgase verhindern ( also nicht mehr AU-tauglich ), KAT also unrettbar verloren. Die Oberfläche der feinen und feinsten Waben im KAT soll so groß sein wie ein Tennisfeld ( oder war es Fußball ?), las ich mal in einem Bericht.
Der Bleiersatz soll das Blei im Kraftstoff ersetzen, wobei das Blei zur Schmierung diente, hauptsächlich an den Ventilen, wo diese immer wieder auf den Motorblock einschlagen. Da die meisten moderneren Motore ( wegen USA und Schweden Export und dortiger KAT-Vorschrift ) damals bereits über Ventilsitzringe verfügten ( lassen sich bei Motorüberholung auch nachrüsten ), konnte hier bedenkenlos bleifrei getankt werden, also z.B. bei allen E28 ).
Für Fahrzeuge ohne Ventilsitzringe wurde dieser Bleiersatzstoff für Betrieb mit bleifreiem Kraftstoff entwickelt, er enthält jedoch kein Blei, kann also auch bei KAT-Nachrüstung verwendet werden, wäre aber wie bereits gesagt bei unseren E28 sinnlos. Wenn dieser so giftig wie Blei wäre, dann hätte er übrigens sicher keine Genehmigung bekommen ...
Wichtiger ist hier in diesem zusammehang aber die Wahl des richtigen Kraftstoffs, Normal, Super oder Super Plus, und das hängt u.a. mit der Verdichtung zusammen, hat nichts mit dem KAT, Bleiersatz oder sonst was zu tun.
Bleifrei Benzin gab es übrigens von Aral bereits in den 50er Jahren, es wurde damals viel Reklame damit gemacht und schadlos getankt. Erst mit den höheren Literleistungen unserer moderneren Fahrzeuge ab Ende der 60er brauchten Motore Bleizusätze, aber auch da nur hochbelastete Motore.
Die letzen 15 Jahre haben Erfahrungswerte hinsichtlich der Verwendung von unverbleitem Benzin in älteren Fahrzeugen gebracht. Danach sind keine Motorschäden bekannt geworden, die Bleiablagerungen an den Bauteilen halten je nach Einsatz der Fahrzeuge ohnehin mehrere 10.000 km. Aber auch nach höherern km-Leistungen traten bisher keine bekannten Schäden durch die Verwendung von bleifreien Kraftstoffen auf. Event. bei sehr hoch belasteten Motoren o h n e Ventilsitzringe könnte man die Verwendung des Bleiersatzes erwägen. Teilweise wurde sogar behauptet, der Bleiersatz greife Vergasermaterial usw. an, das wurde jedoch soweit ich weiß nie großartig untersucht oder nachgewiesen.