Re: Gasbetrieb im PKW (Allgemein)
Als Antwort auf: Gasbetrieb im PKW von Klaus am 08. Juli 2003 09:57:16:
na aber hallo ...
das klingt ja so als wenn Autogas doch nicht die sauberste und beste Lösung sei wie uns viele vormachen. Aber gut hierzu einmal einen Beitrag aus der Praxis zu hören. Bombe im Kofferraum? Hm, passiert da oft etwas? Eher unpraktisch wenn vom Kofferraum nur noch die Hälfte oder weniger zur Verfügung steht.
Ja, da passiert schon mal was..Deshalb darf man Heutzutage hier nur noch neue Gasanlagen einbauen da das plastikmühl auch eben schneller kaput geht (und gefährlich wird) Einbauanlagen sind hier ab so 500e erhältlich und kann man selber einbauen, man muss aber danach gleich zum TUV um checken zu lassen ob das richtig gemacht ist.
Bei uns kommt zu den sehr hohen Einbaukosten von mindestens EURO 2000,-- noch hinzu, es bringt keine steuerlichen Vorteile solange auch der Benzintank eingebaut ist und man mit Benzin fahren kann. Allerdings hat man mit beiden Sythemen zusammen je nach Fahrzeug eine ungeahnte Reichweite. Das mit dem Leistungsverlust ist bekannt, rentabel wird das Ganze denke ich nur bei einem entsprechend großen Preisunterschied Benzin/Gas und hohen km-Leístungen. Aber dann doch wohl eher Diesel bzw. Turbodiesel und großer Kofferraum :).
Steurliche Vorteile? Hier bezahlt man sowieso 2 bis 3 mal soviel Steur wenn man eine Gasanlage hat egal ob man immer noch ein Benzintank drinnen hat; man soll also richtig viel fahren bevor das 'break even point'da ist.
Das die Motoren schneller verschleissen ist hier kein Diskussionspunkt mehr. Gussmetal kann indertat mehr haben (aber welcher PKWHersteller verwendet das noch im Zyl.kopf?) und das ist auch weil der Freund von mir immer noch auf Gas fährt: es ist sooo billig da man hier ab 25 Jahre überhaupt keine Steuer mehr bezahlt, man baut Gas ein und hat dann auch fast keine Verbrauchskosten mehr! Oldtimerversicherung ist hier so 70euro pro Jahr. Es gibt also fast nichts billigeres als ein Ami zu fahren mit Gasanlage, älter als 25 Jahren.
über Reichweite: mit Gas nimmt dein wagen sign. mehr Sprit. Buick V8, 350-4Barrel Hi-Compression: Benzin 1l pro 6 km (16,6l./100km), auf Gas 1l.pro 4km (25l./100km). Dazu ist mit Gas immer ein 80% Füllnippel verplichtet (Bombe); die reichweite ist also nicht sooo viel mehr.
Lass das Gas einfach in der Küche und nimm nen td; das ist jedenfalls meine Meinung. Worum denkst du, fahren nicht alle LKW auf Gas? Was man hier in Holland noch macht, sind die sogenannten 'schwarze Gasanlagen'. Da man, wenn dein Auto noch keine 25 jahren alt ist, sehr viel Steur zahlen muss, bauen manche die Gasanlage aus bevor den Tüv und nachher wieder ein. Auf dem Fahrzeugschein steht dann nicht das es auf LPG (Liquid Petroleum Gas) fährt, du bezahlst den extra steuer nicht und den Sprittkosten auch nicht!! Ist aber nicht ganz legal <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>
Oh ja: wenn das alles noch nicht genug ist: die meisten Wagen mit Gasanlagen haben richtige Startproblemen und wer wählt bewusst dafür???
Mach's gut, Steffen.
Ob die Motore schneller verschleißen? Ob die Vintilsitzringe notwendig sind oder nicht und ob diese bei gasbetrieb Schaden nehmen kann ich nicht sagen. Vielleicht liegt das auch am spezifischen Leistungsgewicht und ist bei hoch belasteten ( hochverdichteten ) Motoren so? Vielleicht kann da jemand weitere Erfahrungswerte beitragen?
Ich kenne Gas aus den 50ern, da liefen viele Opel Blitz 6-Zylinder Benziner aus Kostengründen mit Flaschengas. Aus dieser Zeit sind aber keine häufigeren Motorschäden bekannt und die Blitze liefen viele viele Jahre und Kilometer. Allerdings handelte es sich um einen äußerst robusten und wenig belasteten 2 1/2 Liter Motor aus Grauguß. Er war baugleich mit dem des Opel Kapitän und wurde bereits zur Vorkriegszeit auch im Opel Blitz LKW verwendet. Da war er mit Änderungen zugunsten des Drehmomentes versehen ( u.a. Nockenwelle ), obwohl der Motor sowieso schon ein Dampfhammer war und im PKW ( außer Anfahren ) fast ausschließlich im direkten Gang des Dreiganggetriebes gefahren werden konnte).
Ein frühes Stadium des "Gasantriebes" war übrigens das Fahren mit Holzgas vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg mangels Kraftstoff. Das funktionerte auch, war aber eine langwierige Angelegeheit und recht schmutzig <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/grmpf.gif alt=grmpf>
Wen das Fahren mit Holzgas interessiert schaue auf den Link unten oder nehmen einen dieser Links:
http://pub37.ezboard.com/ffahrenmitholzgasfrm1
http://de.geocities.com/agriserve2000/hog1.txt
http://www.xs4all.nl/~classic2/Opel13.html
http://www.fortunecity.com/uproar/picture/717/BUESSING/holzv.htm
http://www.muenster.org/uiw/fach/chemie/material/inhalt/holzgas.htm