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Ventilschaftdichtungen 525e im eingebauten Zustand (Allgemein)

Boddah, Sonntag, 08.11.2020, 20:07 (vor 16 Tagen)

Mein 525e bläut mittlerweile sehr stark und ich vermute, dass die Ventilschaftdichtungen hinüber sind.
Der Motor hat 186.000km und ist sonst eigentlich gut in Schuss. (KeinÖlverlust, kein Wasserverlust usw.)

Da es nur eine Vermutung ist und es ja auch die Kolbenringe sein könnten, würde ich gerne die Schaftdichtungen machen ohne den Kopf abzunehmen.


Geht das überhaupt ordentlich beim eta? Können die Kipphebel soweit auf die Seite geschoben werden, dass man das Ventilentspannen kann?

Für tips wäre ich dankbar.

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Ventilschaftdichtungen 525e im eingebauten Zustand

Joti @, Søgne, Norwegen, Sonntag, 08.11.2020, 21:22 (vor 16 Tagen) @ Boddah

Mein 525e bläut mittlerweile sehr stark und ich vermute, dass die Ventilschaftdichtungen hinüber sind.
Der Motor hat 186.000km und ist sonst eigentlich gut in Schuss. (KeinÖlverlust, kein Wasserverlust usw.)

Da es nur eine Vermutung ist und es ja auch die Kolbenringe sein könnten, würde ich gerne die Schaftdichtungen machen ohne den Kopf abzunehmen.


Geht das überhaupt ordentlich beim eta? Können die Kipphebel soweit auf die Seite geschoben werden, dass man das Ventilentspannen kann?

Für tips wäre ich dankbar.

Hallo,
ja geht.
Motor jeweils auf Kompressions-OT drehen (Kipphebel haben Ventilspiel), Halteblech über den Kipphebeln entnehmen, Kipphebel zur Seite schieben, Zündkerze entfernen, Druckluftadapter in Zündkerzenbohrung schrauben und Druckluft anschließen (hält das Ventil im Ventilsitz), Ventilfedern herunterdrücken, Ventilkeile entnehmen, Ventilfedern entnehmen, Ventilschaftdichung entnehmen, Umgebung reinigen, neue Ventilschaftdichtung aufdrücken, dann alles in umgekehrter Reihenfolge zusammembauen. Zum Schluß evtl. noch Ventilspiel einstellen.

Gruß
Joti

--
Grüße vom Griechen der aus Deutschland kommt und im Trollland lebt

Ventilschaftdichtungen 525e im eingebauten Zustand

M.S. @, Straubing-Bogen, Montag, 09.11.2020, 10:00 (vor 16 Tagen) @ Joti
bearbeitet von M.S., Montag, 09.11.2020, 10:15

Harte Arbeit für wenig langen Erfolg.

"Ventile drücken"... hört sich gut an. Scheiss Arbeit. :-D

Wenn du das alles gemacht hast, hast du die Folgen, aber nicht die Ursachen für die Leckage am Schaft behoben. Die Folge sind die kaputten Schaftdichtungen, die Ursache aber sind verschlissene Führungen und Ventilschäfte.

Wenn du diesen Motor später auseinander nimmst ... und ja, das wirst du tun, diese Reparatur hält nur relativ kurz... wirst du bei den Ventilschäften und Führungen das eine oder andere Zehntel finden. Und es wird sich zeigen, ob gute oder billige Öle verwendet wurden.

Eric und ich haben Bauklötze gestaunt, als wir einen "neuwertigen" 60.000km M10 zerlegt haben, der offenkundig mit einer Drecksplörre geschmiert worden war. Da haben satt 2 Zehntel in der Führung gefehlt...und auch an der Hartverchromung vom Ventilschaft...

Andere Motoren als Teilespender haben glatt den Tacho überlebt ohne erkennbaren Verschleiss. Mein 318i hat trotz kompletter Tuning Revision immer noch seine originalen Ventile drin ohne jeden Verschleiß... es gab keinen Grund zum wechseln.

Ich möchte dir damit den Tag nicht versauen, aber ein Eta mit bläuendem Motor und einer harmlosen Laufleistung von gerade mal 180.000km ... da ist er gerade mal etwas mehr als "eingelaufen". Etas packen normalerweise ein Vielfaches davon ohne bläuen.

Es wäre besser, es gleich richtig anzugehen.

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Ventilschaftdichtungen 525e im eingebauten Zustand

JET @, Montag, 09.11.2020, 11:52 (vor 16 Tagen) @ M.S.

Hallo,

"Harte Arbeit für wenig langen Erfolg"?

Lass Dich nicht entmutigen und mach es. In der Zeit, wo er dann ggf. weniger Öl verbraucht, kannst Du ja noch Geld für eine komplette Revision auf Seite legen.
Ich würde da aber auch mal auf die Ölsorte sehen.
Viel Erfolg
Grüße aus dem Oberbergischen

Zylinderdruckverlust test machen und dann entscheiden

Rudi @, Marklkofen, Sonntag, 15.11.2020, 22:47 (vor 9 Tagen) @ Boddah

Hallöle,

hier muss ich mal einhaken.
Motorendiagnose ist mein Tagesgeschäft.

Mach einen Zylinder-Druckverlust-Test (da reicht ein Kompressor und ein billig Set von Egay). Dann weist du wie es um den Unterbau steht.

Ist dieser, wie ich erwarte, gut und die Ventile dicht (vorallem die Auslassventile!) dann bau einfach mal einen Satz Schaftabdichtungen aus. (Achtung entweder Brennraum mit Schnur füllen oder Druckluft sonst hast du krumme Ventile).

Meistens verreckt der Kunststoff wegen irgendwelchen Addititven im Öl öder zu hohen EGT bzw. zu hohe Abgasgegendrücke.

Sollten die Dichtungen und oder die Ventilschäfte brandig sein oder Öllack aufweisen musst du die Führungen machen.

Führungen gehen nämlich nicht wegen (Qualitativ) schlechtem Öl drauf, sondern wegen Öllack und Ölasche von unpassendem Öl.

Die Hauptschmierung der Ventilführungen übernimmt der Kraftstoff und das Öl in der Ansaugluft!
Diese Tatsache hat einen berühmten deutschen Industriemotorenhersteller einen 2-Stelligen Millionenbetrag gekostet....:-)

Grüße
Rudi

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