Verbrauch d vs. td und sonstiges (Allgemein)
Als Antwort auf: Re: Nochmal 524d Steuer etc. von TOM-BGL am 28. Oktober 2007 06:08:54:
Aber das ist ja nicht tragisch, Fehler passieren jedem.
Du hast schon Recht, so 5% Mehrverbrauch sind schon unanständig viel...
Hallo Tom,
wir schleppen Schlachtfahrzeuge regelmäßig mit meinem tdA, der so auf einen Verbrauch zwischen 11,5 und 14l/100km kommt. Im Mittel dürften etwa 12l/100km zusammenkommen. Wobei es sich stark verbrauchstreibend auswirkt, wenn man nicht oder nur selten über 80km/h hinauskommt. Der Wandlersperre ist's geschuldet und zu niedrige Geschwindigkeit treibt den Verbrauch des tdA's bei 80km/h doch ganz enorm in die Höhe. Besonders, wenn hinten noch zwei Tonnen am Haken hängen.
Noch etwas ganz anderes:
Obwohl ich bisher stets der Meinung war, daß ich den Förderbeginn unserer Steinzeitkarren auch ganz gut nach Gefühl und Gehör einstellen kann, habe ich mir (unter Zugrundelegung Deiner Hinweise - man lese und staune!) nun doch mal eine Messuhr und den passenden Adapter zugelegt. Hab dann gestern auch gleich neugierig versucht, den FB zu prüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
Eine Stunde später hatte ich Pärchen blutige Hände mehr und war noch immer damit beschäftigt, die Verschlußschraube aus der Pumpe zu drehen. Während ich dann so würgte und drehte, fiel mir ein, daß ich als nächstes den dicken Messadapter mitsamt taschenuhrgroßer Messuhr da unten durchfädeln, einstellen und ablesen muß und, was schwerer wiegt, schließlich die Verschlußschraube mit ihrem Dichtring auch noch wieder rein kriegen muß. Zudem wollte ich eine Stunde später mit dem Auto nach Hannover fahren, konnte mir also keine längerfristige "Reparatur" leisten. Aumann!
Nun ist das bei mir noch ein wenig verschärfter als beim Serien-td, weil ein fetter PÖL-Wärmetauscher unter dem Ausgleichsbehälter wohnt und sich vier zusätzliche Schläuche von dort unter den Luftsammler schlängeln. Lektion 1: So geht's nicht! Jedenfalls nicht, ohne zuvor das Kühlmittel abzulassen, den Ausgleichsbehälter und einige andere Schläuche zu lösen bzw. auszubauen.
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Ich hab dann beschlossen, diese Messung bei <b>ausgebautem Motor</b> vorzunehmen. Das Getriebe muß ja sowieso noch mal gewechselt werden (Umbau auf Schaltgetriebe, der hohen Kosten des tdA als Zugfahrzeug halber) und dafür nehme ich die komplette Antriebseinheit raus. Dann brauche ich mich nicht stundenlang mit soo'nem Scheiss selbst zu verstümmeln.
Wie auch immer. Dann habe ich den Förderbeginn noch einmal einen Tick nach spät verstellt, weil ich bereits zuvor einmal festgestellt hatte, daß eine spätere Einspritzung dem Geklingel des Automatikgetriebes sehr wirksam Einhalt gebietet. Die gestrige Probefahrt zeigte dann auch den nunmehr ruhigen Lauf des Motors ohne auffällige Klingelneigung. Und so möchte ich als Lektion Nr. 2 anführen, daß ich mir den ersten Getriebetausch inlusive einer kompletten Motorrevision hätte sparen können, wenn ich den FB gleich richtig mit Messuhr eingestellt hätte. Die Ursache des Geklöters habe ich nämlich gesucht, seit ich den Wagen gekauft habe. Er klöterte vom ersten Tag! Dann hab ich die Einspritzpumpe aus diversen Gründen (meist PÖL-bedingt) wohl mindestens 10 mal ein- und ausgebaut und auch gewechselt, es aber nie gewagt, den Förderbeginn auf so spät einzustellen, daß sich ein korrektes (Getriebe-)Betriebsgeräusch ergab. Bei PÖL-Betrieb bevorzugen wir bei den Mercedes-Motoren aus Gründen der Abgasqualität allgemein einen sehr frühen Förderbeginn, was die Vorkammermotoren offenbar deutlich besser wegstecken, als der Wirbelkammerdiesel des BMW. Lektion Nr. 3. Bei kaltem Motor war das Geräusch immer OK, nur hub bei Betriebstemperatur immer ein fieses Getriebeklingeln an, welches seine Ursache offenbar in frühzündungsbedingten Drehschwingungen der Kurbelwelle fand. Schon blöd, wenn man sich den Ärger gleich selbst einbaut...
Grüße, Tom