Schlackern zittern in der Vorderachse sporadisch (Technik und Reparaturen)
Eine hochwertige Scheibe gibt's eigentlich nicht so wirklich, es ist ja alles simpler Grauguss... also Gusseisen. Das Material ist sehr, sehr preiswert und es wäre mehr als kontraproduktiv, dort hochwertigen Stahl einzusetzen... die Reibverhältnisse würden sich verändern und der Verschleiß sich in den Belag verlagern. Eine "Stahl" Scheibe würde also beginnen, Beläge zu fressen.
Die Hochwertigkeit einer solchen Bremsscheibe zeigt sich weniger im Material, sondern im Rundlauf, Wuchtung und einer gleichmäßigen Dicke der innenbelüfteten Scheibe. Variiert die Materialdicke, verändert sich mit der Wärmedehnung auch die Geometrie. Ein schiefer, verzogener Guss wird anfangs gut laufen, sich durch den Verzug aber dann schnell verschlechtern. Eine sauber gedrehte Scheibe wird sich trotzdem wegen eines schlechten Gusses verziehen.
Das mit der Bremsanlage hinten: ja, völlig korrekt, auch die Diagnose. Eine defekte hintere Scheibe wird vorne Probleme machen...
Die Führungen eines Schwimmsattels sind zwei Teile: eine weisse Teflon Hülse und die äußere schwarze Schutzbüchse mit dem Edelstahlbolzen. Billigheimer haben diese Teflon Buchse nicht, die fehlt glattweg und ist in der Schutzhülse integriert. Klar, das ist dann bei weitem nicht dauerhaltbar. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, Kunststoff mit einem Fett dort zu schmieren, ich glaube, es würde zuviel Dreck zusätzlich sammeln und dann noch mehr klemmen. Der Schwimmsattel sollte völlig unbehindert der Bremsscheibe folgen können... die soll übrigends durchaus leicht schlackern damit sie auch den Kolben wieder zurückbewegt.
Das mit den 4-Kolbensätteln stimmt, die sind unempfindlicher auf Schlackern, sind aber auch an einer älteren Achskonstruktion dran... der E12/E23 ist hier zwar leicht unempfindlicher, aber die Konstruktion ist schon reichlich alt.