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Zugegeben, meine Antwort ist eindeutig offtopic ;-) (Allgemein)

Diesel, Tuesday, 04.09.2007, 14:35 (vor 6978 Tagen) @ Frank Diederichsen


Als Antwort auf: Re: Wie spannt Ihr Keilriemen? von Frank Diederichsen am 04. September 2007 13:45:27:


Hallo zusammen,

Eure Probleme mit den Keilriemen kann ich nur zum Teil nachvollziehen. Das korrekte Auflegen solcher Riemen benötigt - man mag jetzt von mir aus lachen oder auch nicht - eine Ausbildung, wie das genau vor sich zu gehen hat. Dafür gibt es kein Durchdrück- oder Verdreh-Maß, sondern es benötigt Erfahrung und Gefühl. Beides erfordert, daß es einem mal vernünftig beigebracht wurde. Das geht aber nicht sinnvoll nachvollziehbar in einem Forum, sondern eigentlich nur von Person zu Person am lebenden Objekt nach dem Motto "Jetzt fass mal an, drück und zieh mal etwas hin und her oder dreh mal dran. So muß er sitzen, dann isses richtig!" So hab ich's wenigstens in meiner Ausbildung gelernt und hatte nie unlösbare Probleme damit, auch wenn mir letztes Jahr ein Riemen vom td weggeflogen ist und damit zu einer ärgerlichen Panne führte. Ich wusste das der Riemen komplett fertig war (er war höchstens noch halb so dick wie normal...), hab's aber immer wieder vergessen. Leitsatz: Aus den Augen, aus dem Sinn...

Wenn der Riemen qietscht, ist etwas oberfaul! Quietschen dokumentiert Schlupf und der ist tötlich für Verbindungen, die auf Friktion fußen. Entweder ist der Riemen allgemein viel(!) zu locker gespannt, die Riemenscheiben sitzen nicht in einer Ebene oder weisen Winkelfehler auf. Abhilfe: Fester anziehen, bzw. Laufebene wieder herstellen.

Vielleicht ist aber auch ganz simpel die zu übertragende Kraft zu hoch, was manchmal daran liegt, daß Leute stark überdimensionierte Lichtmaschinen einbauen ("viel groß = viel gut"). Dann sollte man spezielle Riemenscheiben mit zwei parallelen Riemen verwenden, sonst gibt der nunmehr überlastete Riemen eben schneller (bisweilen sehr schnell) seinen Geist auf.

Bei zu straffer Spannung verschleißt der Riemen deutlich schneller. Auch die Belastung für alle involvierten Lager ist dann natürlich höher, wenngleich das eigentlich das kleinste Problem ist. Die Lager gehen nämlich nicht so schnell kaputt. Der Riemen wird aber höher beansprucht und damit schneller verschleißen, wodurch er dünner wird und - na wie günstig... - tiefer in die Keilrimmemenscheiben eintaucht. Und dadurch verringert sich seine Spannung wieder, bis sie das optimale Maß erreicht. Die Grundregel muß daher lauten: Lieber etwas zu straff, als zu lose!

Um ein ordentliches Gefühl dafür, wie straff man einen Keilriemen spannen muß, kommt man mit dieser Regel aber auch nicht herum. Allerdings kriegt man das spätestens nach ein paar zerfledderten Riemen und der dritten, dadurch ausgelösten und ärgerlichen Panne... <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>

Grüße, Tom



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