So wie Gregor das beschreibt ist das völlig korrekt und funzt sehr gut. Ich hab meistens dazu eine "dritte Hand" benötigt, kann man aber auch alleine machen...
Es gibt sogar "Reparaturschaftdichtungen", die werden nur über die Alten gesteckt, man muss diese nicht mal mehr entfernen. (was immer das Risiko birgt, die Ventilführung zu beschädigen...)
Ansonsten hab ich den Tausch der Schaftdichtungen auch gleich immer im Zuge einer Kopfrevision gemacht.
Der Austausch der Schaftdichtungen mit oben genannter Methode ist nämlich nur dann sinnvoll, wenn die alten Dichtungen wegen Überalterung hart und rissig geworden sind. Sind die Ventilschaftdichtungen aufgrund verschlissener Ventilführungen schadhaft, ist der Austausch nur Kosmetik. Die neuen Dichtungen geben dann innerhalb kürzester Zeit wieder den Geist auf.
Das ist der Grund, warum diese Reparaturmethode einen etwas zweifelhaften Ruf geniest. Oft von Hinterhofwerkstätten und zwielichtigen Gebrauchtwagenhändlern genutzt, um verbrauchten Motoren kurzfristig das Bläuen abzugewöhnen...
Verschlissene Ventilführungen kann man nur bei demontiertem Kopf vermessen...und das kostet.
Gruß Eric