Kupplungstausch, Erfahrung (Allgemein)
Also, gestern Nachmittag hatte ich mir vorgenommen, die Kupplung an meinem M535i zu wechseln, Kupplungspedal ging sehr schwer, manchmal pumpte das Kupplungspedal sowie wenn ABS regulieren würde, hatte starke Vibrationen im Pedal, diese Vibrationen wurden sehr stark durch die Übertotpunktfeder verstärkt. Wurde das Pedal 10mm gedrückt gehalten während der Fahrt waren die Geräusche und Vibrationen der Totpunktfeder weg.
Desweitern wollte ich den KW Simmering des Motors tauschen, da ich unten an der Halbschale etwas Motoröl hatte.
Also lagen folgende Teile bereit:
kompletter Kupplungssatz von Sachs, Sportkupplung mit organischen Belag, glaub ich bis 400 NM, neues Vollmetalldrucklager von LUK.
KW Simmering
der Pilz
Ausrückhebel mit Haltefeder
Schwungrad vom M5 E28 frisch gewuchtet und neue originale Dehnschrauben mit der Dichtpaste drauf
neues Pilotlager
dazu alles Schrauben, Scheiben,.... in neu
Auspuff, Kardan, alles ab sowie Getriebhauptteil ging super.
Dann fast der Gau, die eingebaute Kupplung war fast völlig im Arsch, wurde komplett ohne Molykote oder ähnliches eingebaut.
Die Haltefeder des Ausrückhebels war gebrochen und lag verklemmt in der Druckplatte. Der Pilz war völlig hinüber, es fehlte die Hälfte, er war trocken. Da der Pilz fast ncit mehr da war, schliff der Hebel an der Glocke, sah nicht schön aus, Hebel war auch verformt.
Drucklager war um 90° rum falsch montiert(dazu ohne Longterm 2) hatte sich festgefressen im Hebel, Hebel also auch in der Mitte fast durchgeschliffen.
Schwungrad blockiert und Schwungrad ab, dann kam schon das Öl, wieso ? Weil jemand, wahrscheinlich ein Vorbesitzer, mal den KW Simmering gewechselt hatte, der ist top in Schuss, trocken, super. Jedoch wurden wurden die 8 Bolzen trocken wieder eingebaut, d.h. ohne Dichtmittel
, daher der leichte Ölverlust.
Altes Pilotlager raus und neues rein, ging nicht zu schwer, dann M5 Schwung drauf und alles nach Vorschrift montiert, dann die Kupplung, habe viermal gecheckt ob Getriebeseite des Mitnehmers auch wirklich zum Getriebe hinguckt, dann zentriert mit alter Getriebeeinlasswelle,Druckplatte drauf und über Kreuz die 6 Innensechskantbolzen mit 22-24 Nm fest.
Neuer Pilz in die Glocke, bissel Molykote drauf, der Hebel, die Feder, auch mit ein wenig Schmiere, Kontaktstellen des Drucklagers molykotiert und alles mit der Glocke angeflanscht. Ausrückhebel mit Lager zentriert und Nehmerzylinder montiert.Perfekt.
Dann habe ich die Nut im Drucklager auch mit Longterm gefüllt und as Getriebe montiert, zuerst mit nur drei Schrauben, da der Nehmer ja noch im Weg stand, dann den Nehmer ab, Drucklager wird jetzt von Eingangswelle des Getriebs gehalten und letzte Mutter drauf.
Dann alles wieder zusammengebaut und Auto von der Bühne.
Motorstart, klappt, B- und D-Geber alles nicht vertauscht.
Ein Aber gibt's auch noch, es scheint als wäre Luft in der Hydraulik, jedoch konnte problemlos die 55 km bis nach Hause fahren.
Also den leichten Schwung bemerkt man ganz leicht, sind aber auch nur 2.5 kg.
Kupplung tritt sich wieder seeeehhrrrrr angenehm, keine Vibrationen mehr, keine Geräusche, nix, Schalthebel scheint mir auch nicht mehr so nervös zu zittern wie vorher. Im Grunde hat sich die OP gelohnt.
Werde am WE mal entlüften und schauen ob es sich besser schalten lässt.
Werde auch nochmal die Bilder der defekten Teile hier einstellen, hatte gestern absolut kein Bock mehr Bilder zu machen.
gruss
roland
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