Re: Dämmatten und Rostschutz (Allgemein)
Als Antwort auf: Re: Dämmatten und Rostschutz von Diesel am 29. Juli 2007 21:55:27:
...Darauf würde ich noch eine Seewasserbeständige 2K Bohrinselgrundierung spritzen
und darauf entweder Wachs oder Bitumen! Wie würdet ihr vorgehen?
Ich habe mit einer 2K-Epoxyd-Grundierung aus dem Schiffbau gute Erfahrungen
gemacht. War aber keine billige Angelegenheit und wegen der Panscherei mit
den 2 Komponenten blöd zu handhaben. Hält aber wenigstens.
Ich würde dann an der Außenseite mit Unterbodenschutz weitermachen, ggf. mit
Steinschlagschutz. Dazu gibt es spezielle Produkte. Bitumen hat zwar gute
mechanische Eigenschaften (Steinschlag!), ist aber nicht wasserdicht. Habe
mit Bitumen schlechte Erfahrungen gemacht: Außen schwarz, innen Rost
Außerdem würde ich hellen Unterbodenschutz bevorzugen. Man sieht einfach
viel schneller, ob Rost nachkommt.
N.
Es gibt da m.E. zwei Möglichkeiten, je nach Neigung des Besitzers. Die erste grundiert und lackiert den überarbeiteten Fußraum mit handelsüblicher Farbe und stellt so den ursprünglichen Zustand wieder her. Dann kommen Dämmmatten darüber. Mir persönlich sagt das aber nicht zu, denn die Haftung des Anstrichs ist meiner Meinung nach auf dem geschweissten Untergrund, der weiterhin hohen chemischen (Wasser, Korrosion) und mechanischen (Teppich, Füße) Kräften ausgesetzt ist nicht wirklich gewährleistet. Früher oder später bricht der Lack wieder auf und das Unheil beginnt von vorn. Weshalb ich mit dünnflüssigem Unterbodenschutz grundiere und dann eine ordentliche Schicht Korrosionsschutzfett von oben aufstreiche. Darauf kommt dann die Schalldämmung und darauf der Teppich. Das ist eine zugegeben schmierige Angelegenheit, aber lange Jahre resistent gegen Feuchtigkeit. Da rostet die nächsten 10 Jahre nichts mehr. Dafür schmiert man sich ein, wenn man mal wieder unterm Teppich arbeiten muß. Womit ich leben kann.
Grüße, Tom
Hallo,
das mit dem Phosphatieren bzw Bondern wie es bereits im Werk mit der Karosserie Passiert ist ist ganz einfach:
Man braucht nur Phosphorsäure (Achtung Ätzend) und irgendein Phosphat als Katalysator (z.B. Zinkpohosphat) und rührt eine magere (niedrig konzentriere) Lösung an ( ca 3%). Dann alle betrefenden Teile eintauchen oder bestreichen und das so lange bis sich das Metall leicht schwärzt! anschliesend mit viel Dest. Wasser nachspülen und Trocknen! Auf Rost wirkt Phosporsäure pur als Rostumwandler!
ACHTUNG ÄTZEND BITTE NUR WENN ENTSPRECHENDE SICHERHEITSMASNAHMEN GETROFFEN WERDEN!
Viele Grüße
Rudi
