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Unterhaltskostenvergleich E34/E28 (Allgemein)

Frank Diederichsen, Friday, 29.10.2004, 15:03 (vor 8036 Tagen)

Mahlzeit,
um es gleich vorweg zu sagen, im Herbst gebe ich mich immer etwas düsteren Grübeleien hin, also habt bitte etwas Nachsehen mit meinen Spinnereien<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/spitz.gif alt=spitz>.
Also, fangen wir mal an, ich würde mich nicht als fanatischen Fan des E28, sondern eher der gesamten Marke bezeichnen. Ursprünglich hatte ich auch u.a. schon mal den E34 im Auge, bin aber letztendlich beim E28"hängengeblieben", weil er mir von der Form besser gefällt und vor vier Jahren, *räusper*, schlicht billiger war. Na,ja, außerdem war er ja ursprünglich 'eh mehr als Hobby gedacht. Nun, inzwischen sehen die Verhältnisse etwas anders aus (?), von der Anschaffung reißen E34 ja wirklich kein Loch mehr in die Haushaltskasse. Wie ist es denn mit dem Unterhalt? Ich dachte da an einen 520i 24V. Euro 2 sollte ja eigentlich kein Problem sein, und 120 Euro und n' Grünkohl an Steuern sehen halt doch etwas anders aus, als 404 (steht das nicht auch für 'file not found'?<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/spitz.gif alt=spitz>). Wie sieht es denn mit Reparaturen, Ersatzteilen usw. aus? Bislang hatte ich den Eindruck, das der E28 da recht günstig ist, kann sein Nachfolger da mithalten? Ist jetzt vielleicht ein etwas blödsinniges Ansinnen, aber s.o..
Ach so, mir ist schon klar, dass es diverse E34 Foren gab, mir ging es aber um den Vergleich mit dem E28.

Beste Grüße, Frank


Re: Unterhaltskostenvergleich E34/E28

ChrisAS, Friday, 29.10.2004, 17:02 (vor 8036 Tagen) @ Frank Diederichsen


Als Antwort auf: Unterhaltskostenvergleich E34/E28 von Frank Diederichsen am 29. Oktober 2004 15:03:53:


Naja Spritverbrauch ist der E34 besser auf der Landstrasse/Bahn, trotz höherem Gewichts, da die Aerodynamik deutlich besser ist. In der Stadt dürften sie sich wohl nichts geben.

Steuer geht auch an den E34. Die ersten Modelle sind nachrüstbar auf Euro2, die letzten hatten es serienmässig, bzw. können umgeschlüsselt werden.

Versicherungskosten hängt stark vom gewünschten E34 ab. Die schwachen Modelle(518,520) haben günstige Einstufungen. Der 525 liegt mittendrin, aber durchaus bezahlbar(HP21). Die Topmodelle (530,535,540) sind ein bißchen teurer. Allerdings gibt es da keine großartigen Differenzen zu den E28ern. Kaskoversicherungen sind natürlich teurer, da an den Autos viel mehr kostenintensive Teile sind. Z.B. die geklebten Scheiben kosten das Dreifache an Arbeitslohn bei Steinschlag als die alten Scheiben.

Bei den Wartungskosten ist das so ne Sache, hängt sehr stark vom persönlichen schrauberischen Können ab und von der gewählten Motorisierung.
Der im 520i 24V verbaute M50B20 ist recht problemlos als Motor. Man sollte bei Laufleistungen um die 200tkm(wie bei fast allen BMW's ausser den ollen M10) die Pleuellager tauschen und die Hauptlager kontrollieren. Dann geben nach ca. 10 Jahren irgendwann die Zündspulen(der Motor hat eine ruhende Zündung, also jeder Zylinder wird einzeln gezündet) den Geist auf. Das ist natürlich ne Investition die getätigt werden muß, danach hat man aber wieder 10 Jahre Ruhe. Dann sollte man nochmal den Kettenspanner tauschen lassen, Kette kontrollieren und die Wasserpumpe wechseln. Und das wars dann auch schon.
M20 "Probleme" wie Zahnriemenwechsel, Ventile einstellen, eingelaufene Nockenwelle mit anschließendem Kipphebelbruch tauchen nicht mehr auf. Kopfrisse sind auch deutlich seltener.

Problemkind des E34 ist BMW 5er typisch die Vorderachse. Die Lager sind irgendwann mal verschlissen und müssen getauscht werden, kann auch ne ganze Stange Geld kosten, aber das dürftet ihr ja vom E28 kennen. Der Bremsenverschleiß ist auch ein wenig höher, da der E34 ja gute 200kg mehr Speck hat als ein E28. Die Kosten für Bremsenteile sind aber mittlerweile extrem niedrig. Auch bei BMW gibt es im Moment viele Sonderaktionen für E34(u.E30).

Die Sparbereifung 195/65 15 gibt es auch für wenig Geld, da mittlerweile auf jedem Golf. "E34-typische" Bereifungen(225/50 16 rundum oder 235/45 17 vorne und 255/40 17 hinten) kosten natürlich mehr Geld.

Innenaustattungen, Blechteile, Getriebe, Motoren kriegt man problemlos bei Schlachtern/Schrottplätzen.

Aber falls Du ein "typischer ETA-Fahrer" bist, wirst Du mit dem 520i nicht zufrieden sein. Hubraummangel. Der geht untenrum garnicht(ein Vanos-Modell ist Pflicht, das kaschiert das etwas), ist obenrum natürlich deutlich schneller als ein E28 mit der Leistung.

Der 525i 24V braucht nicht mehr Sprit als der 520er, hat ausreichend Leistung, mit Vanos auch untenrum gut Druck, ist länger übersetzt, dafür auf der Autobahn ruhigeres Drehzahlniveau, und wenns sein muß läuft der auch mal echte 230km/h.

Gruß, Christian
PS: Wirtschaftliche Faktoren sprechen für den E34, Stil hat der E28 wohl mehr. ;-)

Mahlzeit,
um es gleich vorweg zu sagen, im Herbst gebe ich mich immer etwas düsteren Grübeleien hin, also habt bitte etwas Nachsehen mit meinen Spinnereien<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/spitz.gif alt=spitz>.
Also, fangen wir mal an, ich würde mich nicht als fanatischen Fan des E28, sondern eher der gesamten Marke bezeichnen. Ursprünglich hatte ich auch u.a. schon mal den E34 im Auge, bin aber letztendlich beim E28"hängengeblieben", weil er mir von der Form besser gefällt und vor vier Jahren, *räusper*, schlicht billiger war. Na,ja, außerdem war er ja ursprünglich 'eh mehr als Hobby gedacht. Nun, inzwischen sehen die Verhältnisse etwas anders aus (?), von der Anschaffung reißen E34 ja wirklich kein Loch mehr in die Haushaltskasse. Wie ist es denn mit dem Unterhalt? Ich dachte da an einen 520i 24V. Euro 2 sollte ja eigentlich kein Problem sein, und 120 Euro und n' Grünkohl an Steuern sehen halt doch etwas anders aus, als 404 (steht das nicht auch für 'file not found'?<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/spitz.gif alt=spitz>). Wie sieht es denn mit Reparaturen, Ersatzteilen usw. aus? Bislang hatte ich den Eindruck, das der E28 da recht günstig ist, kann sein Nachfolger da mithalten? Ist jetzt vielleicht ein etwas blödsinniges Ansinnen, aber s.o..
Ach so, mir ist schon klar, dass es diverse E34 Foren gab, mir ging es aber um den Vergleich mit dem E28.
Beste Grüße, Frank

Re: Gute Beratung, Chris

MP, Saturday, 30.10.2004, 10:29 (vor 8035 Tagen) @ ChrisAS


Als Antwort auf: Re: Unterhaltskostenvergleich E34/E28 von ChrisAS am 29. Oktober 2004 17:02:13:


Cool ! Da ich mich auch mit diesem Thema befasst habe, wollte ich dem Frank auch was schreiben, aber ich habe nichts mehr hinzuzufügen. Cool.
Du weisst ne Menge über E28, E30 u E34, woher ? Hast Du die alle selbst (gehabt) ? Ich war vom E34 wieder abgekommen u interessierte mich dann eher für den E39, kaufte jetzt aber einen ganz tollen E30 320i.
Die beste E34 Wahl scheint mir auch der 525i 24V, ich persönlich würde aber wohl 530i M30 u 535i M30 bevorzugen, die kann man zwar auch nicht miteinander vergleichen u unvernünftig sind beide, aber wer wirklich vernünftig sein will, sollte Skoda Octavia wählen. Freude am Wagen ist aber ganz oben im Lastenheft.


Re: Gute Beratung, Chris

ChrisAS, Saturday, 30.10.2004, 16:21 (vor 8035 Tagen) @ MP


Als Antwort auf: Re: Gute Beratung, Chris von MP am 30. Oktober 2004 10:29:12:

Cool ! Da ich mich auch mit diesem Thema befasst habe, wollte ich dem Frank auch was schreiben, aber ich habe nichts mehr hinzuzufügen. Cool.
Du weisst ne Menge über E28, E30 u E34, woher ? Hast Du die alle selbst (gehabt) ? Ich war vom E34 wieder abgekommen u interessierte mich dann eher für den E39, kaufte jetzt aber einen ganz tollen E30 320i.
Die beste E34 Wahl scheint mir auch der 525i 24V, ich persönlich würde aber wohl 530i M30 u 535i M30 bevorzugen, die kann man zwar auch nicht miteinander vergleichen u unvernünftig sind beide, aber wer wirklich vernünftig sein will, sollte Skoda Octavia wählen. Freude am Wagen ist aber ganz oben im Lastenheft.


Habe sowohl E34, als auch E28 mal gehabt. Hauptsächlich bin ich aber E30 Fahrer. Das Tolle bei BMW ist die Baukastentechnik. Wenn man sie einmal durchschaut hat kann man auf viele Dinge bei diversen Baureihen schließen, da die Technik oft die selbe ist.

Hab meine Erfahrungen mit BMW mit einem 524td E34 begonnen. Auto wurde günstig gekauft mit 214tkm und bei 217tkm gabs nen Kopfriss. Konnte das Auto dann zum Glück ohne große Verluste loswerden, die Reparatur wäre damals für mich unbezahlbar gewesen. Hauptsächlich mangels Informationen, da ich außer der BMW-Werkstatt keine Alternative wußte.

Naja danach hab ich angefangen mich mit der BMW-Materie intensiver zu beschäftigen.

Die M30 im E34 wären wahrscheinlich auch meine erste Wahl, wohl der 530i noch eher als der 535er. Die 530i gibt es noch als echte Rentnerkutschen. Die 535i sind meist ehemalige Managerfahrzeuge mit vielen vielen Kilometern und/oder haben bereits eine zweifelhafte Vergangenheit im Rotlicht/Kleinkriminellen-Millieu hinter sich, bzw. sind verbastelt. Naja stark verallgemeinert natürlich!
Interessant aber auch NUR, weil sie vom Anschaffungspreis her so günstig sind(1500-2000€ für gute Autos mit guter Ausstattung). An die Versicherungskosten und die Spritkosten sollte man dann lieber noch nicht denken. ;-)

Die 525i 24V sind ja sehr beliebt und dementsprechend teuer(ab 2500-3000€ für brauchbare Autos, darunter gibts nur Höhlen), für mich(Student) im Moment wäre das kein Thema.
Wenn für die Anschaffung mehr Kapital zur Verfügung wäre, würde für mich ein handgeschalteter 540i mit sequenzieller LGP-Anlage eine interessante Wahl für den Alltag darstellen. Die Autos sind zwar selten mit dem 6Gang Getriebe, aber für 5-6000€ sind gute Exemplare zu finden. Brauchbare Automatikversionen kriegt man ab 4k€. Allerdings kann man bei der Automatik ab 200tkm Laufleistung scheinbar täglich auf den Tod warten. Reparieren kann solche Getriebe kaum noch jemand, ein AT-Getriebe übersteigt den Zeitwert des Autos. Habe das bei einem Freund mitbekommen.

Ganz lustige Geschichte noch zu meinem schwarzen E30-325i. Als Vorbesitzer stehen mehrere türkische Namen und Adressen aus dem Ruhrgebiet im Brief. Nichts Ungewöhnliches bei dem Auto würden jetzt viele sagen.
Aber entgegen aller Vorurteile war das Auto in Top-Zustand, scheckheft gepflegt und ein dicker Packen Rechnungen dabei. Es gab sogar Rechnungen des BMW-Autohauses für einen Leihwagen während der Zeit für die Inspektion. Es wurden an dem Auto, als es 10 Jahre alt war bei BMW noch eine neue Servolenkung, eine neue elektrische Antenne für fast 400DM verbaut, und es wurden neue BMW-Embleme für die Alufelgen montiert. Auf der Rechnung standen die Embleme als Ersatzteile und jede Menge Arbeitswerte für das Austauschen.
Sowas hatte ich vorher noch nirgendwo gesehen/gehört.
Des Rätsels Lösung. Das Auto war ein Geschenk des türkischen Generalkonsuls an seine Tochter. Es trug sogar Behördennummer laut Fahrzeugbrief. Die Tochter verstarb jung nachdem sie das Auto zwei Jahre hatte und das Auto wurde von ihrem Witwer und ihrem Vater ab und zu mal gefahren und immer regelmässig bei BMW gewartet. Und 8 Jahre später wurde es erst verkauft. Es war wohl die letzte Erinnerung an die Verstorbene. Geld spielte in der Familie keine Rolle. Was ich nur nicht verstehe. Das Auto hat (ohne die abgerechneten Diplomatenprozente) 1990 58.000DM gekostet, aber es hat keine elektrischen Fensterheber ab Werk gehabt, keine Ledersitze, keine Klima. Irgendwie haben die nur Extras bestellt, die keiner will/brauch, die aber richtig Kohle kosten.

Gruß, Christian


Re: Gute Beratung, Chris

MP, Sunday, 31.10.2004, 00:29 (vor 8035 Tagen) @ ChrisAS


Als Antwort auf: Re: Gute Beratung, Chris von ChrisAS am 30. Oktober 2004 16:21:12:

Hab meine Erfahrungen mit BMW mit einem 524td E34 begonnen. Auto wurde günstig gekauft mit 214tkm und bei 217tkm gabs nen Kopfriss. Konnte das Auto dann zum Glück ohne große Verluste loswerden, die Reparatur wäre damals für mich unbezahlbar gewesen. Hauptsächlich mangels Informationen, da ich außer der BMW-Werkstatt keine Alternative wußte.
Naja danach hab ich angefangen mich mit der BMW-Materie intensiver zu beschäftigen.

So ähnlich begann es auch mir. 1995 kaufte ich einen 1987er 520i Edition, 2000 dann den 1985er 528i, den ich heute noch habe, der aber noch abgemeldet in der Garage schlummert, bei dem das Schlimmste aber überwunden ist.
Nun habe ich als Hauptauto den erwähnten 320i.

Die M30 im E34 wären wahrscheinlich auch meine erste Wahl, wohl der 530i noch eher als der 535er. Die 530i gibt es noch als echte Rentnerkutschen. Die 535i sind meist ehemalige Managerfahrzeuge mit vielen vielen Kilometern und/oder haben bereits eine zweifelhafte Vergangenheit im Rotlicht/Kleinkriminellen-Millieu hinter sich, bzw. sind verbastelt. Naja stark verallgemeinert natürlich!
Interessant aber auch NUR, weil sie vom Anschaffungspreis her so günstig sind(1500-2000€ für gute Autos mit guter Ausstattung). An die Versicherungskosten und die Spritkosten sollte man dann lieber noch nicht denken. ;-)

Ja, das ist leider so. Deshalb auch E30. Der gefällt mir viel besser, denn ich komme an den E34 einfach nicht ran u ich halte ihn für wirtschaftlicher. Bei mittlerweile 80km täglichem Arbeitsweg ist es schon schlimm genug.

Die 525i 24V sind ja sehr beliebt und dementsprechend teuer(ab 2500-3000€ für brauchbare Autos, darunter gibts nur Höhlen), für mich(Student) im Moment wäre das kein Thema. Wenn für die Anschaffung mehr Kapital zur Verfügung wäre, würde für mich ein handgeschalteter 540i mit sequenzieller LGP-Anlage eine interessante Wahl für den Alltag darstellen. Die Autos sind zwar selten mit dem 6Gang Getriebe, aber für 5-6000€ sind gute Exemplare zu finden. Brauchbare Automatikversionen kriegt man ab 4k€. Allerdings kann man bei der Automatik ab 200tkm Laufleistung scheinbar täglich auf den Tod warten. Reparieren kann solche Getriebe kaum noch jemand, ein AT-Getriebe übersteigt den Zeitwert des Autos. Habe das bei einem Freund mitbekommen.

Ja, da stimm ich Dir auch zu. Hatte mich auch mal gejuckt...

Ganz lustige Geschichte noch zu meinem schwarzen E30-325i. Als Vorbesitzer stehen mehrere türkische Namen und Adressen aus dem Ruhrgebiet im Brief. Nichts Ungewöhnliches bei dem Auto würden jetzt viele sagen.
Aber entgegen aller Vorurteile war das Auto in Top-Zustand, scheckheft gepflegt und ein dicker Packen Rechnungen dabei. Es gab sogar Rechnungen des BMW-Autohauses für einen Leihwagen während der Zeit für die Inspektion. Es wurden an dem Auto, als es 10 Jahre alt war bei BMW noch eine neue Servolenkung, eine neue elektrische Antenne für fast 400DM verbaut, und es wurden neue BMW-Embleme für die Alufelgen montiert. Auf der Rechnung standen die Embleme als Ersatzteile und jede Menge Arbeitswerte für das Austauschen.
Sowas hatte ich vorher noch nirgendwo gesehen/gehört.
Des Rätsels Lösung. Das Auto war ein Geschenk des türkischen Generalkonsuls an seine Tochter. Es trug sogar Behördennummer laut Fahrzeugbrief. Die Tochter verstarb jung nachdem sie das Auto zwei Jahre hatte und das Auto wurde von ihrem Witwer und ihrem Vater ab und zu mal gefahren und immer regelmässig bei BMW gewartet. Und 8 Jahre später wurde es erst verkauft. Es war wohl die letzte Erinnerung an die Verstorbene. Geld spielte in der Familie keine Rolle. Was ich nur nicht verstehe. Das Auto hat (ohne die abgerechneten Diplomatenprozente) 1990 58.000DM gekostet, aber es hat keine elektrischen Fensterheber ab Werk gehabt, keine Ledersitze, keine Klima. Irgendwie haben die nur Extras bestellt, die keiner will/brauch, die aber richtig Kohle kosten.
Gruß, Christian

Das ist ja interessant. Was hat er denn so ? Das Bild bei E30.de lässt leider nicht sehr viel erkennen....
Kannst auch mailen: more-power@gmx.de


Re: Gute Beratung, Chris

friedrich, Sunday, 31.10.2004, 12:37 (vor 8034 Tagen) @ ChrisAS


Als Antwort auf: Re: Gute Beratung, Chris von ChrisAS am 30. Oktober 2004 16:21:12:

Cool ! Da ich mich auch mit diesem Thema befasst habe, wollte ich dem Frank auch was schreiben, aber ich habe nichts mehr hinzuzufügen. Cool.
Du weisst ne Menge über E28, E30 u E34, woher ? Hast Du die alle selbst (gehabt) ? Ich war vom E34 wieder abgekommen u interessierte mich dann eher für den E39, kaufte jetzt aber einen ganz tollen E30 320i.
Die beste E34 Wahl scheint mir auch der 525i 24V, ich persönlich würde aber wohl 530i M30 u 535i M30 bevorzugen, die kann man zwar auch nicht miteinander vergleichen u unvernünftig sind beide, aber wer wirklich vernünftig sein will, sollte Skoda Octavia wählen. Freude am Wagen ist aber ganz oben im Lastenheft.


Habe sowohl E34, als auch E28 mal gehabt. Hauptsächlich bin ich aber E30 Fahrer. Das Tolle bei BMW ist die Baukastentechnik. Wenn man sie einmal durchschaut hat kann man auf viele Dinge bei diversen Baureihen schließen, da die Technik oft die selbe ist.
Hab meine Erfahrungen mit BMW mit einem 524td E34 begonnen. Auto wurde günstig gekauft mit 214tkm und bei 217tkm gabs nen Kopfriss. Konnte das Auto dann zum Glück ohne große Verluste loswerden, die Reparatur wäre damals für mich unbezahlbar gewesen. Hauptsächlich mangels Informationen, da ich außer der BMW-Werkstatt keine Alternative wußte.
Naja danach hab ich angefangen mich mit der BMW-Materie intensiver zu beschäftigen.
Die M30 im E34 wären wahrscheinlich auch meine erste Wahl, wohl der 530i noch eher als der 535er. Die 530i gibt es noch als echte Rentnerkutschen. Die 535i sind meist ehemalige Managerfahrzeuge mit vielen vielen Kilometern und/oder haben bereits eine zweifelhafte Vergangenheit im Rotlicht/Kleinkriminellen-Millieu hinter sich, bzw. sind verbastelt. Naja stark verallgemeinert natürlich!
Interessant aber auch NUR, weil sie vom Anschaffungspreis her so günstig sind(1500-2000€ für gute Autos mit guter Ausstattung). An die Versicherungskosten und die Spritkosten sollte man dann lieber noch nicht denken. ;-)
Die 525i 24V sind ja sehr beliebt und dementsprechend teuer(ab 2500-3000€ für brauchbare Autos, darunter gibts nur Höhlen), für mich(Student) im Moment wäre das kein Thema.
Wenn für die Anschaffung mehr Kapital zur Verfügung wäre, würde für mich ein handgeschalteter 540i mit sequenzieller LGP-Anlage eine interessante Wahl für den Alltag darstellen. Die Autos sind zwar selten mit dem 6Gang Getriebe, aber für 5-6000€ sind gute Exemplare zu finden. Brauchbare Automatikversionen kriegt man ab 4k€. Allerdings kann man bei der Automatik ab 200tkm Laufleistung scheinbar täglich auf den Tod warten. Reparieren kann solche Getriebe kaum noch jemand, ein AT-Getriebe übersteigt den Zeitwert des Autos. Habe das bei einem Freund mitbekommen.
Ganz lustige Geschichte noch zu meinem schwarzen E30-325i. Als Vorbesitzer stehen mehrere türkische Namen und Adressen aus dem Ruhrgebiet im Brief. Nichts Ungewöhnliches bei dem Auto würden jetzt viele sagen.
Aber entgegen aller Vorurteile war das Auto in Top-Zustand, scheckheft gepflegt und ein dicker Packen Rechnungen dabei. Es gab sogar Rechnungen des BMW-Autohauses für einen Leihwagen während der Zeit für die Inspektion. Es wurden an dem Auto, als es 10 Jahre alt war bei BMW noch eine neue Servolenkung, eine neue elektrische Antenne für fast 400DM verbaut, und es wurden neue BMW-Embleme für die Alufelgen montiert. Auf der Rechnung standen die Embleme als Ersatzteile und jede Menge Arbeitswerte für das Austauschen.
Sowas hatte ich vorher noch nirgendwo gesehen/gehört.
Des Rätsels Lösung. Das Auto war ein Geschenk des türkischen Generalkonsuls an seine Tochter. Es trug sogar Behördennummer laut Fahrzeugbrief. Die Tochter verstarb jung nachdem sie das Auto zwei Jahre hatte und das Auto wurde von ihrem Witwer und ihrem Vater ab und zu mal gefahren und immer regelmässig bei BMW gewartet. Und 8 Jahre später wurde es erst verkauft. Es war wohl die letzte Erinnerung an die Verstorbene. Geld spielte in der Familie keine Rolle. Was ich nur nicht verstehe. Das Auto hat (ohne die abgerechneten Diplomatenprozente) 1990 58.000DM gekostet, aber es hat keine elektrischen Fensterheber ab Werk gehabt, keine Ledersitze, keine Klima. Irgendwie haben die nur Extras bestellt, die keiner will/brauch, die aber richtig Kohle kosten.
Gruß, Christian

Ihr lieben BMW-billig-Fahrer,

die ganze Diskussion um Unterhaltskosten und v.a. um die Anschaffungskosten Eurer guten Stücke ist doch reichlich kurzsichtig und läßt vermuten, daß hier sehr junge Leute Ihre Meinung zum Besten geben, die vielleicht noch nichtmal 5 Jahre Ihrer Füherschein haben:
Wenn man z.B schreibt, ein (gut gewartetes)Auto um 2500 Euro sei in der Anschaffung zu teuer: Ist es etwa besser, einen e 28 oder 34 für ein par hundert Euro zu kaufen, um dann festzustellen: eigentlich müssen alle Verschleißteile ersetzt werden, wie Auspuff ,Reifen, Bremsscheiben,Bremssättel,Kupplung Batterie, Spurstangen, Hinterachsgummilagr, Zahnriemen fällig,Stoßtangen verbeult, Lack hinüber etc pp (bis daß uns der TÜV trennt).
Unseren E 28 haben wir seit 18 Jahren, er wurde immer top gepflegt, entsprechend gut sieht er auch aus (top erhaltener Originallack,neue Stoßstangen, neues Armaturenbrett für 500 Teuros, Innenausstattung wie neu) die letzten beiden Jahre sind ca 3000 Euro in technik-Instandsetzungen investiert worden (und zwar nur die genannten Standart -Reparaturen) so daß für die nächsten mind 5 Jahre Ruhe sein sollte.
---Ja würde ich denn das Auto für 3000 Euro abgeben wollen? Im Bestzustand, mit knapp 140tkm! Einen ETA? Doch nicht mal für 5000 Euro!Schaut dochmal unter "mobile", was für toperhaltene erste Hand Exemplare verlangt wird (obs bezahlt wird, ist dann die andere Frage).
Kurz und gut, ein billiger Autokauf kann ganz schön in die Hose gehen, und dann bleibt noch das Problem mit der Wrackentsorgung, nochmal ein paar hundert Euros, und dazu nichts als Zeit unnütze verbracht.
Noch einen schönen Sonntag
fritz


Re: Gute Beratung, Chris

ChrisAS, Sunday, 31.10.2004, 14:03 (vor 8034 Tagen) @ friedrich


Als Antwort auf: Re: Gute Beratung, Chris von friedrich am 31. Oktober 2004 12:37:15:


Hallo Fritz,
3000€ in 2 Jahren ist aber verdammt viel Geld für ein Auto in dem famosen Zustand, wie Du ihn beschreibst...für das Geld hätte ich neben den von Dir aufgeführten Verschleißteilen auch noch eine kleine Revision am M20 mitmachen lassen.

Im Übrigen habe ich nur versucht ein paar Möglichkeiten aufzuzeigen. Wenn man das nötige Kapital auf dem Tisch liegen hat um sich ein teureres gut gewartetes Auto zu kaufen, ist das natürlich besser, hab ich auch nichts gegen gesagt. Trotzdem bleibt auch ein gut Gewarteter ein Gebrauchtwagen mit den möglichen Risiken.
Wenn man das Kapital nicht hat, dann ist man mit nem Modell, welches man billiger bekommt vielleicht besser beraten und kann die bevorstehenden Kosten für die Wartung so aufteilen, wie man das Geld dafür über hat. Das kann man ganz gut, wenn man vorher weiß, WAS einen bei einem bestimmten Modell erwartet.
Davon ab, hättest Du meinen Text mal ausführlicher gelesen, hättest Du vielleicht gesehen, daß ich der Meinung bin, daß man einen 530i R6 im GLEICHEN Pflegezustand wie einen 525i 24V für die Hälfte des Anschaffungspreises bekommt. Das bezahlt man im nachhinein durch die höheren Unterhaltskosten wieder rein, aber auch das hab ich geschrieben, das sollte jeder für sich selber abwägen.

Wer natürlich nicht in der Lage ist, sich mal ordentlich mit der Materie vertraut zu machen, ein Auto einzuschätzen, Informationen zu sammeln, der muß zwangsläufig etwas mehr Geld ausgeben(an Leute die bereit waren, Informationen zu sammeln) um das Risiko eines Fehlkaufs zu minimieren. Und wenns dann in die Hose, und man sich immer noch faul und ignorant ist, dann muß man nochmal bezahlen.
Wer ab und zu mal Nachrichten schaut wird bemerken, daß die Tonne Eisenschrott bei 80€ momentan liegt...den Rest kann man sich denken oder man bezahlt dafür, daß andere denken.

Deine Vermutung stimmt in etwa. Habe seit 5 Jahren den Führerschein. Ok ein bißchen länger noch, der Zeitraum stimmt aber.
Bin ich nun noch nicht reif oder noch nicht würdig BMW zu fahren?? Ich fahre meine Autos nicht zu Schrott, ich bin also nicht schuld, daß die Versicherungsklassen so hoch sind.
Da ich nunmal momentan Student bin und noch keine 3k netto im Monat verdiene, sondern mich mit ein paar Hundert jeden Monat durchschlagen muß, muß ich nunmal aufs Geld schauen(die Situation wird sich aber wohl hoffentlich mal ändern).
Es gibt aber wohl auch einige andere Leute hier im Forum, die ein bißchen aufs Geld achten müssen, wenn es um ihre Autos geht. Ist das verwerflich? Darf man nur BMW fahren, wenn man mit Geld um sich schmeißen kann?

Im Übrigen kauf ich mir keine Autos um sie zu sammeln und in eine Garage zu stellen. Das kann man mit extrem seltenen Stücken machen, oder einfach wenn man Spaß dabei hat.
Ich persönlich find alte BMW's so klasse, weil sie extrem viel "Freude am Fahren"(ein Slogan der passt) bieten.

Um mal Dein Beispiel aufzugreifen. Anstatt in ein originales Armaturenbrett(meins schaut nach dem Putzen immer noch wie neu aus) würde ich das Geld lieber in ein gutes Gebrauchtes in ordentlichem Zustand investieren. Den Rest des Geldes "investiere" ich in den Tank. Und so kommt es, daß mein BMW in den letzten 2,5 Jahren schon mindestens halb Europa gesehen hat, bzw. ich das Vergnügen hatte viele schöne Orte und Landschaften in einem tollen Automobil zu bereisen. Das macht (zumindest mir) viel mehr Freude als ein Pauschalurlaub im Süden mit angemietetem Fiat Punto, etc. und auch viel mehr Freude als meinen topgepflegten BMW in der Garage zu polieren, den ich aber nicht fahren darf, damit er nicht noch mehr KM bekommt.

Gruß, Christian
PS: Meine "Billig-BMW" kamen bis jetzt immer problemlos und legal durch den Tüv. Geschieden wurde nur, wenn ich Lust auf Veränderung hatte. Mal vom 524td abgesehen, aber der hat als Kostenfalle mich damals sensibel gemacht im Umgang mit alten Autos.

Ihr lieben BMW-billig-Fahrer,
die ganze Diskussion um Unterhaltskosten und v.a. um die Anschaffungskosten Eurer guten Stücke ist doch reichlich kurzsichtig und läßt vermuten, daß hier sehr junge Leute Ihre Meinung zum Besten geben, die vielleicht noch nichtmal 5 Jahre Ihrer Füherschein haben:
Wenn man z.B schreibt, ein (gut gewartetes)Auto um 2500 Euro sei in der Anschaffung zu teuer: Ist es etwa besser, einen e 28 oder 34 für ein par hundert Euro zu kaufen, um dann festzustellen: eigentlich müssen alle Verschleißteile ersetzt werden, wie Auspuff ,Reifen, Bremsscheiben,Bremssättel,Kupplung Batterie, Spurstangen, Hinterachsgummilagr, Zahnriemen fällig,Stoßtangen verbeult, Lack hinüber etc pp (bis daß uns der TÜV trennt).
Unseren E 28 haben wir seit 18 Jahren, er wurde immer top gepflegt, entsprechend gut sieht er auch aus (top erhaltener Originallack,neue Stoßstangen, neues Armaturenbrett für 500 Teuros, Innenausstattung wie neu) die letzten beiden Jahre sind ca 3000 Euro in technik-Instandsetzungen investiert worden (und zwar nur die genannten Standart -Reparaturen) so daß für die nächsten mind 5 Jahre Ruhe sein sollte.
---Ja würde ich denn das Auto für 3000 Euro abgeben wollen? Im Bestzustand, mit knapp 140tkm! Einen ETA? Doch nicht mal für 5000 Euro!Schaut dochmal unter "mobile", was für toperhaltene erste Hand Exemplare verlangt wird (obs bezahlt wird, ist dann die andere Frage).
Kurz und gut, ein billiger Autokauf kann ganz schön in die Hose gehen, und dann bleibt noch das Problem mit der Wrackentsorgung, nochmal ein paar hundert Euros, und dazu nichts als Zeit unnütze verbracht.
Noch einen schönen Sonntag
fritz

Re: Gute Beratung, Chris

MP, Sunday, 31.10.2004, 14:58 (vor 8034 Tagen) @ ChrisAS


Als Antwort auf: Re: Gute Beratung, Chris von ChrisAS am 31. Oktober 2004 14:03:35:


Auf so einen schon mit einer Beleidigung beginnenden Text würde ich gar nicht eingehen. In meinen E28 habe ich im Laufe von bald 5 Jahren über 10.000 Euro versenkt. Darauf bilde ich mir aber nichts ein, sondern es ist ein gutes Beispiel dafür, dass das bessere Auto immer auch der bessere Kauf ist.
Ich weiss, worauf Frank hinaus will u auch was Du gemeint hast.
Ich sagte ja, wenn man alles auf Wirtschaftlichkeit prüft, wäre ein Skoda Octavia sicher besser. Es ist nicht immer nur alles schwarz oder weiss.

Meinen Führerschein habe ich seit 12 Jahren, was immer das auch damit zu tun haben soll.


Re: Gute Beratung, Chris

friedrich, Sunday, 31.10.2004, 18:32 (vor 8034 Tagen) @ MP


Als Antwort auf: Re: Gute Beratung, Chris von MP am 31. Oktober 2004 14:58:39:

Auf so einen schon mit einer Beleidigung beginnenden Text würde ich gar nicht eingehen. In meinen E28 habe ich im Laufe von bald 5 Jahren über 10.000 Euro versenkt. Darauf bilde ich mir aber nichts ein, sondern es ist ein gutes Beispiel dafür, dass das bessere Auto immer auch der bessere Kauf ist.
Ich weiss, worauf Frank hinaus will u auch was Du gemeint hast.
Ich sagte ja, wenn man alles auf Wirtschaftlichkeit prüft, wäre ein Skoda Octavia sicher besser. Es ist nicht immer nur alles schwarz oder weiss.
Meinen Führerschein habe ich seit 12 Jahren, was immer das auch damit zu tun haben soll.


Hallo Chris,
holla MP,

nein beleidigen wollte ich mit meinen Zeilen niemanden, im Gegenteil habe ich für einen begrenzten Etat durchaus Verständnis, da ich die Situation auch selbst leidvoll kenne. Was aus meinem Schrieb nicht hervorgeht, ist die tatsache, daß auch ich bei den E-28 -Instandsetzungen sehr aufs Portemonnaie achten mußte, die meisten Reparaturen wurden in Eigenregie durchgeführt:

Bremsen, Zahnriemen, Spurstangen, Armaturenbrett u.v.m.
wegen letzterem habe ich zunächst auch nach einer preiswerten Alternative gesucht, doch sämtliche greifbaren "Bretter" hatten auch zumindest bereits Haarrisse, die elastizität des Bezugsmaterials war schon spürbar eingeschränkt.
Und da ich den rapiden Verfall meiner eigenen Armatur innerhalb von nur 2 Jahren leidvoll miterleben mußte(zunächst nur kleine Risschen unter der Scheibe, und dann plötzlich ein großer Sprung in der Mitte nach der kältesten frostnacht vor drei Jahren), habe ich mich angesichts der eintägigen Aus- und einbauprozedur zu einem Neuteil entschieden, das hoffentlich noch lange sprungfrei bleibt.

Vergessen habe ich bei meiner Reparaturauflistung die Stoßdämpfer vorne (Werkstatt-Arbeit) sowie die Wasserpumpe (selbst gewechselt)und die Zündverteilerkappe samt Finger (auch selbst gewechselt).
Der Motor sollte im übrigen schon nochmal mindestens 100tkm vor einer Revision halten, bisher zeigt er noch keine ermüdungserscheinungen.
Bei meinen ersatzteilkäufen wurde überwiegend auf Teile von stahlgruber gegriffen, preiswerter als original, Auspuff ist wie original von eberspächer, halt ohne BMW-Stempel, Bremschscheiben von ATE, Batterie von Varta, Reifen nur von Fulda, dennoch 350 E teuer, Stoßdämpfer von sachs, spurstangen von Meile.
Letztere schlagen alleine mit ca. 220 euro zu Buche (links/rechts jew.ca. 45, Mitte ca. 100, Zwischenhebel ca. 50, Vermessung dann nochmal 80)
Was ich damit aufzeigen will: Auch weitgehend in Eigenregie durchgeführte Reparaturen summieren sich in maligner weise, und die 3000 euro stehen ohne bei BMW gewesen zu sein seit zweieinhalb Jahren im Raume, dafür ist die Kiste aber auch durchsaniert, drunter sind allenfalls gefährliche Kompromisse möglich: natürlich kann man mit ausgeschlagenen Sppurstangen weiterrudern, kaputte Stoßdämfer erkennt der TV-Prüfer nicht zwingend, er weiß auch nicht, ob die Vorderachse bei Tempo 90 wie mit dem Hammer schlägt.
Und auch die stoßstangenerneuerung ist bei den 3000 E mit inklusive, ich hätte freilich auch mit den alten angegammelten (Chrom matt, vordere etwas verzogen) weiterfahren können, aber das finde ich ebenso unattraktiv wie hinter einen verprungenen Armaturenbrett zu sitzen.
Ich meine also, daß der genannte Betrag für die aufgeführten Reparaturen das unterste minimum ist, was ja durch den Kommentar von MP seine bestätigung findet: Läßt man von a bis z alles in der werkstatt instandsetzen, dann sind schnell Summen von 5000 E und mehr drin.
Also nochmal nix für ungut, ich wollte niemandem auf den Schlips treten, auch nicht wegen des jugendlichen alters des Verfassers, ich meinte halt, daß man für 2500 Euro heutzutage kein für längere Zeit brauchbares Auto bekommen kann, freilich kann auch das Fahren mit einem Endzeit-Fünfer in letzten zügen noch Spaß bereiten.
Also Viele grüße
Euer fritz

Re: Gute Beratung, Chris

ChrisAS, Sunday, 31.10.2004, 20:43 (vor 8034 Tagen) @ friedrich


Als Antwort auf: Re: Gute Beratung, Chris von friedrich am 31. Oktober 2004 18:32:43:

Auf so einen schon mit einer Beleidigung beginnenden Text würde ich gar nicht eingehen. In meinen E28 habe ich im Laufe von bald 5 Jahren über 10.000 Euro versenkt. Darauf bilde ich mir aber nichts ein, sondern es ist ein gutes Beispiel dafür, dass das bessere Auto immer auch der bessere Kauf ist.
Ich weiss, worauf Frank hinaus will u auch was Du gemeint hast.
Ich sagte ja, wenn man alles auf Wirtschaftlichkeit prüft, wäre ein Skoda Octavia sicher besser. Es ist nicht immer nur alles schwarz oder weiss.
Meinen Führerschein habe ich seit 12 Jahren, was immer das auch damit zu tun haben soll.


Hallo Chris,
holla MP,
nein beleidigen wollte ich mit meinen Zeilen niemanden, im Gegenteil habe ich für einen begrenzten Etat durchaus Verständnis, da ich die Situation auch selbst leidvoll kenne. Was aus meinem Schrieb nicht hervorgeht, ist die tatsache, daß auch ich bei den E-28 -Instandsetzungen sehr aufs Portemonnaie achten mußte, die meisten Reparaturen wurden in Eigenregie durchgeführt:
Bremsen, Zahnriemen, Spurstangen, Armaturenbrett u.v.m.
wegen letzterem habe ich zunächst auch nach einer preiswerten Alternative gesucht, doch sämtliche greifbaren "Bretter" hatten auch zumindest bereits Haarrisse, die elastizität des Bezugsmaterials war schon spürbar eingeschränkt.
Und da ich den rapiden Verfall meiner eigenen Armatur innerhalb von nur 2 Jahren leidvoll miterleben mußte(zunächst nur kleine Risschen unter der Scheibe, und dann plötzlich ein großer Sprung in der Mitte nach der kältesten frostnacht vor drei Jahren), habe ich mich angesichts der eintägigen Aus- und einbauprozedur zu einem Neuteil entschieden, das hoffentlich noch lange sprungfrei bleibt.
Vergessen habe ich bei meiner Reparaturauflistung die Stoßdämpfer vorne (Werkstatt-Arbeit) sowie die Wasserpumpe (selbst gewechselt)und die Zündverteilerkappe samt Finger (auch selbst gewechselt).
Der Motor sollte im übrigen schon nochmal mindestens 100tkm vor einer Revision halten, bisher zeigt er noch keine ermüdungserscheinungen.
Bei meinen ersatzteilkäufen wurde überwiegend auf Teile von stahlgruber gegriffen, preiswerter als original, Auspuff ist wie original von eberspächer, halt ohne BMW-Stempel, Bremschscheiben von ATE, Batterie von Varta, Reifen nur von Fulda, dennoch 350 E teuer, Stoßdämpfer von sachs, spurstangen von Meile.
Letztere schlagen alleine mit ca. 220 euro zu Buche (links/rechts jew.ca. 45, Mitte ca. 100, Zwischenhebel ca. 50, Vermessung dann nochmal 80)
Was ich damit aufzeigen will: Auch weitgehend in Eigenregie durchgeführte Reparaturen summieren sich in maligner weise, und die 3000 euro stehen ohne bei BMW gewesen zu sein seit zweieinhalb Jahren im Raume, dafür ist die Kiste aber auch durchsaniert, drunter sind allenfalls gefährliche Kompromisse möglich: natürlich kann man mit ausgeschlagenen Sppurstangen weiterrudern, kaputte Stoßdämfer erkennt der TV-Prüfer nicht zwingend, er weiß auch nicht, ob die Vorderachse bei Tempo 90 wie mit dem Hammer schlägt.
Und auch die stoßstangenerneuerung ist bei den 3000 E mit inklusive, ich hätte freilich auch mit den alten angegammelten (Chrom matt, vordere etwas verzogen) weiterfahren können, aber das finde ich ebenso unattraktiv wie hinter einen verprungenen Armaturenbrett zu sitzen.
Ich meine also, daß der genannte Betrag für die aufgeführten Reparaturen das unterste minimum ist, was ja durch den Kommentar von MP seine bestätigung findet: Läßt man von a bis z alles in der werkstatt instandsetzen, dann sind schnell Summen von 5000 E und mehr drin.
Also nochmal nix für ungut, ich wollte niemandem auf den Schlips treten, auch nicht wegen des jugendlichen alters des Verfassers, ich meinte halt, daß man für 2500 Euro heutzutage kein für längere Zeit brauchbares Auto bekommen kann, freilich kann auch das Fahren mit einem Endzeit-Fünfer in letzten zügen noch Spaß bereiten.
Also Viele grüße
Euer fritz

War wohl ein Mißverständnis. Ich bin nicht der typische "3Wochen einen auf dicke Hose machen mit meinem schrottreifen 535i" Typ, auch wenn ich dem Alter entspreche. Ich liebe die Autos, kann mich immer sehr schwer trennen und hab auch schon jede Menge Geld in die Kisten versenkt.

Aber glaub mir, man kann auch für wenig Geld gute Autos kaufen. Irgendwas zu machen ist immer an Gebrauchtwagen.

Mein E30 hat 1900€ gekostet in 1A Zustand. Er hat mich in knapp 120tkm Folgendes gekostet:
2*Zahnriemenwechsel komplett mit WaPu
1*WaPu extra (war nach 35tkm schrott, scheiß Zubehör)
1*Auspuff
1*Kupplungskit komplett (war nur das Ausrücklager defekt)
1*Simmering Getriebe
1*Satz Querlenker
1*Satz Bremsscheiben mit neuen Belägen
1*Bremsbeläge vorne extra
2*Bremsflüssigkeit
3*Satz Zündkerzen
1*Zündverteiler mit Läufer
3*Luftfilter
1*Spritfilter
12*Ölwechsel
ca. 12000l Benzin
3*Satz Reifen
Nicht nötig war ein neues Fahrwerk, das hab ich aber trotzdem gemacht.
Ebenso ein paar Sätze Alufelgen, aber das war nur "optisches Vergnügen".

Ich finds auf jeden Fall insgesamt nicht viel Geld, von den Versicherungs- und Spritkosten mal abgesehen.

Was ich bald erwarte/plane:
-Pleuellager tauschen
-Tragegelenke tauschen
-Domlager vorne und hinten neu
-Tonnenlager hinten neu
-Hardyscheibe und Kardanmittellager neu
-Rostvorsorge
-Zahnriemen mal wieder
-Zündung mal wieder überholen, Lambda neu

Eigentlich überschaubar und trotzdem "billig-BMW" im Alltag. ;-)

Gruß, Christian


Re: Unterhaltskostenvergleich E34/E28

Frank Diederichsen, Sunday, 31.10.2004, 14:44 (vor 8034 Tagen) @ ChrisAS


Als Antwort auf: Re: Unterhaltskostenvergleich E34/E28 von ChrisAS am 29. Oktober 2004 17:02:13:


Hallo Chris,
danke für Deinen informativen Beitrag. Na,ja, mal schauen, vor zwei Monaten hat meiner ja erst TÜV und AU gekriegt, das ist ja auch nicht zu verachten.

Beste Grüße, Frank


Ein Tipp!

Mütze, Friday, 29.10.2004, 17:02 (vor 8036 Tagen) @ Frank Diederichsen


Als Antwort auf: Unterhaltskostenvergleich E34/E28 von Frank Diederichsen am 29. Oktober 2004 15:03:53:


Hi,<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/updown.gif alt=updown>
geh doch mal auf die "ultimative"Seite von www.e34.de .Geh zur Kommunalfraktion Bärlin.Da geistern ein Typen `rum,die beide Modelle haben.Sind echt freundliche Jungs mit Durchblick.Wär ich nicht krank geworden,hätte ich mich schon im Mai mit ihnen getroffen.Probiers mal,kostet nix.
Gruss,Mütze<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile>


Re: Unterhaltskostenvergleich E34/E28

Marco M535i, Friday, 29.10.2004, 19:16 (vor 8036 Tagen) @ Frank Diederichsen


Als Antwort auf: Unterhaltskostenvergleich E34/E28 von Frank Diederichsen am 29. Oktober 2004 15:03:53:


Hallo,

ich denke der E34 ist dem E28 mehr oder minder in allen Belangen überlegen - hatte vor 5 Jahren einen E34 mit dem 192ps 24V Motor. Ging wirklich gut, und der Verbrauch war auch wesentlich geringer als beim 3.5 hehe.

Der E34 ist wirklich ein tolles Auto - insbesondere als späte Version in Executive Ausstattung (doppel Airbag, lackierte Schweller/Schürzen, breite Niere, Holz innen) MJ 94/95 mit Vanos zu empfehlen!

Als Motor unbedingt dem 2.5er nehmen - praktisch gleicher Vebrauch wie der 520i.

Wartung / Unterhalt ist equivalent zum E28 - abgesehen vom höheren Wertverlust (muss ja höher sein, da Wertverlust beim E28 praktisch Null).

Allerdings fehlt im das gewisse etwas - er ist auch noch wunderschön, aber man merkt schon, dass der Zahn der Zeit an ihm genagt hat - ist ja mittlerweile auch schon mindestens 10 Jahre alt.

hoffe konnte dir helfen,

Gruß,
Marco

PS: Behalte den E28 trotzdem, wenns kein M5 ist, bekommst du eh nix mehr dafür ;)


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