Re: Ja, stimmt, (Allgemein)
Als Antwort auf: Re: 2500 hatte keine Chance gegen den W108 250SE? Wieso? von PKW am 06. Oktober 2004 10:26:02:
da hatte ich auch einmal einen Vergleichstest gelesen, in dem der vorkam.
Erinnere mich, daß da ein Jaguar XJ noch irgendwie dabei war (Serie I natürlich)... Der hatte auch R6 - 3.6 Liter in dieser für Jaguar "niedrigen" Preisklasse.
... Da war der XJ preislich das deutlich bessere Angebot als der E3.
... Das war aber in dem späteren Test gegen den E3-3.0 S.
Tja, was gab es damals noch?
Den Opel - Admiral, Diplomat oder Commodore, den Ford - 20m oder Granada, Fiat 130, VOLVO 164 natürlich (der hatte nur 130 PS und soff selbst im Vergleich zum heute nicht mehr besonders sparsamen 2500 wie ein Loch), dann den Rover P6 nicht zu vergessen - ein herrliches und recht günstiges Auto - mit Reihen-Sechser allerdings von der PAnnenstatistik schwer erträglich - und den kleinen Mercedesbruder, den /8, als 230.6 oder auch - später - 280E, der von den Abmessungen eigentlich noch viel besser auf den E3 paßte als der W108.
Was für eine Limo der gehobenen Mittelklasse hatte eigentlich Lancia zur damaligen Zeit zu bieten? Das war noch, bevor der Gamma kam... Ich müßte es eigentlich wissen, als Lanciafan auf dem "BMW-Nebenschauplatz".
Gegen die Dynamik, das jugendliche, frische Auftreten, auch die gute Wirtschaftlichkeit des 2500ers (was man vom 3.0 nicht mehr behaupten konnte!), sowie gegen den Motor des 2500ers, den M30-B25 mit den Doppelregister-Zenithvergasern, seine 150 PS und die 211 nm hatte jedenfalls kein anderer Motor ein Leiberl.
Das war übrigens mit diesem Motor im E28-525i noch immer so, als er in den 80er Jahren in einem Mittelklasse-Vergleichstest gegen W124-230E & Co antrat. Da hatte er schon Einspritzung und 5-Gang, verbrauchte noch einmal drei Liter weniger, tat sich aber gegen den guten, mit Ausgleichswellen ausgestatteten, durchzugskräftigen und sparsamen Vierzylinder von Mercedes, der allerdings weniger Leistung hatte, schon recht schwer.
Irgendwie hat Mercedes es immer vermieden, auch mit seiner neuesten (und letzten) Reihensechszylindergeneration, die ja im W124 präsentiert wurde, in direkten Vergelich mit dem M30 zu treten: Der 260E hatte mehr Hubraum als der 525i, und auch der 300 E hatte mehr als der 528i, um Schwächen zu kaschieren.
Und das ist heute noch immer so, wenn man den aktuellen Dreiliter von BMW in 330, 530 oder 730i mit dem MB 320 vergleicht.
- Sie laufen vor einem direkten Vergleich mit BMW davon, die Mercedesmannen!
Rührt eben noch aus der Zeit, als der M30 unschlagbar war, die Angst.
Der M30 war ja auch der Anlaß zur Entwicklung des achtzylinders bei Mercedes...
- Kein Schmäh!
FJB.