Die Euro 2 Aktion E12 und E28 IG für den Eta   |   Online-ETK   |   Online-ETK (modern)
Bild des Tages

Nicht nur das: Es gibt zu VIELE Produkte! (mvT) (Allgemein)

Heiko, Thursday, 06.12.2007, 12:33 (vor 6880 Tagen) @ Kai R.


Als Antwort auf: Re: es gibt die Schleifpaste und die Polierpaste von Kai R. am 06. Dezember 2007 09:43:02:

bestimmt kann man das auch mit der Maschine auspolieren. Auf Metallic wird es aber weniger sinnvoll sein, da ist ja Klarlack drauf. Flecken bekommt man sicher ab, aber nicht die Farbe, weil man sich erst durch den Klarlack durchpolieren müsste.
Grüße
Kai

Ach Kai!

Hier muß ich mich mal kurz einklinken und beratend bzw. aufklärend zur Tat schreiten.

Mit Schleifpaste kannst Du JEDEN Lack bearbeiten, wenn er alt, zerkratzt, blind oder sonstwie durch Alterungs- oder sonstige Einflüsse unansehlich geworden ist. Es ist sogar sehr empfehlenswert, dies vor dem Polieren je nach Zustand in entsprechender Intensität unabhängig von Alter des Fahrzeugs zu bewerkstelligen. Denn NUR SO bekommst Du oberflächige Schäden und auch Gebrauchsspuren entfernt. Mit der Hand wirst Du allerdings niemals zu dem Ergebnis kommen wie mit einer vernünftigen Poliermaschine. Das Verarbeiten der Paste genau wie der nachfolgenden Politur sollte stets auf einer eingegrenzten Fäche von feucht verteilt bis zum auspolieren mit entsprechenden und erreichbaren Glanzgrad in EINEM Schritt durchgeführt werden. Verteilst Du als Erstes die Paste oder Politur auf dem ganzen Fahrzeug und trägst sie nach dem Antrocknen ab, sind die Mittelchen erstens wirkungslos und zweitens holst Du Dir einen Wolf, da das Produkt auf dem Lack klebt wie sonstwas. Im zweiten Gang wird dann poliert, um den Glanzgrad zu erhöhen und eventuelle Polier-/Schleifspuren zu entfernen. Damit das Ganze eine Weile hält, wird versiegelt. Da das Sortiment an verfügbaren Pflegeprodukten unüberschaubar geworden ist und jeder Hersteller seine Mittel als am Besten preißt, sollte das genommen werden, mit dem man die beste Erfahrungen gesammelt hat. Es ist übrigens nicht entscheidend, wie teuer ein Produkt ist, sondern wie man schlußendlich mit wieveil Materialeinsatz und Aufwand ans Ziel kommt. Die momentane "NANO"-Hysterie laß außer Acht, da es aus meiner Sicht und Erfahrung reines Marketing ist...

Nochwas zum Lack, speziell 2-Schicht. Du schreibts oben, daß man einen Metalliclack bis auf die Farbe polieren muß, um Fehler zu entfernen. Das ist grundsätzlich falsch, denn dann hast Du den Lack zerstört. Der Klarlack gibt den Schutz UND die Brillanz. Entfernst Du ihn, bleibt eine MATTE Stelle mit abweichendem Farbton übrig, denn sobald Du auf der Basisfarbe angekommen bist, entfernst Du sie schlagartig Schicht für Schicht, da sie nicht widerstandsfähig gegenüber sämtlichen äußeren Einflüssen oder einer Bearbeitung ist. Die Farbänderung tritt ein, weil sich beim Trocknen des Basislacks die Farbpigmente und auch winzigen Metallspäne in eine Richtung legen. Auch ist der Basislack grundsätzlich matt (Nicht zu vergleichen mit den ersten Einschichtmetalliclacken, wo Farbe und Lack eins waren). Der Glanz und die Farbtiefe wird wie gesagt erst durch den Klarlack erzielt.

Was auch immer wieder für Verwirrung sorgt ist die Tatsache, daß oftmals für Unilacke und Metalliclacke seperate Mittelchen zur Auswahl stehen. Das ist auch nur noch eingeschränkt richtig, da die meisten Fahrzeughersteller alle Fahrzeuge mit Klarlack überziehen. Bei den deutschen Fabrikaten ist es mit wenigen Ausnahmen seit Mitte der 90er so, Transporter und LKWs mal ausgenommen, da diese meist billigere, aber widerstandsfähigere Einschicht Unilacke verpaßt bekommen. Soll heißen, daß Du für die Pflege und Aufarbeitung der Lacke nehmen kannst, was Du willst, da die Oberfläche die Gleiche ist. Anders ist es freilich bei unseren alten BMWs. Die sind noch mit guten alten Akryllacken getüchnt, wo es noch Spaß macht, sie zu bearbeiten, weil immer ein perfektes Ergebnis rauskommt(Optischen Neulack, nahezu Kratzerfrei kann ich in diesen Fällen garantieren und nix mit Zuschmieren oder Füllen wie oft angeboten bei einigen Politurherstellern), solange noch der Origihnallack vorhanden ist. Allerdings ist der Aufwand schon immens, da die Kisten doch schon 20 Jahre alt sind und teilweise außer Waschanlagen und Regen nichts anderes Abbekommen haben. Beispiel für perfekte Ergebnisse siehe Lisa, Tom oder mit ein bissel Eigenlob auch mein E30 oder E28.

Gruß Heiko

PS: Bei Fragen fragen... Oder Vorbeikommen. ;-)



gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum