An Rainer, vom MS Guru.. (Allgemein)
Als Antwort auf: An den MS Guru.. von 525Rainer am 31. Januar 2003 12:02:51:
Hallo Rainer,
nun treffen wir uns mal im richtigen Forum.
Entschuldige bitte, das ich Dir letztens nicht mehr so ausführlich antworten konnte, ich hatte schön was um die Ohren. Nun zu Deinem Text!
Hab mir jetzt mal die Seite von Sanders angeschaut. Ich werd mir dessen Druckbecherset bestellen.
Die Fettbänder werd ich z.B. gleich - statt der Dichtmasse mit der Kotflügel - normalerweise aufgesetzt wird benutzen.<
Das habe ich auch gemacht. So etwa 95/96 habe ich mir einen Kotflügel am Radlauf angeknickt. Da ich seit meiner Glas-Zeit Spachtel verabscheue habe ich einen neuen Kotflügel montiert und mit dem Fett die Naht zum Innenflügel abgedichtet. Bis heute keine Probleme !! Aber statt der Fettbänder - damit dichtest Du besser z.B. die großen Ablauflöcher im Wagenboden von oben und unten ab (sind übrigens nur für den Ablauf der VBH/Phosphatierung drin, wenn die Karosse aus dem Bad auftaucht). Auch Stellen, die verstärkt Steinschlag ausgesetzt sind (Kotflügel unten) kannst Du damit schützen.
Für die Auflagefläche des Kotflügel kann ich Dir eine andere Rezeptur empfehlen.
Mische etwa 2/3 Mike-Sanders-Fett und 1/3 Unterbodenschutz auf Wachsbasis im flüssigen Zustand zusammen, ggf. auch ½ zu ½. Du musst das probieren. Damit wird die Pampe im kalten Zustand etwas fester, aber das Fett ist eingelagert und reagiert im Sommer wie üblich. Verarbeite die Pampe aber nur im Sommer oder in einer beheizten Kabine, aber das hatten wir ja schon...
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Streiche auch auf der Unterseite der Türen die kleine C-Schiene, die den Türdichtgummi hält damit ein - Gummi abziehen, einpinseln und Gummi wieder drauf das habe ich nämlich verpasst und da habe ich nun die rostige Quittung.
Es wird sich zeigen wie sich alles bewährt. nächsten Frühling werd ich das Zeug entweder verfluchen oder ich fang als Aussendienstmitarbeiter bei MS an
.<
Dann hast Du ja gleich einen Vorführwagen
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PS: weisst du eigentlich dass ich wegen dir seit neuestem den UBS in den ganz kleinen Ecken mit einem extra Stumpfen Schraubenzieher abschabe nur um die Werks-Phosphatierung weitgehenst zu erhalten? nur wegen dir
. <
Ich wusste bisher nicht, das meine Worte so gewichtig sein können.
Du machst ja einen Aufwand das erinnert mich 1:1 an meine Glas-Aktionen. Ist der Unterboden auf dem Foto blank? Oder ist das eine neue Beschichtung? Du bist ja geradezu besessen vom Erhaltungswahn der Karosse
. Bedenke, es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Es ist das natürliche Bestreben jeder Karosse, seit sie aus rostigem Erz zu Blech veredelt wurde, wieder dahin zu gelangen wo sie hergekommen ist. Dein Bestreben ist gewissermaßen nicht im Sinne Deiner Karosse.
Was verwendest Du übrigen als Haftprimer, nachdem die Karosse sandgestrahlt wurden???
An meiner Diva muss ich auch etwas nacharbeiten. Im Reparaturbereich bin ich über den Stand der Technik nicht gut informiert.
Uns nun noch ein Tipp zum Entrosten!! Sandstrahlen ist ja gut und schön, aber du erwischst doch nicht immer den Rost porentief!! Das Zauberwort heisst Phosphorsäure. Phosphatierung...nun Phosphorsäure....das muss doch bald ein Kopfwurm für dich sein. Aber Spaß beiseite. Ich habe noch einen Liter eine Phosphorsäure mit Inhibitor ganz wichtig. Wo man das Zeug herbekommt weiß ich nicht (Autozubehör sicher sehr schwierig, dann eher ein Chemikalienvertrieb oder eine galvanische Verzinkerei). Den Liter den ich da noch habe, hüte ich wie meinen Augapfel.
Ich fülle die Flüssigkeit in eine kleine Spritze setze, je nach Anwendung eine Metallkanüle auf oder nehme die Kunststoffummantelung einer großen Infusionskanüle (aus der Apotheke). Damit kannst Du sehr punktuell die Roststellen behandeln. Wenn man normale Haushaltswatte auf die Stelle legt und dann die Watte mit der Phosphorsäure tränkt, dann kann man auch senkrechte oder Stellen über Kopf behandeln. Ein- bis zweimal an Tag etwas nachdosieren, damit die Stelle feucht bleibt (nur so kann die Säure wirken) dann ist nach einer Stunde bis zu 2 Tagen kein Rost mehr da und das porentief, wie aus der Waschmittelwerbung.
Und der Clou dabei, der Phosphorsäure löst den Rost auf und der Inhibitor verhindert, das Metall gelöst wird...und dann hast Du als besondere Zugabe noch eine schöne Phosphatschicht.
Wasche die rostfreien Stellen mit entsalztem Wasser ab und dann gleich mit Spiritus nachwischen.
Das entsalzte Wasser spült die Reste der Phosphorsäure weg und der Spiritus das Wasser, damit die Stelle trocken ist.
Du kannst damit auch blanke Blechstellen behandeln und baust so wieder eine schwache, aber immerhin eine Phosphatschicht wieder auf.
Aber Vorsicht an lackierten Teilen. Die Phosphorsäure greift den Lack an! Sie Löst ihn zwar nicht auf, aber wenn Du z.B. einen Spritzer Phosphorsäure auch eine Lackfläche einwirken lässt, dann verändert sich das Aussehen der Lachschicht.
Ich drücke Dir weiter die Daumen, für einen erfolgreichen Ausgang der Schlacht Rainer gegen Rost und schöne Grüße,
Erwin