Re: @ all dieseltuners (Allgemein)
Als Antwort auf: @ all dieseltuners von BGL-28td am 27. April 2007 23:34:30:
Hallo Tom,
geänderte Einspritzdüsen werden hauptsächlich bei Betrieb mit Pflanzenöl eingesetzt, um die Zerstäubung des dicken Öls zu verbessern. Dazu wird in erster Linie der Düsenöffnungsdruck erhöht. Wenn man viel Zeit hat, kann man auch mit verschiedenen Einspritzdüsen experimentieren. Im reinen Dieselbetrieb verspreche ich mir davon aber kaum Vorteile. Die erhöhten Einspritzmengen wie Du sie bei denen leistungsgesteigerten Diesel fährst, sollten von den Standard-DN0SD286 nicht merklich behindert werden, wenn es das war, worauf Du hinaus wolltest. Das eigentliche Problem wird eher durch die Form der Hubscheibe in der Einspritzpumpe ausgelöst, weil sich bei stark erhöhter Einspritzmenge die Pumpzeit unvermeidlicherweise verlängert. Hier müsste also eine andere Hubscheibe mit geändertem Nockenprofil verwendet werden. Ein Problem für Supermechaniker...
Zum Förderbeginn habe ich ein ziemlich pragmatische Verhältnis, weil ich diesen ausschließlich "freihändig" - also ohne Meßgeräte nach Gefühl - einstelle. Erfahrungsgemäß sollten 5 bis 12°KW erweiterte Frühverstellung gegenüber der Werksvorgabe immer drin sein, was Dein Problem weitgehend kompensieren müsste. Der Motorlauf wird dabei natürlich deutlich kerniger. Ich empfehle einfach mal die Pumpe ein Stück nach früh zu verstellen und dann mit dem Motor zu experimentieren: Leistungsentwicklung, Abgasfärbung, Motortemperatur, Laufgeräusch, etc. Ab einer gewissen Frühverstellung kommt es zum "Mauern" des Motors, wobei man merkt, daß die Leistungsabgabe bei gleichzeit sehr hartem Gang des Motors wieder rückläufig ist. Dann ist man mit der Frühverstellung ein ganzes Stück zu weit gegangen und muß wieder um einiges zurückstellen. So wird man nach einigem Experimentieren den optimalen Förderbeginn recht gut ermitteln können.
Grüße, Tom