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Suche Gebläsemotor für Heizung (Markt: Biete und Suche)

kdub.eu ⌂, Tuesday, 26.02.2013, 17:13 (vor 4776 Tagen)

Hallo,

Mein Eta hat heute Mängelfrei TÜV bekommen!!!
Allerdings musste ich dann feststellen dass der Gebläsemotor der Heizung defekt ist. Hat jemand von euch noch einen rumliegen??

Danke schon mal

Mike

--
Exklusive Sattlerarbeiten - handmade in Bayern


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Suche Gebläsemotor für Heizung

derarmin, Tuesday, 26.02.2013, 18:01 (vor 4776 Tagen) @ kdub.eu

Tue dir selbst n Gefallen und verbaue nen neuen.
Die Dinger fallen immer wieder mal aus und machen Geräusche, halte da nix von alt da billiger.

Kriegt man neu...

kiefer, 66386 St. Ingbert/öfters auch Westerwald, Tuesday, 26.02.2013, 20:43 (vor 4775 Tagen) @ Benson

Hi

Tipp: Bei Bosch anhand der alten Teilenummer auf dem defekten Motor kaufen und die alten Walzen montieren (bei Bosch gibts den nur ohne...), und auf deren Lage zueinander achten, da gewuchtet... Hat mich vor ca. 5 oder 6 Jahren etwa 100,- gekostet.

Wenn man den bei BMW kauft, sind die Walzen dran und sind bereits gewuchtet.
Nur aufpassen, dass diese Klammern nicht ebgehen (passiert recht leicht).

Hier die aktuellen Preise, aufgeteilt in Behr / Sofica:

64111354618 Gebläse (BEHR)
[ Details ] 64111354618 Gebläse
Teilegruppe C Gewicht 0.98 kg
250,77 EUR
(inkl. 19% MwSt.)


64111386369 Gebläse (SOFICA)
[ Details ] 64111386369 Gebläse
Teilegruppe C Gewicht 0.92 kg
191,10 EUR
(inkl. 19% MwSt.)


Gruß
Stefan

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Kriegt man neu...

mawaru, Graz, Tuesday, 26.02.2013, 22:01 (vor 4775 Tagen) @ kiefer

Frage beinahe offtopic, aber hat nicht wer im forum mal versucht die lager des gebläses auf eine haltbarere lösung umzubauen?
Weil meins quietscht erbärmlich, allerdings nur ohne klima...

Grüse, mario

--
Aktuell:
03/1987er BMW E28 525e
11/1986er BMW E30 325iA cabrio
03/1994er BMW e34 540iA touring
Alltag:
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Kriegt man neu...

Ralf518, Tuesday, 26.02.2013, 22:37 (vor 4775 Tagen) @ mawaru

Hallo Mario,

ich arbeite im Augenblick gerade daran und bin gerade drüber einen Abzieher
für die Hamsterräder zu bauen. Ich bekomme den Abzieher hoffentlich bis zum
Wochenende fertig. Bei meinem E23 wird jetzt schon der 4 Gebläsemotor fällig.
Die E23 Gebläsemotoren gehen komischerweise immer kaputt, machen aber nie
Geräusche. Die Kollektoren sehen auch immer übel aus. Die E28 Gebläsemotoren
gehen eigentlich nie kaputt, machen aber Geräusche. Ich wollte versuchen die
Motoren zu überholen, also neue Lager und neue Kohlen einzubauen. Bei meinem
E28 hoffe ich die Transistorendstufe für das Gebläse zu entlasten, welche
gerade hochgegangen ist, indem ich auf Kugellager umzurüste. Ich habe mich
schon ein wenig eingelesen, der Umbau ist nicht unumstritten. Ich will den
Kugellagerumbau jetzt mal selbst ausprobieren, vom lesen alleine wird man
nicht schlauer. Manche sind begeistert (Luftmenge, geringere Stromaufnahme)
andere sagen völlig unbrauchbar (Laufgeräusche).

Viele Grüße
Ralf

Frage beinahe offtopic, aber hat nicht wer im forum mal versucht die lager des gebläses auf eine haltbarere lösung umzubauen?
Weil meins quietscht erbärmlich, allerdings nur ohne klima...

Grüse, mario

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Ich bin gespannt...

Benson, Tuesday, 26.02.2013, 23:24 (vor 4775 Tagen) @ Ralf518

Und schaue mir das dann gerne mal live an. ;)

--
BMW E28 525eA, 06/87, 95kw/129PS, 248.000km - im Besitz von 2008-2013
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Kriegt man neu...

kiefer, 66386 St. Ingbert/öfters auch Westerwald, Wednesday, 27.02.2013, 06:09 (vor 4775 Tagen) @ Ralf518

Hallo,

doch, die Gebläsemotoren verrecken teilweise imposant im e28... Bei mir hats ordentlich gequalmt, und ich dachte, das Auto fackelt ab... Der Innenraum war voller Rauch und Qualm.
Inwiefern baust Du einen Abzieher für die Walzen? Die gehen doch auch so recht gut runter. Nimm ein Stück Holz, halte es an die Stelle, wo die Walze auf der Welle steckt, und klöppel das Ganze vorsichtig mit nem Hammer nach außen von der Welle runter. Klappt prima und beschädigungsfrei.

Gruß
Stefan

Kriegt man neu...

Ralf518, Wednesday, 27.02.2013, 08:31 (vor 4775 Tagen) @ kiefer

Hallo Stefan,

ja, das haben mir schon viele gesagt wie einfach das geht. Die
4 Walzen die ich bisher versucht habe so abzuziehen, sind alle
zersprungen wie aus 2m heruntergefallene Porzellantassen. Ich
habe zwar viele Lüfter, aber so will ich sie nun doch nicht
verheizen. Entweder bin ich zu blöd dazu oder die sitzen
verschieden hart auf den Wellen. Gibt ja Behr,Sofica, weiße
Walzen, rosane Walzen, schwarze Walzen aus Metall mit Maden-
schraube zur Sicherung auf der Welle usw. Mit Sicherheit
spielt auch das Alter des Kunstoffs eine Rolle und wie stark
die Welle korrodiert ist. Oder ich hatte Pech und jemand hatte
die Walzen schon mal runter und hat die mit Kleber gesichert?
Bei mir jedenfalls waren die Dinger wie aufgeschweisst.

Viele Grüße
Ralf

Kriegt man neu...

kiefer, 66386 St. Ingbert/öfters auch Westerwald, Wednesday, 27.02.2013, 23:01 (vor 4774 Tagen) @ Ralf518

Hallo Ralf,
von wo aus setzt Du denn die Kraft an, um die Walzen abzuziehen?
Du darfst sie halt nicht an den Schaufeln bzw an ihrem äußeren Radius anfassen, um sie abzuziehen, sondern in dem Bereich direkt an der Welle. Sonst bricht das olle Plastikgeraffels weg.
Gruß,
Stefan

Kriegt man neu...

Ralf518, Thursday, 28.02.2013, 14:27 (vor 4774 Tagen) @ kiefer

Hallo Stefan,

ich setze schon direkt bei der Achse an. Ich habe aber kein Holz,
sondern was aus Metall benutzt. Die Dinger haben sich aber nicht
gerührt. Ich habe dann mit dem Hammer immer mehr Gas gegeben,
bis alles in Trümmern lag.

Naja, der Abzieher wird es hoffentlich richten.

Viele Grüße
Ralf

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Tuesday, 19.03.2013, 23:33 (vor 4754 Tagen) @ Ralf518

Hallo,

Abzieher ist fertig, geht fantastisch. Ist wie gesagt auf E23 konstruiert, ein Abzieher
für den E28-Lüfter müßte aber ähnlich aussehen. Vielleicht passt er sogar, muß ich noch
ausprobieren.
Zur Anregung, falls jemand auch so was bauen möchte:

[image]

[image]


Viele Grüße
Ralf

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Sunday, 24.03.2013, 15:00 (vor 4750 Tagen) @ Ralf518

Hallo,

die Hamsterräder sind ab und sind dabei zum ersten mal nicht zersprungen. Wobei,
hier wäre es egal gewesen, den Motor hatte schon mal jemand auf (scheinbar zum
Kohlenwechseln) und die Hamsterräder waren bereits kaputt. Der Motor lief
vermutlich noch, ich habe ihn allerdings nicht ausprobiert. Das war vermutlich
ein Fehler, hätte ich vor dem zerlegen eigentlich machen sollen. Beim drehen von
Hand machte der Motor ein oder zwei Umdrehungen und stoppte dann sofort mit einem
Ruck. Die Lager waren also noch nicht fest, aber besonders leichtgängig waren sie
auch nicht. Die Lagerschilder vom Motor habe ich abgenommen (eine Seite war schon
mal ab und nicht mehr mit den Schwalbenschwanzverbindungen befestigt, sondern
verschweisst) und den Motor zerlegt.

Die Gleitlager sind "bierfaßförmig" und sitzen beidseitig in einer Art Pfanne, so
daß sie taumeln können um Fluchtungsfehler auszugleichen. Die recht großen Gleit-
lager hat schon mal jemand als Kugellager nachgebaut, diese Lager waren aber recht
teuer und sind im Augenblick glaube auch nicht zu bekommen. Die Motorwelle hat 8mm,
dafür gibt es Modellbaukugellager mit aussen 12mm. Auf den ersten Blick sah es so
aus, als wenn in dem "Bierfaß" ein Bronzelager eingepresst wäre. Das wollte ich
zuerst auspressen und die Modellbaulager in das Bierfaß hineinpressen. Man hätte
dann den Motor optisch Original wieder zusammenbauen können. Das ist aber eine
optische Täuschung, das Lager ist tatsächlich ein Teil. Grundsätzlich wäre es aber
schon eine Lösung die man ausprobieren könnte, wenn man geeignetes Werkzeug, eine
kleine Drehbank und die nötigen feinmotorischen Fähigkeiten für die filigranen Teile
hat und man das nötige Vertrauen in die winzigen Kugellager aufbringt.

Im ersten Versuch gehe ich aber etwas anders vor. Ich werde auf die Lagerschilde
große 608er Standardnormlager montieren. Die haben innen ein passendes 8mm Loch
für die Motorwelle und haben einen Außendurchmesser von 22mm. Platz ist da genug.

Aussehen tut das vordere Schild so (wie bereits gesagt E23):

[image]

Man sieht auch das 608er Lager und ein passendes Lagergehäuse aus der Bucht, was
aussen auf das Motorlagerschild soll. Als nächstes habe ich die 3 Befestigungs-
löcher für das Lagergehäuse in das Motorlagerschild gebohrt. Dazu habe ich das
Lagergehäuse auf den "Lagerschnuzzel" des Schildes geschraubt, wodurch es sich von
selbst zentriert hat:

[image]

Mit einem 2,5er Bohrer habe ich vorgebohrt, mit 3,2mm für die M3-Schraube endge-
bohrt. Innen auf dem Lagerschild gibt es auch einen solchen "Schnuzzel":

[image]

Den wollte ich erhalten, da er insbesondere auf der Kollektorseite das Lager etwas
vor dem Kohlenabrieb schützt. Auf meinem Bild sieht man zwar noch ein beidseitig
gummigedichtetes Lager, aber ich werde versuchsweise erst mal ein nicht so gut, nur
mit 2 Metallscheiben gedichtetes Keramikhybridlager verbauen. Ich erhoffe mir, daß
das leichter und leiser läuft und länger hält.

Es muß in zwei Schritten gebohrt werden. Erst nur durch das vordere Lagerschild.
In der Lagerpfanne ist ein Federstahl, der das Lager fixiert. Dieser verhindert,
das man mit dem Bohrer durchkommt. Man muß deshalb den vorderen "Schnuzzel" ab-
schneiden (er ist dem Kugellager eh im Weg und muß weg) und die Lagerpfanne leer-
räumen:

[image]

Dann kann man komplett durchbohren. Nach dem zurechtschleifen sollte es so aus-
sehen:

[image]

Es ist der hintere, bereits fertig bearbeitete und neu eingeschweisste Lagerschild,
da ich vom Vorderen noch kein Bild gemacht habe. Er sieht aber ähnlich aus. Denn
inneren, stehengebliebenen Schnuzzel muß man im Bereich der drei Bohrungen etwas
freiräumen, damit man die Muttern unterbringen kann. Die Lagerflucht will ich noch
durch nachbiegen des Lagerschildes einstellen.

Ende Teil I

Viele Grüße
Ralf

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Friday, 29.03.2013, 16:20 (vor 4745 Tagen) @ Ralf518

Teil II:

Das vordere Lagerschild (Kollektorseite) soll abnehmbar werden, um bei Nichtgefallen andere
Kugellager testen, bzw. den Motor nach den nächsten 100.000km leichter warten oder instand-
setzen zu können. Neben dem Kohlenhalter ist etwas Platz um Stirnseitig vier Schraubengewinde
einschweissen zu können. Nun kann das Lagerschild leicht mit vier Muttern entfernt oder
angeschraubt werden. Das sieht jetzt so aus:

[image]

Das Lagerschild selbst habe ich auch schon entsprechend bearbeitet. Die Schrauben liegen
aufgrund des Kohlenhalters ziemlich weit aussen und die vier Befestigungsmuttern passen
aufgrund einer umlaufenden Sicke am äußeren Rand des Lagerschildes nicht gut. Ich habe auf
die vier Befestigungsbohrungen im Lagerschild jeweils eine Unterlegscheibe geschweisst, so
das die Muttern nun sauber halten. Technisch passt alles super, das Lagerschild sieht
allerdings durch die Bastelei und die vielen Schweisspunkte so furchtbar und stümperhaft
aus, das ich es hier nicht zeigen kann. Ich muß das erst optisch aufbereiten. Es wäre
schlauer gewesen einen großen Blechring im Durchmesser des Motors mit sauberen Befestigungs-
bohrungen anzufertigen und den auf das Lagerschild zu legen, das hätte besser ausgesehen.

Das Motorgehäuse ist hier optisch schon etwas aufbereitet. Durch das Alter und die Flex-
und Schweissarbeiten (ja, ich weiß, man sollte Zink eigentlich nicht ungeschützt schweissen)
war die Verzinkung des Blechmotorgehäuses unansehlich geworden bzw. teilweise zerstört. Ich
habe das Gehäuse deshalb komplett entzinkt und anschliessend vernickelt. Nun schaut das
Motorgehäuse so aus:

[image]

Ich hoffe der Nickel genügt als Korrossionsschutz. Vielleicht mach ich noch eine Schicht
Zapponlack darüber. Wenn das nicht taugt, wird das Gehäuse halt beim nächsten mal ganz
klassisch lackiert.

Nun beginnt langsam der Zusammenbau. Die Kohlen will ich noch ersetzen und an den Kollektor
muß ich noch mit Läppleinen ran:

[image]

Auf dem Bild sieht man bereits die Keramikkugellager mit "weißen" Kugeln. Als Erstes kommen
nun die bei der Demontage markierten Magnete wieder in ihre richtige Einbaupostion.

Ende Teil II

Viele Grüße
Ralf

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Monday, 01.04.2013, 19:03 (vor 4742 Tagen) @ Ralf518

Teil III:

Hier sieht man das einlöten der neuen Kohlen mit einem Spezialwerkzeug, einer speziellen
"Wärmeableitzange" für Kupferlitzen:

[image]

Damit kann man die Litze beim löten auch prima festhalten:

[image]

Hier sieht man die alten und neuen Kohlen nebeneinander. Die alte Kohle war noch nicht am
Ende und hätte noch ein paar Kilometer gehalten. Ich vermute die verbauten Kohlen
waren ein Alternativprodukt. Die Platine ist etwas nachbearbeitet, damit die weiter vorne
eingeschweissten Stehbolzen für das Lagerschild Platz finden:

[image]

Hier alles fertig verlötet:

[image]

Die Federn sind recht stramm. Ich weiß nicht ob das so sein muß? Vielleicht versuche ich
die Federkraft beim nächsten Motor mal etwas zu reduzieren. Vielleicht hat der Kollektor
dann weniger Verschleiß und die Stromaufnahme sinkt, da weniger Reibung.

Viele Grüße
Ralf

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Monday, 01.04.2013, 20:46 (vor 4742 Tagen) @ Ralf518

Teil IV:

Hier ein Bild des kollektorseitigen Motorlagerschildes. Ich habe es schwarz lackiert,
so sieht die Brutzelei nicht mehr so schlimm aus. Das Kugellager ist auch schon drann:

[image]

Das ist die Rückseite. Die Muttern sind mit Sekundenkleber gesichert:

[image]

Das "hintere" Lagerschild:

[image]

Das Motorgehäuse habe ich zusätzlich mit Zapponlack versiegelt:

[image]

Hier das hintere Lagerschild von innen, die Magnete sind wieder montiert:

[image]

Das vordere Lagerschild hätte man elegant auf einer Drehbank in einem Stück ohne
schweißen bauen können. Leider dürfte das kaum möglich sein, weil die beiden
Gehäuseteile stark miteinander verzahnt sind und sich so zentrieren. Das kann man
so wohl kaum nachfertigen:

[image]

Hier sind all Teile zusammengesteckt:

[image]

[image]

Da das Lagerschild abnehmbar ist, kann man relativ bequem das Axialspiel einstellen.
Die Schrauben sind alle aus Edelstahl und passen farblich gut zum vernickelten Motor-
gehäuse. In Edelstahlschrauben ist ja auch ein großer Nickelanteil:

[image]

Ich habe nach Gefühl etwas Spiel gelassen, für den Fall daß sich die Motorwelle im
Betrieb aufgrund der Erwärmung ausdehnt.

Den Motor habe ich an ein regelbares Netzteil angeschlossen. Er läuft relativ unauffällig,
die Geräuschentwicklung dürfte akzeptabel sein. Die Welle läst sich sauber per Hand drehen,
ganz leicht läuft der Motor aber nicht. Ursache dürften die harten Federn der Kohlen sein.
Ich denke der Umbau hat ein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht. Leider hat die Motor-
welle beidseitig einen ganz leichten Schlag, so das der Motor leicht vibriert. Der Schlag
war aber mit Sicherheit bereits vor meinem Umbau vorhanden. Wie sich das im echten Betrieb
auswirkt, muß ich noch ausprobieren. Die alten Hamsterräder waren ja bereits leicht defekt,
so das ich den Motor erst richtig mit den Lüfterwalzen von meinem eingebauten Lüftermotor
testen kann. Da es gerade wieder schneit und es eisig kalt ist, wird das aber wohl noch
ein paar Tage dauern.

Der Motor (ohne Last, da keine Hamsterräder) zeigt eine etwas merkwürdige Strom-
aufnahme. Er braucht immer etwa 2 Ampere (ungenaue Messung mit einem uralten
Analoginstrument), egal wie man die Drehzahl mit der Spannung einstellt. Nimmt man
auch nur etwas Strom weg (Strombegrenzung am Netzteil einstellbar), wird der Motor
immer langsamer und bleibt schliesslich stehen. Das hätte ich irgendie so nicht er-
wartet.

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Monday, 01.04.2013, 21:07 (vor 4742 Tagen) @ Ralf518

Teil V und Fazit:

-Elegant wäre es natürlich, wenn man die Kugellager in größe der originalen Gleitlager
nachbauen könnte, dann kann man optisch original bleiben. Das von mir verwendete große
Kugellager hätte möglicherweise auf einer Seite unaffällig im Motor Platz gefunden,
kollektorseitig dürfte aber nicht genug Platz sein. Ist natürlich die Frage, ob die
winzigen Modellbaulager ähnliche Laufzeiten wie die großen Normlager haben.

-Die Motorwelle sollte man !vorher! auf Schlag prüfen.

-Noch ausstehend ist, ob die Hamsterräder gewuchtet werden müßen und wie das geschehen
soll

-Man müßte noch etwas mit der Federhärte der Kohlen spielen.

-Das Axialspiel der Welle muß beobachtet werden.

Nach einem Praxistest werde ich noch mal über das Ergebnis berichten. Mein erster
Eindruck ist aber, daß der Motor ganz ordentlich läuft.

Viele Grüße
Ralf

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Saturday, 13.04.2013, 23:52 (vor 4729 Tagen) @ Ralf518

Hallo,

ich habe den defekten Gebläsemotor heute ausgebaut. Ich hatte den
Motor vor ein paar Jahren neu bei BMW gekauft und ziemlich genau
100.000km draufgefahren. Bedingt durch die Klimautomatik läuft das
Gebläse relativ viel. Von außen sieht der Motor noch ganz ordent-
lich aus. Durch klopfen konnte man allerdings riesige Mengen Kohlen-
abrieb aus dem Motorinneren befördern. Die Kohlen waren komplett in
Pulverform übergegangen- Ausfallgrund waren also abgenutzte Kohlen.
Dadurch konnte man den Motor rein gegen den Widerstand der Lager
durchdrehen. Der Motor lief butterweich und geräuschfrei in den
Lagern. Bei meinen E28 werden sie wie gesagt immer schwergängig und
fiepen, obwohl sie annähernd gleich konstruktiert sind.

Ich wollte ursprünglich den Anker mit den gewuchteten Hamsterrädern
in mein überholtes und mit Kugellagern versehenes Gehäuse bauen,
weil die Ankerwelle meines überarbeiteten Motors einen Schlag hatte
und der Kommutator schon ziemlich übel aussah. Ausserdem waren ja
die Hamsterräder meines überholten Motors kaputt. Leider war der
vermeintlich neuere Kommutator meines Motors in einem noch katastro-
phaleren Zustand wie der meines übeholten Motors. Auf dem folgenden
Foto sieht man vorne den unbearbeiteten Anker aus meinem E23 und
hinten den grob mit einer Feile und Schmirgelpapier bearbeiteten
Kommutator des übeholten Motors:

[image]

Hier sieht man den Kommutator noch mal aus der Nähe:

[image]

Alle bisher von mir zerlegten E23 Lüftermotoren sahen am Polwender so
ähnlich aus. Vermutlich ist das Problem Funkenerosion durch den
Lichtbogen an den runtergelutschten Kohlen. Möglicherweise wäre der
Anker zu retten gewesen, wenn man die Kohlen frühzeitig gewechselt
hätte, aber man macht das halt immer erst, wenn der Motor nicht
mehr läuft.

Vom Kommutator des überarbeiteten Motors mußte ich auch extrem viel
abnehmen, aber es blieb noch ein kleines bischen Material. So sieht
der mit einer Feile bearbeitete Kommutator des bislang unbearbeiteten
Motors aus:

[image]

Hier ist klar, daß da nichts mehr zu holen ist, die Furchen gehen
runter bis aufs Isolationsmaterial. Beim E28 sieht der Kommutator
meißt besser aus. Vielleicht haben die E28 anderes Kohlenmaterial
oder die andere Kohlenandrückmechanik stoppt den Motor schneller bei
erreichen der Verschleissgrenze der Kohlen. Ich denke aber auch, daß
die schlechten, heulenden Lager dazu beitragen, den Motor vor der
völligen Zerstörung zu schützen. Bedingt durch das jämmerliche Lager-
heulen baut man den Motor schon auseinander, bevor die Kohlen runter
sind und der Kommutator dadurch zerstört wurde.

Der Rat lautet also die Kohlen präventiv zu wechseln, dann spart man
viel Geld. Mir ist aber klar bewußt, daß das Niemand machen wird.
Mal sehen, vielleicht kann ich Kohlen mit einer "Stopautomatik"
besorgen. In die ist eine Feder mit einem Kunstoffteil eingearbeitet,
welches herausschiesst, wenn die Verschleissgrenze der Kohle erreicht
ist. Das drückt dann die Kohle vom Kommutator weg und stoppt den
Motor, bevor es zu Schäden kommt. Mal sehen, ob es Sowas in dieser
Größe gibt.

Ich habe nun erst mal mein überholtes Gehäuse mit dem ursprünglichen,
schlagenden Anker und dem nicht ganz so schlimmen Kommutator verbaut.
Darauf habe ich dann meine guten Hamsterräder gesteckt, wodurch die
Wuchtung natürlich nicht mehr stimmt. Insgesammt läuft der Motor
aber ganz akzeptabel. Insbesondere bei niedrigen Drehzahlen gibt der
Motor ein Sirren von sich, welches ich noch nicht einem technischen
Problem zuordnen kann (es stammt aber wohl nicht von den Lagern) und
die Unwucht fällt nicht negativ auf. Ab mittlerer Drehzahl verschwindet
das Sirren im normalen Betriebsgeräusch. Nach ein paar Minuten Betrieb,
wird das Sirren auch immer leiser, bis es irgendwann nicht mehr stört.

Fazit, ein insgesamt gelungener Umbau. Gegen den fertigen Anker kann
man halt nichts mehr machen, der Kommutator ist nun mal zu 80% zerstört.
Mal sehen was passiert, wenn die Kohlen richtig eingelaufen sind, zur
Zeit liegen sie ja noch nicht ordentlich an. Vielleicht kann ich noch
einen besseren Anker besorgen. Aber wie gesagt, für die vielen Mängel
läuft der Motor eigentlich erstaunlich gut, kann man so lassen.

Viele Grüße
Ralf

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Monday, 15.04.2013, 22:10 (vor 4727 Tagen) @ Ralf518

Hallo,

ich habe das Gefühl, daß der Motor immer besser läuft. Vermutlich
laufen sich die Kohlen langsam ein. Das ursprüngliche "Sirren"
ist zwar noch zu hören, stört aber kaum noch. Je nach Lüfter-
stufe und Fahrgeschwindigkeit ist es sogar ganz weg. Ab 80 hört
man es gar nicht mehr, ab 50% Lüfterdrehzahl ist es auch weg.
Mir kommt es so vor, als ob insbesondere auf niedriger Stufe der
kugelgelagerte Motor viel mehr Luft schaufelt wie vorher. Früher
habe ich den Motor oft auf voller Drehzahl laufen lassen, Heute
habe ich mich erwischt, das ich den Lüfter nur noch auf niedrigster
Stufe habe mitlaufen lassen und das trotzdem ein merklicher
Luftstrom aus den Düsen kam. Klar redet man sich sowas nach der
vielen Arbeit auch selbst gerne ein, aber er geht glaube ich
wirklich besser. Beim nächsten Umbau werde ich mal die Stromauf-
nahme vorher/nachher messen um Objektive Ergebnisse zu bekommen.

Woher das Sirrgeräusch kommt, ist mir immer noch nicht klar.
Vielleicht hätte ich den Anker doch mal elektrisch Durchmessen
sollen. Ich weiß ja nicht, was der Vorbesitzer alles mit dem Motor
gemacht hat. Ich hoffe nach wie vor, daß das Geräusch mit dem
einlaufen der Kohlen verschwindet.

Ich hoffe, der geringere Vollastanteil des Lüftermotors wirkt sich
positiv auf die Lebensdauer der Kohlen aus. Für den nächsten Motor
werde ich noch mal die Sache mit dem Meldekontakt für abgenutzte
Kohlen überdenken. Man könnte ein Sackloch in die Kohlen bohren und
einen isolierten Draht einkleben, der auf dem Kommutator stößt,
sobald die Kohlen runtergefahren sind. Die eigentliche Schwierigkeit
ist eine elegante Warnanzeige. Man will sich ja keine rote Rundum-
leuchte aus Armaturenbrett schrauben. Vielleicht könnte man einen
kleinen Warnsummer im Motor unterbringen oder noch eleganter, man
schliesst den Meldekontakt über Kreuz mit an die Stromkabel des
Lüftermotors an, dann haut es die Sicherung bei abgenutzten Kohlen
raus. Muß ich noch mal drüber nachdenken.

Der runtergerittene Kollektor ist wohl kaum noch zu reparieren. Man
könnte versuchen einen Kupferring auf den abgenutzten alten Kollektor
zu löten und dann mit dem Dremel und einer kleinen Scheibe versuchen
die Segmente freizuschneiden. So recht mag ich aber nicht an einen
Erfolg glauben. Vermutlich werde ich mir doch einen neuen Lüftermotor
holen und den Anker in mein kugelgelagertes Motorgehäuse einbauen,
wenn mein Lüftermotor mal wieder kaputtgehen sollte. Vielleicht passt
auch ein E28 Anker in das E23 Motorgehäuse, muß ich mir mal ansehen.

Von den Laufeigenschaften der Keramikkugellager bin ich überzeugt.
Mal sehen wie lange die laufen und ob sie die Witterung vertragen.

Viele Grüße
Ralf

Abzieher für Hamsterräder

Ralf518, Thursday, 10.12.2015, 08:38 (vor 3759 Tagen) @ Ralf518

Hallo zusammen,

so, nun nach zwei Jahren dauerhaftem Alltagsbetrieb gibt es neue Erkenntnisse. Nach ziemlich
genau zwei Jahren machte der überholte Motor wieder Geräusche. Der ausgebaute Motor ruckelte
leicht, wenn man ihn von Hand gedreht hat. Nach einer Weile hin- und herdrehen gab sich das zwar,
aber ich gehe davon aus, dass Schmutz in die Lager eingedrungen ist. Ein zerlegen der Lager steht
aber noch aus. Ich hatte ja Keramiklager mit beidseitiger Blechabdeckung verwendet, wobei eine
Seite zum reinigen des Lagers abgenommen werden kann. Scheinbar ist das für diese exponierte
Stelle nicht dicht genug. Da mir zwei Jahre etwas wenig sind, werde ich mit normalen beidseitig
gedichteten INA-Stahllagern weitermachen, sobald ich die bereits bei der ersten Überholung gekaufte
Packung wiedergefunden habe. Der bereits beim einbauen nahezu fertige Polwender des Ankers ist nun
komplett durch und muss ersetzt werden. Die Vernickelung des Motorgehäuses scheint haltbar und
sieht immer noch gut aus. Zeitweise läuft jetzt erst mal ein normaler Motor aus Lagerbeständen im
Auto.

Viele Gruesse
Ralf

Hab noch einen neuen von BMW mit den Schaufeln dran

M-CSI, Thursday, 28.02.2013, 19:29 (vor 4774 Tagen) @ kiefer

Hallo

Hab noch einen neuen von BMW mit der Nummer 1 354 618 für 120 Euro inkl. Porto. Melde dich einfach per mail mit der Nummer die drauf steht, da unten ja einer geschrieben hat, dass es verschiedene gegeben hat.

Gruß Siggi

M-CSI ättt web.de

hab ich...

fritz H5S, 78166 Donaueschingen, Tuesday, 26.02.2013, 20:35 (vor 4775 Tagen) @ kdub.eu

Hab mehrere da, erst vor drei Tagen ging einer weg hier ins Forum. Brauch aber die Maße des alten teils,sprich die Länge ,da gibt es Unterschiede. Also ausbauen und abmessen,dann kann ich dir sagen ob ich noch einen hab ;-)

--
alles was du besitzt,besitzt irgendwann auch dich

hab ich...

Jonnie, Tuesday, 26.02.2013, 20:45 (vor 4775 Tagen) @ fritz H5S

Habe auch noch einen! ist noch in einem Schlachter verbaut. Für ne Kiste Bier kannst du gerne vorbei kommen und ihn dir ausbauen. Standort 32657 Lemgo

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Suche Gebläsemotor für Heizung

kdub.eu ⌂, Saturday, 30.03.2013, 14:38 (vor 4744 Tagen) @ kdub.eu

Ich hab ein Teilapaket mit Türen, scheinwerfern usw gekauft, da war zufällig auch ein Gebläsemotor dabei. Den hab ich gestern endlich eingebaut, funktioniert auch aber sirrt so komisch. Ich denk da geht was an. Muss ich nochmal bei ;((

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