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Re: Gute Beratung, Chris (Allgemein)

ChrisAS, Sunday, 31.10.2004, 14:03 (vor 8034 Tagen) @ friedrich


Als Antwort auf: Re: Gute Beratung, Chris von friedrich am 31. Oktober 2004 12:37:15:


Hallo Fritz,
3000€ in 2 Jahren ist aber verdammt viel Geld für ein Auto in dem famosen Zustand, wie Du ihn beschreibst...für das Geld hätte ich neben den von Dir aufgeführten Verschleißteilen auch noch eine kleine Revision am M20 mitmachen lassen.

Im Übrigen habe ich nur versucht ein paar Möglichkeiten aufzuzeigen. Wenn man das nötige Kapital auf dem Tisch liegen hat um sich ein teureres gut gewartetes Auto zu kaufen, ist das natürlich besser, hab ich auch nichts gegen gesagt. Trotzdem bleibt auch ein gut Gewarteter ein Gebrauchtwagen mit den möglichen Risiken.
Wenn man das Kapital nicht hat, dann ist man mit nem Modell, welches man billiger bekommt vielleicht besser beraten und kann die bevorstehenden Kosten für die Wartung so aufteilen, wie man das Geld dafür über hat. Das kann man ganz gut, wenn man vorher weiß, WAS einen bei einem bestimmten Modell erwartet.
Davon ab, hättest Du meinen Text mal ausführlicher gelesen, hättest Du vielleicht gesehen, daß ich der Meinung bin, daß man einen 530i R6 im GLEICHEN Pflegezustand wie einen 525i 24V für die Hälfte des Anschaffungspreises bekommt. Das bezahlt man im nachhinein durch die höheren Unterhaltskosten wieder rein, aber auch das hab ich geschrieben, das sollte jeder für sich selber abwägen.

Wer natürlich nicht in der Lage ist, sich mal ordentlich mit der Materie vertraut zu machen, ein Auto einzuschätzen, Informationen zu sammeln, der muß zwangsläufig etwas mehr Geld ausgeben(an Leute die bereit waren, Informationen zu sammeln) um das Risiko eines Fehlkaufs zu minimieren. Und wenns dann in die Hose, und man sich immer noch faul und ignorant ist, dann muß man nochmal bezahlen.
Wer ab und zu mal Nachrichten schaut wird bemerken, daß die Tonne Eisenschrott bei 80€ momentan liegt...den Rest kann man sich denken oder man bezahlt dafür, daß andere denken.

Deine Vermutung stimmt in etwa. Habe seit 5 Jahren den Führerschein. Ok ein bißchen länger noch, der Zeitraum stimmt aber.
Bin ich nun noch nicht reif oder noch nicht würdig BMW zu fahren?? Ich fahre meine Autos nicht zu Schrott, ich bin also nicht schuld, daß die Versicherungsklassen so hoch sind.
Da ich nunmal momentan Student bin und noch keine 3k netto im Monat verdiene, sondern mich mit ein paar Hundert jeden Monat durchschlagen muß, muß ich nunmal aufs Geld schauen(die Situation wird sich aber wohl hoffentlich mal ändern).
Es gibt aber wohl auch einige andere Leute hier im Forum, die ein bißchen aufs Geld achten müssen, wenn es um ihre Autos geht. Ist das verwerflich? Darf man nur BMW fahren, wenn man mit Geld um sich schmeißen kann?

Im Übrigen kauf ich mir keine Autos um sie zu sammeln und in eine Garage zu stellen. Das kann man mit extrem seltenen Stücken machen, oder einfach wenn man Spaß dabei hat.
Ich persönlich find alte BMW's so klasse, weil sie extrem viel "Freude am Fahren"(ein Slogan der passt) bieten.

Um mal Dein Beispiel aufzugreifen. Anstatt in ein originales Armaturenbrett(meins schaut nach dem Putzen immer noch wie neu aus) würde ich das Geld lieber in ein gutes Gebrauchtes in ordentlichem Zustand investieren. Den Rest des Geldes "investiere" ich in den Tank. Und so kommt es, daß mein BMW in den letzten 2,5 Jahren schon mindestens halb Europa gesehen hat, bzw. ich das Vergnügen hatte viele schöne Orte und Landschaften in einem tollen Automobil zu bereisen. Das macht (zumindest mir) viel mehr Freude als ein Pauschalurlaub im Süden mit angemietetem Fiat Punto, etc. und auch viel mehr Freude als meinen topgepflegten BMW in der Garage zu polieren, den ich aber nicht fahren darf, damit er nicht noch mehr KM bekommt.

Gruß, Christian
PS: Meine "Billig-BMW" kamen bis jetzt immer problemlos und legal durch den Tüv. Geschieden wurde nur, wenn ich Lust auf Veränderung hatte. Mal vom 524td abgesehen, aber der hat als Kostenfalle mich damals sensibel gemacht im Umgang mit alten Autos.

Ihr lieben BMW-billig-Fahrer,
die ganze Diskussion um Unterhaltskosten und v.a. um die Anschaffungskosten Eurer guten Stücke ist doch reichlich kurzsichtig und läßt vermuten, daß hier sehr junge Leute Ihre Meinung zum Besten geben, die vielleicht noch nichtmal 5 Jahre Ihrer Füherschein haben:
Wenn man z.B schreibt, ein (gut gewartetes)Auto um 2500 Euro sei in der Anschaffung zu teuer: Ist es etwa besser, einen e 28 oder 34 für ein par hundert Euro zu kaufen, um dann festzustellen: eigentlich müssen alle Verschleißteile ersetzt werden, wie Auspuff ,Reifen, Bremsscheiben,Bremssättel,Kupplung Batterie, Spurstangen, Hinterachsgummilagr, Zahnriemen fällig,Stoßtangen verbeult, Lack hinüber etc pp (bis daß uns der TÜV trennt).
Unseren E 28 haben wir seit 18 Jahren, er wurde immer top gepflegt, entsprechend gut sieht er auch aus (top erhaltener Originallack,neue Stoßstangen, neues Armaturenbrett für 500 Teuros, Innenausstattung wie neu) die letzten beiden Jahre sind ca 3000 Euro in technik-Instandsetzungen investiert worden (und zwar nur die genannten Standart -Reparaturen) so daß für die nächsten mind 5 Jahre Ruhe sein sollte.
---Ja würde ich denn das Auto für 3000 Euro abgeben wollen? Im Bestzustand, mit knapp 140tkm! Einen ETA? Doch nicht mal für 5000 Euro!Schaut dochmal unter "mobile", was für toperhaltene erste Hand Exemplare verlangt wird (obs bezahlt wird, ist dann die andere Frage).
Kurz und gut, ein billiger Autokauf kann ganz schön in die Hose gehen, und dann bleibt noch das Problem mit der Wrackentsorgung, nochmal ein paar hundert Euros, und dazu nichts als Zeit unnütze verbracht.
Noch einen schönen Sonntag
fritz


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