Die Euro 2 Aktion E12 und E28 IG für den Eta   |   Online-ETK   |   Online-ETK (modern)
Bild des Tages

@Simon500 Lackierung-Amateurlösung (Allgemein)

Günter, Friday, 11.01.2013, 18:19 (vor 5012 Tagen)

Hallo!
Ich komm nochmals auf Dein Vorhaben zurück,weil ich so etwas selbst momentan in die Tat umsetze.
Vorraussetzng ist aber,daß Du alle Teile bis auf Dach/Kofferraumseiten abbaust und einzeln lackierst. Du must allerdings damit leben,daß Du bei jedem Teil einen kleinen Farbunterschied (Helligkeit) hast.
Ich selbst lackiere Lapisblau...das ist ein äusserst dunkles Blau und dort sieht man die Unterschiede natürlich deutlicher,als bei dem relativ hellen Bronzitmetallic.
Momentan hab ich Frontschürze/Kotflügel und Motorhaube in selbstgebauter Lackierkabine mit Zu/Abluft(Kosten max 100E) lackiert. Ich würde sagen,daß sich der Gesamteindruck von einer hochwertigen Profilackierung nicht unterscheidet.
Ich hatte vorher keine Erfahrung im Lackieren mit Pistole..nur Sprüdose.
Ich lackiere allerdings mit gefährlichen 2K-Lack/Hochdruckpistole nach uralter Manier,weil es deutlich einfacher ist als Niederdruck eventuell noch gekoppelt mit Wasserbasislack....sagen die Fachleute.
An Werkzeuginvestition solltest Du mit ca 1000E rechnen...es sei denn,Du hast einen wirklich kräftigen Kompressor und eine excellente Hochdruckpistole,die auch ohne große Routine ein brauchbares Ergebniss liefern.

Aber diese Info nur,wenn es Dir darum geht,deinen persönlichen Ehrgeiz zu befriedigen.
Effektiver ist auf jeden Fall die "Schwarz"-Lackierung...wenn auch nicht garantiert besser

Wenn Du wissen willst,wie ich es im Detail mache....einfach rückfragen.

Gruß Günter

Avatar

@Simon500 Lackierung-Amateurlösung

spike, Norddeutschland, Saturday, 12.01.2013, 19:24 (vor 5011 Tagen) @ Günter

....normalerweise muß es umgekehrt sein: wenn bei lapisblau große Farbunterschiede auftreten, hast Du irgendwo einen Fehler gemacht. Die Farb-/Helligkeitsunterschiede sind bei hellen und speziell bei Silber-/Goldtönen extremer.
gruß
thomas

@Simon500 Lackierung-Amateurlösung

Simon500, Buchloe (OAL), Saturday, 12.01.2013, 22:06 (vor 5011 Tagen) @ Günter

Servus!
Danke Günter für deine Tipps, diese werde ich natürlich befolgen!
Die meisten Sachen habe ich schon (Lackierpistole -> kein Billigzeug, starken Kompressor, eine selbstgebaute Lackierkabine -> aber wie mache ich das mit be- und entlüftung?
Auto habe ich schon teilzerlegt, das heißt Motorhaube, Heckklappe, alle Türen und Scheiben sind abgebaut und angefangen zu schleifen habe ich auch schon. Demnächst werde ich mit einem guten Spezl, der Lackierer ist (aber nichts nebenzu tun darf), ein paar Stellen spachteln und den BMW soweit zur Lackierung vorbereiten. Aber da es bei mir grad brutal kalt draussen ist und ich mit heizen nicht auf eine vernünftige Temperatur komme muss ich noch warten oder mir was einfallen lassen, bezüglich der Beheizung...
Naja ich werde dann bald weiter berichten ;-)
Danke im voraus
gruß
Simon

@Simon500 Lackierung-Amateurlösung

Günter, Sunday, 13.01.2013, 17:17 (vor 5010 Tagen) @ Simon500

Be/Entlüftung...

Meine "Lackierkabine" besteht aus einem Holzrahmen mit drübergehängter PCV-Folie.Sie hängt im Abstand von ca 50cm an der Decke. Oben drauf befindet siche eine gebrauchte Küchendunstabzugshaube (Kaminform mit Metallfiltern), Leistung der Haube ca 800 L/Min,Abluft über 125er PVC-Schauch für Wäschetrockner ect. Der Schlauch führt nach draussen.
Lebenswichtig ist dabei,daß der Lüftermotor KOLLEKTORLOS ist,da sonst Explosionsgefahr für den Lackiernebel besteht!!! Ebenso ist die Lichtanlage der Haube abgeklemmt.
Das ist die Abluft.
In die "PVC-Wände" ist auf 2 gegenüberliegenden Seiten je eine Öffnung 50x50 geschnitten und ein Stück Filterfliess (Abzugshaube) 60x60 mit Tape aufgeklebt.
Das wäre die Zuluft.

Falls Du ebenfalls eine Folie für die Kabine verwendest,solltest Du auf halber Höhe der Wände einen kleinen Rahmen z.B. aus Bambusstäben machen,der verhindert,daß sich beim Absaugen durch die Haube die Folie der "Kabine nach innen zieht..ist mehr als nur störend beim Lackieren.
Vortewil der Folie ist auch,daß Du die Beleuchtung ausserhalb der Kabine hast und nicht auf explosionsgeschützte Leuchten achten mußt

Der abgesaugte Lackiernebel fängt sich gröstenteils in den Metallfiltern der Haube und kann einen Tag später einfach abgebürstet werden,filter eifach weiter verwenden.

Weitere Details: Ich habe an der Lackierpistole ein Druckmanometer sowie einen Wasser/Ölfilter vorgeschaltet. Zusätzlich ein Kugelgelenk zu besseren Führung,da der Druckschlauch ja recht steif ist. Druckmanometer wegen des Druckabfalls bedingt durch die Länge der Druckleitung..Filter um Verunreinigungen der Kompressorluft zu stoppen.

Zum Lackmischen benutzte ich fertige Messbecher sowie einen Viskositätsmessbecher,um die Viskosität der Mischung zu überprüfen/korrigieren.

Wie schon gesagt,solltest Du aus Sicherheitsgründen eine Vollmaske verwenden.

Wenn Du die ganze Mimik in einem beheizbaren Kellerraum aufstellen könntest,hättest Du weniger Probleme mit der notwendigen Temperatur in den Wintermonaten.

Bei meiner Anordnung kannst Du mit unwesentlich Lackiernebel,der Dir die Sicht behindert,lackieren. Nebel auf den lackierten Teilen vist nicht feststellbar

Gruß Günter

@Simon500 Temperatur/Viskosität

Günter, Monday, 14.01.2013, 12:47 (vor 5010 Tagen) @ Günter

Hallo

Du mußt ja auch keine 20Grad beim Lackieren haben. Die Hersteller geben nur die erforderliche Lackviskosität in Bezug auf 20 Grad an.

Wenn Du also nur 15 Grad hast,muß Deine Lackmischung so beschaffen sein,daß bei angegebener Abtropfzeit eben die angegebene Menge Lack durch den Viskositätsmessbecher durchtropft. Zu wenig...etwas Verdünnung bei, zuviel...etwas Lack bei bis es passt.
Die Hersteller geben auch an,in welchem Temperaturbereich der Lack maximal anwendbar ist.
ES ist ja auch nicht so,daß deine vorschriftsmässig angerührte Lackmischung bei 20 Grad wirklich die erforderliche Viskosität hat....kommt immer drauf an,wie lange der Lack schon in der Dose steht..ect.

Gruß Günter

Avatar

@Simon500 Temperatur/Viskosität

spike, Norddeutschland, Tuesday, 15.01.2013, 15:56 (vor 5009 Tagen) @ Günter

....unter 15° sollte man nicht lackieren, ein Anfänger schon garnicht!!
Und das Wichtigste: das Objekt sollte die 15° haben!! Also nicht erst 30min vorher die Heizung anmachen. Lack anwärmen, nicht "kochen", das ging nur mit KH-Lack.....
Lack auf eiskaltem Untergrund ist Murks!! Wenn man Glück hat härtet der nie durch. Daher auch die Temperatur min. 12Std. halten!!
Ansonsten auf den Sommer warten!!
Ein weiches Auto wieder "entlacken" ist eine Sch...arbeit!!!!
gruß
thomas

RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum