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Sowohl als auch... (Allgemein)

Frajo, Thursday, 11.11.2004, 08:21 (vor 8024 Tagen) @ ChrisAS


Als Antwort auf: Re: jein von ChrisAS am 11. November 2004 00:21:38:


<font color="0000FF[/link]und noch mal Hallo an die anderen beiden Niederrheiner...</font>

Hallo,

Ebenfalls Hallo. ;-)

Das im Winter oftmals propagierte Gewicht("Sack Zement") im Kofferraum ist aber in Sachen Fahrstabilität kontraproduktiv. Es verbessert zwar den Anpressdruck auf die antreibenden Räder bei schlechtem/glatten Untergrund beim Anfahren, sogrt aber dafür, daß das Heck beim tatsächlichen Fahren eher unkontrollierbarer wird.

Nein, das ist falsch. Mehr Gewicht auf der Hinterachse ist gut für Traktion und Seitenführungskräfte, diese beiden Kräfte sind nämlich physikalisch identisch. Ein Reifen kann entweder Traktion oder Seitenführungskräfte oder Bremskräfte aufbauen. Die Summe aller Kräfte ist dabei immer gleich.

<font color="0000FF[/link]Ihr habt natürlich beide Recht. Der Sack Zement im Kofferraum (oder der prall gefüllte 100l Gastank http://www.click-smilie.de/sammlung0903/grinser/grinning-smiley-003.gif) verbessern natürlich die Traktion und damit sowohl die übertragbaren Antriebs- und/oder Seitenführungskräfte !
Das Problem beim Zusatzgewicht im Kofferraum ist die Gewichtszunahme an/hinter der Hinterachse, die auch eine Verlagerung des Fahrzeuggesamtschwerpunktes nach sich zieht. <small>(Dadurch wird der eher gutmütig konstruierte E28 dann schnell zur Heckschleuder.)</small>

Je weiter das Gewicht nun hinten liegt (Zementsack vor dem Heckblech) umso mehr bauen sich hier auch Fliehkräfte auf, die in Kurven ggfs. <small>(bei rutschender Lagerung - ganz sicher)</small> eine gefährliche Eigendynamik in die Heckpartie bringen und damit den Traktionsgewinn mehr als völlig aufzehren können.
</font>

Nett gesagt, aber was passiert, wenn die aufgebrachte Kraft irgendwann zu niedrig ist? Dann arbeitet das Gewicht gegen Dich. Womit kann man wohl besser(kontrollierter) driften, mit nem 1100kg E30 oder einer 2t-S-Klasse aus den 90ern?

<font color="0000FF[/link]Das Fahrzeuggesamtgewicht spielt natürlich nach E=mc² auch eine wichtige Rolle, da gerade bei herabgesetzten Reibbeiwerten <small>(Glätte durch Laub/Schnee/Eis)</small> die möglichen Führungskräfte so weit reduziert sind/werden, daß der eigentlich "viel schwerer wiegende" Faktor <b>c²</b> zwangsläufig so weit herabgesetzt werden muß, daß hierbei <b>m</b> eine "gewichtigere" Rolle bekommt.

Wer mal auf Schnee und Eis einen Polo und eine S-Klasse (beide auf Sommerreifen) angeschoben hat, damit sie über die Kreuzung kommen, der weiss, wovon ich rede...
</font>

Ich habe meinen Grenzbereich auf Eis&Schnee lieber eher kontrollierbar, als 3km/h höher und drüber hinaus eher unkontrollierbar.

Viele Grüße
Kai

Gruß zurück, Christian
PS: Auf trockener Strasse hab ich gern Gewicht im Kofferraum, da man so die alten BMW's auf eine Gewichtsverteilung von 50:50 drücken kann, aber gerade bei Eis&Schnee hab ich das Auto lieber mit so wenig Gewicht wie möglich.

<font color="0000FF[/link]Stimmt, Du wolltest doch eh auf LPG umsteigen...
Da kannst Du dann den Sandsack zu Hause lassen. <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>(der Tank allein kommt schon auf 30-50 kg)
Bytheway - was macht denn der Umbau ? Lange nix mehr von Dir gehört...

Viele Grüße

Frajo</font>


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