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Opel - Astra - erfahrungen (Allgemein)

Uwe, Friday, 09.01.2004, 11:15 (vor 8307 Tagen) @ ExilHamburger


Als Antwort auf: Hoppla, was hab ich da nur losgetreten von ExilHamburger am 06. Januar 2004 18:36:24:


Hallo,

zum Thema Opel konnte ich noch nie mitreden, weil ich bis heute keinen im Strassenverkehr selbst bewegt hatte. Das ist jetzt seit der letzten Woche anders, ich war auf Teneriffa und hatte für eine Woche einen 2002er Opel Astra mit 1.6 Liter Motor.
Interresant war der direkte vergleich zu einem 8 Jahre alten Ford Fiesta, mit dem ich durch halb Europa zum Flughafen gefahren bin. Fast das Gleiche! Gleich dickes Lenkrad, Astra ruckelt immer beim Kupplung kommen lassen nach dem Schalten, Fiesta nur selten. Lastwechsel beim Astra immer mit Ruckeln, beim Fiesta auch. Motor- Vibrationen im Lenkrad beim Astra auch deutlicher spürbar als beim Fiesta. Und der Astra ist auch noch genauso laut wie der Fiesta. Wahrscheinlich ist der Astra mit den Seiten-Airbags sicherer, aber von den Fahreigenschaften war ich enttäuscht. Warum kann ein fast neuer Astra nicht angenehmer / ruckelfreier / leiser sein als ein 8 Jahre alter Fiesta?

Insgesamt war die Erfahrung enttäuschend und vom Komfort her noch sehr weit entfernt von einem E28 mit gut gewartetem Fahrwerk.

Noch was zum neuen Golf: der sieht ja jetzt auch aus wie ein Astra! Hoffentlich fährt er nicht auch so.

Ich bleib bei BMW.
Viele Grüße
Uwe

Moin BMW-Fahrer und Opel-Sympathisanten,
da hab ich aber eine Diskussion losgetreten, siehe weiter unten im Forum. Zum Thema Opel möchte ich noch fix meine Meinung in die Welt streuen. Ja, alte Opel können klasse sein, inkl Rekord E. Danach sieht es duster aus. Opel brach zusätzlich der Markt weg, kauften Laute früher einen großen Opel mit sechs Zylindern, so gibt man heute einem kleineren Benz oder Dreier den Vorzug. Guckt mal in die Zulassungsstatistik, dort findet man den Dreier schon lange auf Platz 2. Schön für BMW, schlecht für Opel. Mit dem gleichen Problem kämpft auch Ford, weswegen es keinen größeren Ford als den Mondeo gibt. In der Betriebswirtschaftslehre kenn man diese Entwicklung als das Wegbrechen der mittleren Märkte, platt gesagt geht der Trend zu Aldi und Edelgeschäft ohne eine Zwischengröße. Bsp gefällig? Es gibt die großen TV-beworbenen Biere (Becks, Warsteiner, KöPi, etc...) und kleine Brauereien, die nur wenige Ortschaften beliefern, denen es derzeit gut geht. Bereits Jever ist Teil des mittleren Marktes und hat zu kämpfen.
Aber zurück zu Opel, die Ära Lopez ruinierte die Qualität und danach gab es ein ganz übles Problem: Chef von Opel zu sein war nicht allzu attraktiv und derjenige, der diesen Posten innehatte, wollte schnell weg: zu Saab, zu GM Europa, ... Halt eine Posten mit mehr Glanz oder mehr MachT (und Gehalt), weswegen sich Opel-Chefs der 90er Jahre stets mit guten Zahlen bei den Herren in Detroit empfehlen wollten. Wie macht man das kurzfristig, wenn der Absatz nicht boomt und an der Qualität nicht mehr gespart werden kann?
Ganz simpel, man kürzt die Investitionen. Folge: Stillstand. Schaut einmal auf die Opel-Palette der vergangenen Jahre: vor dem Zafira gab es kein innovatives Auto von Opel. Ohne Innovationen blutet ein Unternehmen aber (endgültig) aus.
Niere voraus,
Burkhard


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