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Mal wieder Tonnenlager...wechsel auf PU sinnvoll? (Allgemein)

Chrys, Thursday, 13.06.2013, 21:37 (vor 4858 Tagen)

Hi!

Ich hatte kurz nach dem Umbau auf Sperrdiff beim vollen beschleunigen immer ab knapp 3000 U/Min ein schlagen am Unterboden hinten. Richtig heftig gerappelt hat das. Nachdem ich zuerst den Auspuff in Verdacht hatte und auch nochmal alle Schrauben des Diff und der Aufhängung nachgezogen hab, bin ich gestern auf die vermutliche Lösung gekommen.

Hatte den Wagen wie üblich an den Tonnenlagern aufgebockt um die Räder zu wechseln. Dabei mache ich immer eine kleine Durchsicht und checke obs irgendwo wackelt und hebe dabei auch die Achse mit den Händen etwas an. Hier ging diesmal die Hinterachse inklusive Tonnenlager mit rauf und runter! Also ist folglich wohl die eingegossene Alubuchse innen rausgerissen :-(

Ich hab die Teile erst vor 5 Jahren neu gemacht, kann doch nicht sein dass die so schnell aufgeben?!? Auf der Fahrerseite ist alles ok.

Jetzt überlege ich ob ich auf Powerflexbuchsen wechseln soll. Wie hart das wird ist mir egal, ich will nur die Wechselintervalle verlängern oder mir gar künftig sparen können. Hab halt keine Lust nach ein paar kräftigen Beschleunigungen wieder ausgerissene Innenbuchsen zu haben...

Was meint ihr dazu, macht es sinn auf PU-Lager zu wechseln? So wie die Teile aussehen dürfte ja ein Verschieben der Hinterachse auf den Lagern ausgeschlossen sein oder?

Danke für eure Meinungen!

VG
Chrys

Nicht sinnvoll,meine Meinung

woife, Thursday, 13.06.2013, 23:08 (vor 4858 Tagen) @ Chrys

Meiner Meinung nach belasten die Powerflexlager die Karosse um einiges stärker als die normalen Gummilager.

Die Shore Härte ist das eine, was aber anscheinend immer übersehen wird ist folgendes: Die Powerflexlager sind aus Vollmaterial, die Gummitonnenlager haben 2 freie Stellen im Material. Also kann das Gummilager mehr hin und her arbeiten, da ja die 2 Hohlräume vorhanden sind. Die Powerflexlager sind alleine deswegen schon härter weil das Vollmaterial in sich weniger arbeiten kann, dadurch wird das ganze automatisch härter.

Und deswegen denke ich das die Powerflexlager mit der Zeit die Buchsen des Hinterachsbolzens stärker belasten als die normalen Tonnenlager. Und die Buchsen arbeiten in der Karosse schon bei ganz normalen allerwelts e28, zumindest fällt bei einigen der Lack kreisrund um die Buchse ab.

grüße
wolfgang

Mal wieder Tonnenlager...wechsel auf PU sinnvoll?

Ralf518, Friday, 14.06.2013, 08:18 (vor 4858 Tagen) @ Chrys

Hallo Chrys,

kenne ich. Bei meinen neu bei BMW gekauften Tonnenlagern
war nach vielleicht 15.000 km die Alu??- buchse aus dem
Gummilager gefault. Der letzte Kernschrott, den BMW da
verkauft. Eingepresst hat das Lager übrigens mein BMW-
Händler. Also nix mit schon beim einbauen kaputtgemacht.
Ich habe nun Meyle HD-Lager drinnen, die scheinen halt-
barer. Wieviel haltbarer bleibt noch abzuwarten. Billiger,
in der Bucht für 1 Euro zusammengeglaubter Zubehörschrott
hat übrigens in meinem E23 735i (identisches Lager) rund
50.000km gehalten und der 520i hat das Oeiginal BMW- Lager
in kürzester Zeit zerstört.
Probiere mal die Meyle-Lager oder billiges Zeug vom
Chinesen, was die aus Hünerkacke zusammenpressen. Ist
immer noch besser wie der teure BMW-Kram.

Viele Grüße
Ralf

Danke für eure Meinungen...

Chrys, Friday, 14.06.2013, 08:44 (vor 4857 Tagen) @ Ralf518

Klar, dass die PU-Lager weniger spielraum haben und die Karrosse mehr belasten. Ich will nur irgendwie verhindern dass wieder diese blöde Alubuchse aus dem Gummi reißt.
Irgendwas muss ich da machen/verändern, weil so macht das keinen Spass. Und wenn ich mir Ralfs Geschichte so durchlese von wegen 15Tkm - nein danke... :(

Na möglicherweise fällt mir ja noch was ein, wie ich die Buchse am Bewegen hindern kann. Vielleicht einfach Meyle HD verbauen und oben und unten noch ein PU-Zwischenstück drehen lassen das die Auf- und Abbewegung verhindert?!?

Weil das ist glaub ich das Hauptproblem...nur was sagt der TÜV bei sowas?!

VG
Chrys

Danke für eure Meinungen...

woife, Friday, 14.06.2013, 10:59 (vor 4857 Tagen) @ Chrys

Hm ich hatte mal einen tdA bei dem zwischen Tonnenlager und der Strebe zum Bodenblech hin ein großer Gummiring untergelegt war. Eine Probefahrt war aber leider nicht mehr möglich.

Danke für eure Meinungen...

AHG535i, Friday, 14.06.2013, 11:04 (vor 4857 Tagen) @ Chrys

Ich verstehe das Problem nicht, die Arbeit dauert doch nur max. nen Stunde(sofern der Alukern nicht in der Karosse abreißt) und so teuer sind die Lager nun auch wieder nicht.
Die Lager sind ein gängiges Verschleißteil. BMW baut die Lager auch nicht selbst, sondern kauft die von Lemförder bzw. Febi.

Verbau nen Satz Meyle HD und alles ist erstmal wieder gut.

Danke für eure Meinungen...

Ralf518, Friday, 14.06.2013, 13:16 (vor 4857 Tagen) @ AHG535i

Hallo AHG535i,

es geht einem dann voll auf die Nüsse, wenn man die Achse gerade unter Einsatz von
mehreren Tausend Euro revidiert, komplett entrostet, stundenlang grundiert und
geschliffen, dann in Schwarz glanz lackiert hat und dann mit den verschiedensten
Werkzeugen unnötigerweise Macken reingemuckelt werden, nur weil ein Buchhalter
irgendwo bei der Premiummarke BMW die 5 Cent bei der Herstellung glaubte sparen zu
können. Und zwar genau die 5 Cent, die die Lebensdauer von ursprünglich 200.000km
(wie bei meinem ersten Satz, der ab Werk verbaut war), auf 15.000km drückt. Also
ein Verschleissartikel ist das nicht, wenn man es in vernünftiger Qualität herstellt.
Ich würde für ein gutes Lager gerne auch 30% mehr zahlen.

Eine solche Rechnung ist auch nicht wirtschaftlich sinnvoll für BMW. Hätte mir BMW
was vernünftiges verkauft, würde ich die nächsten Lager für meine 3 anderen Autos
auch bei BMW kaufen. So hat BMW zwar 5 Cent gespart, die Gummis bleiben aber schön
bei BMW im Lager, ich werde die dort nicht mehr kaufen.

Die Arbeitskosten für das Tauschen stehen in keinem angemessenen Verhältnis zum
eingesparten Geld bei den Billiggummis, zumal Sie mir BMW ja zum regulären Preis
wie gute Gummis verkauft und nicht sagt, ok wir haben hier B-Ware, Du bekommst die
Gummis günstiger. Spätestens auf Schnee merkst Du auch, daß kaputte Tonnenlager
ein Sicherheitrisiko sind. Ein kaputtes Tonnenlager macht im übrigen auch die
anderen Gummis, wie beispielsweise die Differentialaufhängung kaputt.

Das mal eine Charge daneben gehen kann, kann ich schon akzeptieren, aber in letzter
Zeit nimmt es wirklich überhand. Da werden auf der einen Seite Centbeträge gespart
um den Kunden dann mit dem Hiweis auf eine teure Nachfertigung das dreifache Geld
aus der Tasche zu ziehen. Meyle kann die Gummis doch zum vernünftigen Preis auch in
guter Qualität nachfertigen, warum kann das BMW nicht?

Ich vermute, der Fehler des BMW-Tonnenlager war die extrem miese Qualität der
Alu??-Buchse, die hat nach kürzester Zeit gefault, daß da auch nichts drauf halten
konnte. Das hätte man schon bei der Produktion wissen können.

Viele Grüße
Ralf

Danke für eure Meinungen...

AHG535i, Friday, 14.06.2013, 20:43 (vor 4857 Tagen) @ Ralf518

Hallo Ralf,

ich geb Dir teilweise Recht. Die Lager sind eigentlich für max. 100 bis 120TKM ausgelegt und wirklich ein gängiges Verschleißteil. Als die Fahrzeuge noch aktuell waren, inkl. der E30, E24, E23 und den E32 und E34 gab es keinen Tag in der Werkstatt in der nicht wenigstens bei einem Fahrzeug die Gummis getauscht wurden.

Zu Zeiten der E12 und E21 war das ganze schöner. Da gingen die Gummis zwar auch mal kaputt, aber die waren geschraubt und nicht eingepresst.

Wenn Du mit originalen BMW Teilen Ärger hattest, vermute ich eher, das das Uralt Lagerbestände gewesen sind, bzw. aus der seit ein paar Jahren anlaufenden Neuproduktion div. Teile.

Ich bin sicher keiner der die Münchner in Schutz nimmt, denn ich weiß sehr wohl was die für Mist produziert haben und noch immer machen. Ich sag nur M62 Motoren und alles was danach kam. Da zahlt man locker mal eben 50000,- bis noch mehr Teuros für so ne Schleuder und nix ist Premium. Weil man am Motor ne Umlenkung weglässt, ist eigentlich bei allen V8 mit mehr als 150TKm mal gerade ne Steuerkettenüberholung fällig. Wenn man dann bedenkt, das die E39 und E39 zu Preisen ab 3000,-(und auch darunter mit TÜV und fahrbereit angebpoten werden, hat man dann einen wirtschaftlichen Totalschaden, denn die Jungs in der Werkstatt rufen für so eine Reperatur mal eben 3000,- - 3500 auf, wovon nur alleine mind. nen 1000er auf die Teile entfällt und ohne passendes Spezialwerkzeug eine Reperatur allein nicht möglich ist.

Der K27 kann Dir das bestätigen, der hat gerade so eine aktuellen Fall.

So, genug der Dinge ich mach mir wegen Tonnenlagern jedenfalls keinen Kopf (egal ob die 10 oder 100TKM halten).

LG Axel

Mal wieder Tonnenlager...wechsel auf PU sinnvoll?

Ralf518, Monday, 24.06.2013, 23:39 (vor 4847 Tagen) @ Ralf518
bearbeitet von Ralf518, Tuesday, 25.06.2013, 00:05

Hallo,

ich muß mich entschuldigen, es stimmt so nicht was ich da gesagt
habe. Fälschlicherweise habe ich behauptet, die BMW-Lager haben
1/3 der Laufzeit von gepresster chinesischer Hünerkacke. Das
stimmt so nicht! Ich tue dem Hersteller damit Unrecht, und zwar
dem chinesischen. Da die Hinterachse beim Bremsen versetzt und
beim überfahren von Unebenheiteten gepoltert hat, ging ich davon
aus, das die billigen chinesischen 1 Euro Ebay-Tonnenlager nach
50.000km wieder platt sind. Dem ist aber nicht so. Da die hintere
Bremse heute plötzlich unerwartet auf Eisen ging, habe ich die
Sache zerlegt.


[image]

Die Beläge waren gerade zur Häfte runter, da sind bereits drei der
vier Beläge vom Bremsträger abgefault. Da die Beläger noch im
Bremssattel klemmten, funktionierte die Bremse, bis auf das leichte
Versetzen und Poltergeräusche, eigentlich unauffällig. Heute Abend
muß es einen der abgelösten Bremssteine herausgehauen haben und es
gab alarmierende Schleifgeräusche. Bei den Bremssteinen muß ich BMW
aber in Schutz nehmen. Ich kaufe sonst alles original, Ausnahme
sind die Tonnenlager und die Bremsklötze. Auf die hier verwendeten
EBC-Klötze habe ich bisher große Stücke gehalten. Beim E28 sind
alle Quietschgeräusche verschwunden (Black Stuff) und ich habe eine
leicht bessere Bremsleistung wie Originalklötze. Zudem schonen die
Klötze die Alufelgen, da der Staub weniger agressiv ist. Die
Warnungen anderer EBC-Nutzer wegen schlechter Qualitaet habe ich
nicht glauben wollen. Nun mußte auch ich dazulernen und habe den
Dreck im Kasten. Auch die vor nicht allzulanger Zeit getauschten
Scheiben sind nun Schrott. Die Verschleissanzeige schlug nicht an,
sie saß im einzigen noch festen Klotz.

Nach tausch der Klötze ist die Hinterachse nun wieder unaufällig.
Kein Poltern oder verziehen mehr.

Man lernt nie aus.

Viele Grüße
Ralf

PS.; ich hab doch noch mal gegrübelt, vielleicht waren es doch
BMW-Klötze? Ich weiß es nicht mehr so ganz genau. Aber ich bin mir
doch zu 95% sicher das es EBC waren.

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