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M30 B35 mit L-Jet umbauen auf Motronic (Technik und Reparaturen)

Eric65, Straubing, Tuesday, 08.11.2016, 15:27 (vor 3651 Tagen) @ Peter

Hallo Patrick,

an welcher Stelle die Motornummer sitzt, hat Peter schon gesagt. An dieser Stelle befinden sich zwei Nummern, die Motornummer mit den letzten 7 Stellen der FIN (damit ist zu identifizieren, aus welchem Fahrzeug der Motor stammt und natürlich Bj und Ausführung), sowie der Motorcode. Über diesen kann man die Ausführung des Motors bestimmen, Kat oder nicht Kat, hoch oder niedrig verdichtet, etc.pp.. Dies ist aber verschlüsselt und nur von Insidern zu erkennen.(z,B, 6 E AK)

Zu dem Schadensbild an dem Motor. Da hilft nur weiter zerlegen und vom Motoreninstandsetzer prüfen, ob die Zylinder weit genug aufgebohrt werden können, damit die Riefen verschwinden und dass der Block keinen Riss hat! Dann müssen 6 neue Übermaßkolben rein. Da kannst du dann gleich die katlose Version verwenden, die ist beim M106 mit 1 : 10 hoch verdichtet. (vorher abklären, ob die Kolben beschaffbar sind!!!)
Können die Zylinder nicht weit genug aufgebohrt werden, ist der Block leider Schrott, mit einem Riss sowieso.
Es gibt Freaks, die schaffen es sogar in einen Graugußblock Zylinderbuchsen einzusetzen, dies ist aber keine offizielle Reparaturmethode vom Werk.

Übrigens müsste der M90 Zylinderkopf (und NUR der Zylinderkopf) ohne Nockenwelle und Steuergehäusedeckel auf den M106 passen. Schade nur, dass der M90 Zylinderkopf mit Gußdatum 80 bestimmt gestempelt ist. Damit darf er laut BMW/TÜV nicht auf einen M106 verbaut werden...passen würde er meines Wissens und Gußstempel kann man entfernen.

Alles in allem ein hoher Aufwand, nicht billig und nur mit einem guten Motorenbauer/Instandsetzer durchführbar. Das zieht nämlich einen ganzen Rattenschwanz hinten nach...Kurbelwelle neu lagern, Pleuel neu lagern, Kopf planen, Ventile einschleifen, Schadteile am Ventiltrieb erneuern (Nockenwelle, Kipphebel, Ventilfedern...etc) natürlich neu abdichten, Wapu neu, Steuerkette neu, Ölpumpe revidieren, Kupplung/Schwung prüfen tauschen etc.
Wenn man alles machen lassen muss und nichts selber machen kann, Fehlteile auch noch neu nachkaufen muss, dann kann sich da problemlos ein 5stelliger Betrag aufsummieren.

Der letzte Preis für ein AT-Triebwerk ab Werk war 6.300 E, aber schon lange nicht mehr lieferbar.

Gruß Eric


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