...es ist sicher interessant(ich habe das noch nicht gemacht!!) nach den Innenmaßen zu schauen.
Wenn man heute hinter manchem breiten Auto herfährt, sieht man, daß die Insassen so dicht beisammensitzen wie früher in Kleinwagen. Und daneben sind dann gleich die Seitenfenster. Und der Rest der Außenbreite wird verbraten, damit die 245er Reifen in die Kotflügel passen, sonst hat der Kasten keine Straßenlage......
In unseren Autos hat man Platz.....
gruß
thomas
Na da bin ich froh, dass ich nicht unter Wahrnehmungsstörungen leide. Meine Frau fährt einen E46 und schon dort geht das los mit der Enge.
Übrigens: Der Kniescheibenzertrümmerer ist wieder da. Was früher die herumgezogene Panoramascheibe war, ist heute das Armaturenbrett, das soweit in den Innenraum ragt, dass man die Beine zielsicher in den Fußraum fädeln muss. Dazu kommen dicke Schweller, Traversen unter den Sitzen, die den Fußraum der Hinterbänkler schmälern,...
Das mit der Breite stört nicht bloß, wenn die heimische Garage einst für einen Lloyd gebaut wurde, sondern in Parkhäusern und -lücken.
Es ist jedoch der Preis dafür, nach einem Anprall mit 64km/h unverletzt aussteigen zu können. Neben massivem Einsatz von festeren Stählen hilft es auch, den Sitzplatz von der Einschlagstelle abzurücken.
Im Querschnitt sind heutige Kfz rundlicher, um die beim Seitenaufprall wirkenden Kräfte besser weiterleiten zu können (vgl. die Stabilität einer Rundbogenbrücke).
Um 1990 herum machte die ams einen großen Crash Test mit E34, W124, (gut), Omega A, Scorpio, Volvo 740, Renault 25 (befriedigend), Honda Legend und Fiat Croma (schlecht). Gefahren wurde mitt 55 km/h und halbseitiger Überdeckung. Heute wird mit 64km/h und 40% Überdeckung getestet. Da Geschwindigkeit exponentiell Einfluss auf die kinetische Energie hat, muss heute deutlich mehr Bewegungsenergie in Verformung umgewandelt werden. Da nur mit 40% Überdeckung gefahren wird, lohnt sich auch hier Breite: 40% von einer größeren Fahrzeugfront sind eine größere Fläche, die nutzbar ist.
Insofern: nur aus Designerlaune oder gar der Absicht, die Autos schlechter zu machen kommt die Beengtheit nicht.