Die Euro 2 Aktion E12 und E28 IG für den Eta   |   Online-ETK   |   Online-ETK (modern)
Bild des Tages

da wir grad bei Schreckensgeschichten sind... (Allgemein)

Eric65, Straubing, Thursday, 27.08.2015, 00:24 (vor 4049 Tagen) @ Dennis-Marc

Hallo Jacob, (hoffe, du heist auch so...)

also ein, bei der A(S)U geschädigter 4HP 22 Getriebeautomat, lässt sich reparieren...wenn man´s weis, wie es geht.:-D

Durch die hohen Drehzahlen im Leerlauf kommt es zu einer Mangelschmierung des sog. AX-Lagers, dies ist éin Druckkugellager auf der Getriebeeingangswelle, welches axiale Drücke aufnimmt und IMMER mit Motordrehzahl rotiert. (genauso wie der Wandler und die Ölpumpe!) Bei eingelegter Fahrstufe wird dieses Lager ausreichend geschmiert, im Leerlauf (P oder N)jedoch nicht. Dies liegt am komplizierten Ölkreislauf eines Getriebeautomaten.

Das Lager ist von ZF etwas schwächlich dimensioniert worden. (wohl auch, weil der AU-Prüfzyklus bei der Konstruktion in den späten Siebzigern noch gar nicht bekannt war.)

Wird dieses Lager zerstört (meist platzt es), können die Kupplungen der einzelnen Platentenradsätze nicht mehr schließen (auf der AX-Welle kann kein Anpressdruck auf die Kupplungslamellen mehr aufgebaut werden, da das AX-Lager meist komplett weg platzt.). Wird dieses Lager bei der AU komplett zerstört, heist: der Wagen fährt gar nicht mehr, so kann man das Getriebe evtl. wieder reparieren. Wird das AX-Lager nur geschädigt und fällt dann im Fahrbetrieb aus, können die Kupplungen nicht mehr schließen und die Kupplungslamellen verbrennen während der Fahrt. Dies ist dann nicht mehr wirtschaftlich reparabel.

Problem wird aber weiterhin bleiben, dass sich keine Werkstatt (Mercedes ist hier leider die rühmliche Ausnahme!) an die Reparatur eines Automaten wagt...die Erfolgsaussichten sind relativ gering.

Gruß Eric


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum