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Ich würd den tdA so lassen wie er ist.... (Allgemein)

TOM-BGL, Sunday, 28.10.2007, 11:46 (vor 6921 Tagen) @ Diesel


Als Antwort auf: Verbrauch d vs. td und sonstiges von Diesel am 28. Oktober 2007 08:42:58:


Hi Tom,

ich hab meinen tdA gleich nach dem Kauf vor 3 Jahren Anhängerzugtauglich gemacht, indem ich das serienmässige 3,15er Differential gegen eins mit i=3,64 tauschte. Dies hat den positiven Effekt daß die Wandlerkupplung schon bei 78...82km/h schließt. Das permanente Hin- und Herschalten bei LKW-Marschtempo hat mich einfach genervt.

Auch die Schaltstrategie, die Fahrstufe IV möglichst lange zu halten kommt erst jetzt beim Gespannfahren richtig zur Geltung, da er an einer Steigung unter Vollgas bei sinkender Geschwinidigkeit noch auf IV mit Wandlerbrücke bleibt und erst bei knapp 90km/h in III zurückschaltet. Ist das Ende der Steigung schon in Sicht kann man durch Lupfen des Gaspedals um 1cm das Zurückschalten bis auf gut 80km/h herauszögern und fährt so solange man nicht von kriechende Wohnwagengespannen aufgehalten wird immer mit einem gscheidn Wirkungsgrad.

Auf der anderen Seite läuft er auf der Gerade locker Tacho 200 bei 4500/min und ist somit nur einen Tick kürzer übersetzt als ein td-Schalter. Also vollkommen vertretbar und entgegen den Bedenken der tdA-Fans von damals immer noch vollkommen Alltagstauglich. Noch dazu läuft er außer bei schnellen Autobahnfahrten immer sparsamer als bei der ellenlangen Serienübersetzung.

Eigentlich wollte ich den unverbastelten Motor so lassen aber mich störte die leichte Rußneigung bei dem für Anhängerbetrieb typischen Betriebspunkt "hohe Last im Bereich von 2000/min". Also hab ich dann doch an der ESP rumgedreht um ihm das Rußen abzugewöhnen und den Ladedruck auf 0,9 bar eingestellt. Nun schnürt er mit knapp 2t am Haken solche Achtprozenter wie auf der A7 Kirchheim-Kassel richtig satt durch, ohne auf unter 80km/h abzufallen. Der Verbrauch von 11,5l/100km auf dieser Strecke Piding-Tuttlingen-Hamburg-Piding war aber auch nicht repräsentativ, da erstens mein werter zweiter Fahrer bei seinen Schichten nichts von einem Tempolimit wissen wollte und zweitens der Anhänger hin und zurück mit einem Audi60 bzw. einem anderen 524td beladen war.

Diesen Frühling haben wir einen e30 Diesel aus Stuttgart geholt. Verbrauch bei durchschnittlich 95km/h Tacho und trotz Aichelberg und Geislinger Steige sowie Umweg übers Allgäu bei temporär eingschalteter Klima exakt 9,7l. Ohne mich selbst zu belügen und mit 4 interessierten Zeugen an Bord. Alter, ich schwör <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile>

Wenn Du öfters Anhänger ziehst würd ichs mir echt überlegen, ein Schaltgetriebe einzubauen. Versuchs doch mal mit einer 3,64 oder 3,73er Übersetzung sodaß die Wandlerkupplung zumeist geschlossen ist und beobachte den Verbrauch. Ich find den tdA genial, Anhänger ziehen mit einem td Schalter ist rückblickend die reinste Würgerei. Der tdA zieht den Anhänger an der Ampel weg wie nix.

Die SW12-Zentralschraube an der ESP sitzt oft sehr fest, da hast Du Recht. Obwohl man die nach Auflegen eines neuen Dichtrings eigentlich nicht anknallen muss wie blöd dass sie dicht wird, dann gehts das nächste mal viel leichter. Den Ausgleichsbehälter schraub ich auch immer ab, aber sind ja nur 2 Schrauben und der kleine Schlauch zum Kühler. Ich lass den Behälter immer angeschlossen und häng ihn lediglich hoch daß ich das Kühlwasser nicht ablassen muss. Aber wie gesagt, meine Schmerzgrenze beim Schrauben liegt dank Lancia, Alfa u Co um einiges höher <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>

Viel Glück bei Deinem Umbau und beim FB-Messen! Bin mal gespannt was da beim Pöl-Betrieb als Idealwert rauskommt.

Gruß Tom

Aber das ist ja nicht tragisch, Fehler passieren jedem.

Du hast schon Recht, so 5% Mehrverbrauch sind schon unanständig viel...

Hallo Tom,
wir schleppen Schlachtfahrzeuge regelmäßig mit meinem tdA, der so auf einen Verbrauch zwischen 11,5 und 14l/100km kommt. Im Mittel dürften etwa 12l/100km zusammenkommen. Wobei es sich stark verbrauchstreibend auswirkt, wenn man nicht oder nur selten über 80km/h hinauskommt. Der Wandlersperre ist's geschuldet und zu niedrige Geschwindigkeit treibt den Verbrauch des tdA's bei 80km/h doch ganz enorm in die Höhe. Besonders, wenn hinten noch zwei Tonnen am Haken hängen.
Noch etwas ganz anderes:
Obwohl ich bisher stets der Meinung war, daß ich den Förderbeginn unserer Steinzeitkarren auch ganz gut nach Gefühl und Gehör einstellen kann, habe ich mir (unter Zugrundelegung Deiner Hinweise - man lese und staune!) nun doch mal eine Messuhr und den passenden Adapter zugelegt. Hab dann gestern auch gleich neugierig versucht, den FB zu prüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
Eine Stunde später hatte ich Pärchen blutige Hände mehr und war noch immer damit beschäftigt, die Verschlußschraube aus der Pumpe zu drehen. Während ich dann so würgte und drehte, fiel mir ein, daß ich als nächstes den dicken Messadapter mitsamt taschenuhrgroßer Messuhr da unten durchfädeln, einstellen und ablesen muß und, was schwerer wiegt, schließlich die Verschlußschraube mit ihrem Dichtring auch noch wieder rein kriegen muß. Zudem wollte ich eine Stunde später mit dem Auto nach Hannover fahren, konnte mir also keine längerfristige "Reparatur" leisten. Aumann!
Nun ist das bei mir noch ein wenig verschärfter als beim Serien-td, weil ein fetter PÖL-Wärmetauscher unter dem Ausgleichsbehälter wohnt und sich vier zusätzliche Schläuche von dort unter den Luftsammler schlängeln. Lektion 1: So geht's nicht! Jedenfalls nicht, ohne zuvor das Kühlmittel abzulassen, den Ausgleichsbehälter und einige andere Schläuche zu lösen bzw. auszubauen.
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Ich hab dann beschlossen, diese Messung bei <b>ausgebautem Motor</b> vorzunehmen. Das Getriebe muß ja sowieso noch mal gewechselt werden (Umbau auf Schaltgetriebe, der hohen Kosten des tdA als Zugfahrzeug halber) und dafür nehme ich die komplette Antriebseinheit raus. Dann brauche ich mich nicht stundenlang mit soo'nem Scheiss selbst zu verstümmeln.
Wie auch immer. Dann habe ich den Förderbeginn noch einmal einen Tick nach spät verstellt, weil ich bereits zuvor einmal festgestellt hatte, daß eine spätere Einspritzung dem Geklingel des Automatikgetriebes sehr wirksam Einhalt gebietet. Die gestrige Probefahrt zeigte dann auch den nunmehr ruhigen Lauf des Motors ohne auffällige Klingelneigung. Und so möchte ich als Lektion Nr. 2 anführen, daß ich mir den ersten Getriebetausch inlusive einer kompletten Motorrevision hätte sparen können, wenn ich den FB gleich richtig mit Messuhr eingestellt hätte. Die Ursache des Geklöters habe ich nämlich gesucht, seit ich den Wagen gekauft habe. Er klöterte vom ersten Tag! Dann hab ich die Einspritzpumpe aus diversen Gründen (meist PÖL-bedingt) wohl mindestens 10 mal ein- und ausgebaut und auch gewechselt, es aber nie gewagt, den Förderbeginn auf so spät einzustellen, daß sich ein korrektes (Getriebe-)Betriebsgeräusch ergab. Bei PÖL-Betrieb bevorzugen wir bei den Mercedes-Motoren aus Gründen der Abgasqualität allgemein einen sehr frühen Förderbeginn, was die Vorkammermotoren offenbar deutlich besser wegstecken, als der Wirbelkammerdiesel des BMW. Lektion Nr. 3. Bei kaltem Motor war das Geräusch immer OK, nur hub bei Betriebstemperatur immer ein fieses Getriebeklingeln an, welches seine Ursache offenbar in frühzündungsbedingten Drehschwingungen der Kurbelwelle fand. Schon blöd, wenn man sich den Ärger gleich selbst einbaut...
Grüße, Tom


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