Re: M535 Motor - Bestandsaufnahmen nach 600.000 km (Allgemein)
Als Antwort auf: Re: M535 Motor - Bestandsaufnahmen nach 600.000 km von erwin am 18. Mai 2003 22:29:39:
Ich hätte der Maschine eine neue Nockenwelle und einen Satz Kipphebel
spendiert. Neue Lager wohl auch. Das ist nach mehr als einer halben
Million Kilometern kein Luxus.
Und dann handele ich mir Probleme ein !!
Mit Neuteilen? Wie das?
Ich bin zwischen 18 und 23 jahrelang Glas (heute BMW - Dingolfing) gefahren.
Damals habe ich auch solche "Verbesserungen" unternommen. Jeden Abend habe ich
geschraubt, eingestellt und verbessert. Und ständig war was defekt, bis mir
eines Tages wegen unterschiedlich eingestellter Doppelvergaser sogar die
Kurbelwelle durchgebrochen ist. Ich hatte mehrere Glas, aber dann war Schluss
damit. Dann habe ich mir einem Alfa-Romeo 2.0 Bertone gekauft und nie
geschraubt. Den Wagen hatte ich 5 Jahre und 1 Wasserpumpe erneuert. Das war
alles. Und eine Alfa-Motor ist kein BMW-Motor, der ist sensibel und will
richtig behandelt sein !!
Du mußt keine Doppelvergaser mehr einstellen. Du kannst den Motoronic-Motor
auseinanderreißen und wieder zusammenbauen, ohne eine einzige
Einstellschraube anzufassen (gut, von den Excentern an den Kipphebeln mal
abgesehen).
Du mußt nur stur nach der Montageanleitung vorgehen. Beim Eta kann man da
wirklich nix verkehrt machen, ist das beim M30 anders?
Vor 10 Jahren habe ich als ziemlich unbeleckter Anfänger die Nockenwelle
gewechselt (allerdings war die wirklich total hinüber), und das ging
ohne größere Komplikationen.
Wenn ich hier rate auf die Schrauberei zu verzichten, dann weiß ich aus
eigener, leidvoller Erfahrung wovon ich rede. Aber schraubt mal schön, jeder
muss seine Erfahrungen selber machen.
Ich schraube auch nicht jeden Abend. Ich und meine Freundin sind z.T.
drauf angewiesen, dass die Kiste geht, wenn wir sie brauchen.
Aber wenn ich irgendwo eingreife, dann soll das schon Hand und Fuss haben.
Das sind Verschleißteile. nach spätestens 20 000 km sind die sowieso
rundgebrannt.
Was ist denn an Kerzen nach 20.000 km durchgebrannt? Wieso fahre ich dann über
200.000 km mir einem Satz. Ich habe jetzt nach 500.000 eigenen km mit dem Wagen
den 3. Satz kerzen eingeschraubt. Und die Kiste läuft noch locker ihre 230 und
ich brauche so um die 11 Liter Sprit(auch mal 12 und auch mal 10).
Warum ist das bei mir so und bei euch anders ??
Weil Kerzen nunmal an den Elektroden rund (nicht durch) brennen und
dann einfach schlechter Zünden. Mein Wagen hat einen Kat und jedes
bischen unverbranntes Gemisch, was in den heißen Kat kommt, ist schlecht.
Sieh mal im ETK nach, was ein neuer Kat kostet. Ich will bei dem
Preisverhältnis nix riskieren.
Ich hab auch nicht Lust, ein abgefallenes Stück Elektrode aus dem
Brennraum zu fischen.
Der ständige Funkenflug geht nunmal aufs Material. Beim Verteiler
ist das ja ähnlich, nur längst nicht so stark.
Nichts für ungut Nico, deine Pflege in Ehren. Aber ich hatte mal einen
Kollegen, wir waren beide im Verkauf und spulten kräftig Kilometer ab. Wenn der
seinen Wagen in die Werkstatt brachte, betonte er immer wieder: "Nur Oel,
Wasser Kerzen und Bremsen prüfen und bloß nicht rumfummeln". Bei 490.000 hat
ihn eine Frau den Wage in die Stassenbahn gefahren und aufgeschlitzt wie eine
Sardinendosen. Er hat fast geheult.
D.H. er hätte sein Auto ruhig auch richtig pflegen können, weil es eh'
kaputt gefahren worden ist? 
Schöne Grüße und knitterfreien Flug,
N.
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