Re: @ all dieseltuners (Allgemein)
Als Antwort auf: Re: @ all dieseltuners von Diesel am 29. April 2007 11:15:24:
Servus Tom,
danke erstmal für die Tipps. Vielleich bringen die anderen Düsen wirklich nichts, aber Ruß ist ja bei meinem derzeitigen Setup eh kein Problem. Wenn ich die Leistung erhöhe rußt er ohnehin nur im Bereich 2000-2500/min, wessen ich auch mit dem Mega-Regelweg meiner LDA (hatte die Madenschraube der LDA letztens in der Drehmaschine) zur Zeit nicht beikomme. Dieses Problem werd ich auch nicht mit anderen Düsen nicht lösen können, denn hat er ersteinmal vollen Ladedruck sieht man auch mit den jetzigen Düsen sogar als direkter Hintermann keine Fahne aus dem Endrohr.
Aber nachdem ich meinem tdA eh neue Düsen gönnen sollte probier ich einfach mal auf 160bar DÖD eingestellte 318er aus. Wer weiß, vielleicht bau ich mir mal so eine Pumpe mit HD-Teil von einer R500?
Das mit dem Förderbeginn ist schon klar, Du als Pölfahrer musst da mit dem Förderbeginn quasi spielen, bis die Maschine optimal läuft, ich werd aber trotzdem die Messuhr anbauen damit ich weiß wo ich bin. Auf das extreme Frühverstellen des FB reagiert laut unseren hiesigen Bosch-Dienst Inhabers jeder Motor mehr oder weniger empfindlich. Einige Ölbrennern ist es dabei sogar egal, ob man sich beim Zahnriemenauflegen um einen Zahn vertut, anderen werden bei ein paar 1/100mm Kolbenhub mehr gleich abartig laut und neigen wieder mehr zum Rußen (wobei sich Letzeres mit der Theorie ja gehörig beisst).
Rein theorethisch ist es aber vielleicht gar nicht gesagt, dass die neuen Düsen irgendwas helfen, sie öffnen zwar erst später, der Spitzendruck (und vor allem der mittlere Einspritzdruck) wird wegen des grösseren Durchlasses aber vermutlich unter dem des mit den alten Düsen erreichten sein. So wird die Zerstäubung eher schlechter, oder hab ich da einen Denkfehler eingebaut???
Gruß, Tom
Hallo Tom,
geänderte Einspritzdüsen werden hauptsächlich bei Betrieb mit Pflanzenöl eingesetzt, um die Zerstäubung des dicken Öls zu verbessern. Dazu wird in erster Linie der Düsenöffnungsdruck erhöht. Wenn man viel Zeit hat, kann man auch mit verschiedenen Einspritzdüsen experimentieren. Im reinen Dieselbetrieb verspreche ich mir davon aber kaum Vorteile. Die erhöhten Einspritzmengen wie Du sie bei denen leistungsgesteigerten Diesel fährst, sollten von den Standard-DN0SD286 nicht merklich behindert werden, wenn es das war, worauf Du hinaus wolltest. Das eigentliche Problem wird eher durch die Form der Hubscheibe in der Einspritzpumpe ausgelöst, weil sich bei stark erhöhter Einspritzmenge die Pumpzeit unvermeidlicherweise verlängert. Hier müsste also eine andere Hubscheibe mit geändertem Nockenprofil verwendet werden. Ein Problem für Supermechaniker...
Zum Förderbeginn habe ich ein ziemlich pragmatische Verhältnis, weil ich diesen ausschließlich "freihändig" - also ohne Meßgeräte nach Gefühl - einstelle. Erfahrungsgemäß sollten 5 bis 12°KW erweiterte Frühverstellung gegenüber der Werksvorgabe immer drin sein, was Dein Problem weitgehend kompensieren müsste. Der Motorlauf wird dabei natürlich deutlich kerniger. Ich empfehle einfach mal die Pumpe ein Stück nach früh zu verstellen und dann mit dem Motor zu experimentieren: Leistungsentwicklung, Abgasfärbung, Motortemperatur, Laufgeräusch, etc. Ab einer gewissen Frühverstellung kommt es zum "Mauern" des Motors, wobei man merkt, daß die Leistungsabgabe bei gleichzeit sehr hartem Gang des Motors wieder rückläufig ist. Dann ist man mit der Frühverstellung ein ganzes Stück zu weit gegangen und muß wieder um einiges zurückstellen. So wird man nach einigem Experimentieren den optimalen Förderbeginn recht gut ermitteln können.
Grüße, Tom