Mein M90 - Rettung noch sinnvoll? (Allgemein)
Liebe Gemeinde, ich brauche (Entscheidungs-)Hilfe. Mein Motor, und damit auch der komplette Wagen, steht mit einem Bein in der Sarggrube, fürchte ich.
Warum? Seit 5 Jahren und 30.000 Kilometern steckt ein von mir damals mit einigen Neuteilen (Kipphebel, Kolbenringe, Steuerkette, Pleuellager) bestückter M90 in meinem E28. Den leichten Wasserverlust (Tropfen am Hosenrohr) konnte ich wenig später (ohne erneute Kopfdemontage) bis in den Auslasskanal des 6. Zylinders zurückverfolgen und schloss auf einen Riss ebendort. Jährliche Gabe von Tunap Kühlsystemsicherung reduzierte den Verlust fast auf null. Der Motor lief prima, Kompression immer 13-14 bar. Jetzt war ich die Sache trotzdem leid, habe diesen Sommer aufs Tunap-Zeug verzichtet. Prompt startete er immer mal wieder nur auf 5 Pötten und brauchte mehr Wasser. Habe das Ding deshalb jetzt endlich nochmal zerlegt. Ergebnis, man ahnt es längst: Der Kopf ist im 6. Zylinder doch im Brennraum gerissen, zwischen den Ventilen. Ich Depp hab das wohl damals beim Motoraufbau übersehen. Das Wasser sickerte deshalb natürlich auch in den Zylinder und nicht nur durch ein ggf. geöffnetes Ventil ins Freie.
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Neben dem gerissenen Kopf, der getauscht oder geschweißt werden muss, habe ich jetzt also auch eine angegriffene Laufbahn (siehe Foto).
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Außerdem, als wäre das noch nicht genug, haben die Auslassventile Spuren auf allen Kolben hinterlassen (auch auf dem Foto zu erkennen). Find ich seltsam, da alle Parameter meines Erachtens korrekt sind: Nie über 6000 U/min gedreht, Steuerzeiten passen, Kopfhöhe 129 mm (also ungeplant), Ventil im Überschneidungs-OT 1 mm oberhalb Dichtfläche (siehe Foto, Seriennocke), Kolben im OT 1 mm über Block, Kopfdichtung Standard (1,72 mm). Der Kolbenüberstand und damit der kleine Quetschspalt von 0,72 mm sind doch korrekt, oder? Habe erst vermutet, dass irgendein Vorbesitzer eine 86 mm-Kurbelwelle verbaut hat, ist aber nicht der Fall. Dem Block fehlt auch kein Material. Den Ventilen ist nichts anzusehen, sind grade/dicht (vgl. auch Kompression). Und, wie gesagt, der Motor lief bis zum Schluss einwandfrei und hatte ordentlich Druck.
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Kurz: Was tun? Block auch noch raus und honen lassen plus Übermaßkolben und damit insgesamt wohl deutlich vierstellige Kosten? Habe große Garage und Auffahrrampen, aber weit und breit keine Bühne/Grube. Kran kaufen? Motor komplett tauschen? Schlachten? Das Auto hat 350.000 runter, ist vielfach geschweißt und alles andere als perfekt (wenn auch ohne Wartungsstau).
Hilfe!
Rainer
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