Die Euro 2 Aktion E12 und E28 IG für den Eta   |   Online-ETK   |   Online-ETK (modern)
Bild des Tages

Re: Karosserieklempner wechseln? (Allgemein)

Diesel, Thursday, 27.09.2007, 11:51 (vor 6953 Tagen) @ Frank Diederichsen


Als Antwort auf: Karosserieklempner wechseln? von Frank Diederichsen am 27. September 2007 10:48:46:

und noch 'ne Frage:
die vergangenen Wochen hatte ich ausreichend Gelegenheit, meine Platane von unten zu "bewundern": Der Bereich um die quadratischen Bleche vorne ist fahrerseitig recht knusprig. So weit so schlecht, also nix besonderes. Schade nur, dass ich das vor drei Jahren schon mal hab' schweissen lassen. Jetzt stellt sich die Frage, ob ich den Karosseriebauer, der das gemacht hat, freundlich darauf hinweise, oder gleich zum nächsten tingele. Ich will fair bleiben, die Reparatur ist, wie gesagt, schon drei Jahre alt, und viel gekostet hat es auch nicht. Ich denke mal, der gute Mann kann es auch besser machen, wenn ich ihm Zeit und v.a. Geld dafür gebe. Andererseits will ich den Leuten auch nicht ihren Job erklären, sprich, ihn bitten, doch mal Schweissprimer und Grundierung zu verwenden. Wie würdet Ihr so etwas regeln?
Beste Grüße, Frank

Hallo Frank,

Du meinst die vorderen Wagenheberaufnahmen?

Ich halte es für ziemlich normal, wenn's dort drei Jahre nach einer Werkstattreparatur erneut durchrostet. Der Standard-Kunde mit 20 Jahre altem Auto will es in der Regel billig (also eher für 100,- als für 500,- Euro) repariert haben, um den Hobel noch mal durch den TÜV zu bekommen und entsprechend wird dann natürlich auch gearbeitet. Geht ja auch nicht anders, denn die Stelle rostet ja selbst im Neuzustand schnell durch, wenn sich erst mal Feuchtigkeit unter dem Teppich breit gemacht hat und/oder der Korrosionsschutz des Unterbodens beschädigt ist. Und besser als neu kostet eben richtig Geld. Insofern denke ich, das hier selber machen angesagt ist. Wem das zu aufwändig ist, der sollte besser einen KFZ-Restaurierungs-Fachbetrieb aufsuchen. Dort geht man ganzheitlich gegen den Gilb vor, beschädtigt sich also nicht nur mit dem Austausch des verrotteten Bleches, sondern auch mit der Beseitigung der Ursachen wie undichte Windschutzscheiben o.ä. Das das dann aber richtig ins Geld geht, braucht nicht zu verwundern. Anders ist das Problem aber nicht längerfristig zu lösen.

Übrigens ist auch selbermachen nicht in jedem Fall eine Lösung, wie ich selbst immer mal wieder feststellen muß. Denn ist man nicht gerade von der Spenglermuse geküsst, macht man selbst auch Fehler, die sich dann später mehr oder weniger bröselig rächen. Aber immerhin wird man dadurch nicht dümmer und macht's beim nächsten Mal besser. Meine persönliche Lehre lautet dann auch weniger, <i>wie</i> man am besten schweisst, sondern eher, daß man sich auch später noch regelmäßig um die Reparaturstelle <i>kümmern</i> muß. Sei es, daß man regelmäßig Korrosionsschutzfett aufträgt, oder auch nur öfter mal unterm Teppich nach Feuchtigkeit schaut. Dann halten auch mittelmäßig ausgeführte Reparaturen meist sehr lange.

Grüße, Tom



gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum