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Neue Autos vs. E28 (Allgemein)

525Rainer, Friday, 11.06.2004, 21:25 (vor 8162 Tagen)

Hallo,

ich blättere in ein paar neueren AMS und sehe und staune über weitere Überlegenheiten neuer bahnbrechender Autos.

zum beispiel der superflunder mercedes SLR. ich vermeide bewusst ein statement zum design. bei dem flügel der automatisch das bremsverhalten verbessert -> quasi der bremsfallschirm wenn die SBC superbremse wieder mal ausfällt -> habe ich aber jedesmal das verlangen das ding zu packen und hin und herzuwackeln weil die stege so filigran sind. leider ist mir noch kein so ding untergekommen zum probieren.
die besitzer können sich glücklich schätzen. im gegensatz zum E28 ist das ding nicht mit sperrdifferential ausrüstbar. d.H -> entweder man fährt los wie ein opa, oder man lässt die 350km/h reifen in rauch aufgehn, oderaber man lässt sich wie eine A-klasse von der elekronik EINBREMSEN. wahnsinn! der hammer ist aber dass mercedes -> festhalten -> eine garantie von 30 jahren auf durchrostung gibt! wo carbon und alu sich ja durch kontaktkorrision quasi auffrisst ist das ganz schön mutig von mercedes!
zitat ams: "die zahnstange für die servolenkung besorgte man sich der einfachheit bei der A-klasse" .. nun ja, für den günstigen preis muss man solche kompromisse eingehn. ich kenn das ja von meinem porsche 924er und den vw/audi teilen. wäre interessant was die zahnstange als SLR teil dann kostet?

nochmal zu dem vergleichstest unten:

der wirkliche fortschritt im benzinmotorenbau wird erst kommen wenn die nockenwelle entfällt und die ventile magnetisch oder elektronisch bewegt werden. da kann man sich dann quasi virtuelle schärfegrade der nockenwelle aussuchen. das wird aber noch dauern wo doch zum beispiel mercedes nach dem SBC debakel wieder auf bewährte alte technik setzt.
ein alter M30 als 4ventiler, mit metall "wurm" kats direkt hinterm krümmer und aktivkohlefilter schafft gewiss auch euro3. die 300Nm vom aktuellen 530i erreicht er dann sicher auch noch.

dass der audi im test am meissten wiegt liegt vielleicht daran dass er aus einem vollem alublock gefräst ist? audi sollte dünne bleche verwenden. der allradantrieb scheint auch nicht so optimal zu funktionieren. wo er mit 7,7sec von 0-100 die werksangabe (7,1) "leicht" verfehlt. das kennt man ja aus dem VAG konzern. bei der 6,6sec werbung für den R32 supergolf haben sie sich ja auch schon verschrieben und in den alten tests haben sie auch schon öfters leistungsgesteigerte teile in die ams testwagen verbaut (audi 100 typ 43 hatte Schärfere nockenwelle damals und typ 44 hatte ein mehr an ladedruck) von daher hat das tradition.

ich find ja neue autos im grunde nicht verkehrt.. es sind eher die fahrer die mich nerven und behaupten werden dass sie den klimatisierten automatik allrad audi 14l testverbrauch FSI supersparer mit 6l bewegen und das ding geht wie eine rakete. in zukunft weiss ich ja dass ich beim E28 535i dasselbe behaupten kann.

grüsse rainer


Re: Neue Autos vs. E28

Johannes, Saturday, 12.06.2004, 12:37 (vor 8161 Tagen) @ 525Rainer


Als Antwort auf: Neue Autos vs. E28 von 525Rainer am 11. Juni 2004 21:25:50:


wenn Mercedes 30 Jahre Garantie auf Durchrostung gibt, bedeutet das die Firmenpleite und zwar demnächst. Kürzlich sah ich auf einem Parkplatz eine aktuelle C-Klasse, seit drei Jahren gebaut. Radläufe hinten waren beidseitig braun von Rost, ebenso braune Flecken rund ums Schloss der Heckklappe. Kann man bei minimal 40000,- Euro auch nicht erwarten.
Um Euro 3 zu erfüllen brauchst du keinen Metallkat und Vierventiler BMW-Motor. Da genügt ein 1,6 Liter Golf aus 1988 mit (kein Witz!) Vergaser (von meiner Schwester). Man kauft sich ein Primitivteil von Luftventil für 100,-, das den Leerlauf nach dem Kaltstart erhöht damit der Kat schneller warm wird und schon hat man die aktuelle Abgasnorm, die die Neuen angeblich nur durch milliardenschwere Neuentwicklung in High Tech Motoren schaffen. Dafür schluckt der alte Golf gut einen Liter weniger als der aktuelle und läuft mit seinen 70 PS besser als ein neuer mit 125PS, weil der bei gleichem Platzangebot eine halbe Tonne schwerer ist (vermittelst Bleiplatten zur Abschirmung schädlicher Strahlung).
Die Entwicklung ist doch ein Witz! Der neu A6 wurde sagenhafte 400kg schwerer als der alte, der auch ein Schwergewicht gegenüber seinem Vorgänger war. Er wiegt schon als Stufenheck über 2 Tonnen, nicht zu glauben! Der alte Audi 100 (bis1990) wog als Grundmodell 1090kg und schluckte bei konstant 120kmh 6,8 Liter. Das schafft heute bestensfalls ein A2 TDI. Zum Glück müssen wir nicht sowas fahren, ich bin geheilt...


Re: Neue Autos vs. E28

Thomas2, Sunday, 13.06.2004, 00:46 (vor 8161 Tagen) @ Johannes


Als Antwort auf: Re: Neue Autos vs. E28 von Johannes am 12. Juni 2004 12:37:04:

Die Entwicklung ist doch ein Witz! Der neu A6 wurde sagenhafte 400kg schwerer als der alte, der auch ein Schwergewicht gegenüber seinem Vorgänger war. Er wiegt schon als Stufenheck über 2 Tonnen, nicht zu glauben!

nanana, da hast aber um 250kg aufgerundet, der wiegt 1750kg

http://www.auto-motor-und-sport.de/d/56959#tech_data

Der alte Audi 100 (bis1990) wog als Grundmodell 1090kg und schluckte bei >konstant 120kmh 6,8 Liter. Das schafft heute bestensfalls ein A2 TDI. Zum >Glück müssen wir nicht sowas fahren, ich bin geheilt...

Also die Audis die ich bis jetzt hatte (Typ 43 und 44) waren beide keine Spritsparwunder. Selbst im 43er der 85PS 1,6l Motor hat sich immer locker seine 11-12 Liter reingezogen. Der 2,2l 44er hat auch mal gerne an den 13 Litern geknabbert....

MfG
Thomas

Re: Neue Autos vs. E28

Johannes, Sunday, 13.06.2004, 11:06 (vor 8160 Tagen) @ Thomas2


Als Antwort auf: Re: Neue Autos vs. E28 von Thomas2 am 13. Juni 2004 00:46:48:


1750kg vielleicht als Werksangabe in Grundausstattung und Vierzylinder. Ich las jedenfalls einen Test in mot, da hatte der 3.0TDI quattro 2010kg Leergewicht. Ich will Dir sicher nicht den Glauben an den Fortschritt im Automobilbau nehmen, aber ich persönlich glaube, dass sich speziell die deutsche Autoindustrie in eine Sackgasse manövriert. VW baut immer noch monströsere Giganten mit 10 und 12 Zylindern, dafür wird der Lupo und das 3-Liter Auto aufgegeben. Wenn die Spritpreise weiter steigen, führt das bald zum Kollaps des einzigen deutschen Wirtschaftszweiges, der noch läuft. Und davor habe ich Angst...
Ich fahre übrigens einen alten Audi 90 mit 5 Zylinder Benziner und bin sehr viel auf Langstrecken in Österreich unterwegs. Der Tempomat ist meist an und auf Tacho 140 eingestellt. Der ermittelte Verbrauch betrug dabei bei meiner letzten Tour exakt 6,9 Liter, während mein A4 2.5TDI, den ich vor einem Jahr besaß, bei genau gleicher Fahrweise 6.5-6.8 Liter brauchte.
Den A4 musste ich verkaufen, weil die Reparaturen ein unglaubliches Maß angenommen hatten (extremer Ölverlust aus Motor und Getriebe, Luftmengenmesser, Zahnriemen, Vorderachslager, Wasserpumpe, Elektronik......) und das bei 100000km. Der 90er hat jetzt 420000km drauf und läuft seit 7 Jahren ohne jegliche Reparaturen. Auf 290000km musste ich nur Verschleißteile und Wartung machen. Und ich fahre ihn jetzt weiter, denn er schluckt immer noch kein Öl (ca. 0,3 Liter/ 15000km). Deutsche Wertarbeit eben!

Nix für ungut!
Gruß Johannes


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