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Hi! Jetzt ist mir dieser Thread auch aufgefallen. (Allgemein)

FJB, Friday, 11.01.2002, 23:27 (vor 8972 Tagen) @ MP528i


Als Antwort auf: Re: Wieso? klingt das zu von MP528i am 09. Januar 2002 17:21:13:

Hi PKW!

- Natürlich habe ich auch schon mit dem Gedanken gespielt<img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/aktion/aktion065.gif alt=wink>.
- Viele E3-Eigner, vor allem in den USA, SIND sogenannte 'Beweiser', das heißt, sie wollen unbedingt demonstrieren - <img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/musik/musik005.gif alt=cool3> -, wie up to date ihre Limos noch immer sind.

Gerade beim E3, der schon bei seiner Präsentation ein Understatement-Auto war (<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/normal.gif alt=normal>), spielt Understatement heute noch eine womöglich größere Rolle als jemals zuvor (<img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/cool/cool019.gif alt=cool>).
Da sie ja mit ihren Speed-Limits nicht rasen dürfen, gefällt vielen E3-Freaks in Amerika fast nichts besser, als mit ihren unscheinbaren Sportlimousinen an einer Ampel auf der rechten Seite zu halten und von irgendeinem aufgemotzten 5 oder 7 Liter-Ami-V8 links besucht zu werden, dem sie dann bei Grün zu dessen Riesenerstaunen die Gurke geben - <img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/grinser/grinser006.gif alt=fettgrins>.

Einigen ist sogar die bei den amerikanischen E3s übliche Diff.-Übersetzung von 1:3.64 noch zu lange, weshalb sie sie noch gegen jene eines 520ers austauschen (! - in Europa haben alle E3s 1:3.45, und DAS ist schon sooo kurz, daß in der Vierten bei 6000 U/min nur 200 km/h erreicht werden: --><img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/feuer.gif alt=feuer>).

Naja, und abgesehen von Diff.- und Getriebeänderungen, die auch in Europas E3s vielfach bereits durchgeführt wurden, werden in Amerika teils verschwenderische 'Motor-Upgradings' durchgeführt, und zwar meist auf den 3.5er Zweiventiler oder auch den Vierventiler (--> cave: E3s mit über 300 PS, da sie sich mit den 286 PS auch nicht zufrieden geben, sondern teilweise einen 3.6 L-E34-E5 dafür schlachten!<img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/cool/cool014.gif alt=cool2>).
Solcherart aufgerüstete E3s werden von ihren Besitzern dann stolz als Motronic- oder M6-Upgrade tituliert-<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>.

In Europa sind derartige Dinge weniger Usus, vermutlich auch wegen der allseits strengeren behördlichen Zulassungskontrollen (<img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/verkleidung/verkleidung089.gif alt=schlau>!), und die meisten europäischen E3s sind sowohl antriebsstrang-, vor allem aber motormäßig noch im Originalzustand - <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/spitz.gif alt=spitz>.

Es gibt allerdings einzelne Vergasermodelle, denen 'undercover' eine modernere Gemischaufbereitung in Form einer L- oder LE-Jetonic Benzineinspritzung mit Transistorzündung verpaßt wurde, was die enormen Verbrauchswerte gleich einmal um mindestens 5 Liter/100 km purzeln läßt <img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/grinser/grinser003.gif alt=zwinker2>. Die Leistungssteigerung von bis zu 15 PS ist dabei auch nicht zu verachten, also ein benzinsparender Nebeneffect -<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile>.

Da der Motorblock ja bei einer reinen Veränderung der Gemischaufbereitung derselbe bleibt, bietet eine solche Veränderung zumindest die Option auf einen nicht allzu aufwenigen Rückbau an, wenn man sein Vehicel doch wieder einmal im absoluten Originalzustand ausführen möchte.

Nun läuft ein eingespritzter M30 natürlich ganz anders und mit viel weniger Character und Eigenleben als ein Vergasermodell - <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/feuer.gif alt=feuer>, auf der anderen Seite frage ICH mich schon gelegentlich (und auch meine Frau mich), WAS denn nun das tolle am E3 sei, und zwar insbesondere, wenn die gefahrenen Kilometer aus dem 80 Liter Tank wieder einmal sensationell niedrig erscheinen <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/grmpf.gif alt=grmpf>.
- Nur der charaktervolle, etwas unregelmäßige Leerlauf und das Ruckeln im Teillastbereich in der Startphase können's ja wohl nicht sein! <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/gruebel.gif alt=gruebel>

<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/gruebel.gif alt=gruebel>: --> Und hier kommt einem eben argumentativ zu Hilfe, daß es den Dreiliter ab 1972 mit Einspritzung gab! (zuerst mit der Benzin-urassenden D-Jetronic und 200PS.)
Ein Einspritzungs-Upgrading verschafft dem E3 also noch kein Fahrgefühl, das nicht auch schon zu seiner Bauzeit zu haben gewesen wäre.
Naja, und ob nun jetzt bei einer nachgerüsteten LE-Jetronic (der Si von '75 und '76 hatte lediglich die damals modernste 'L'-Jetronic) auch noch kennfeldgesteuerte Transistorzündung UND Schubabschaltung dabei sind oder nicht, was den Verbrauch nochmalig merklich absenkt, merkt man im Fahrbetrieb vermutlich nicht und fällt an der Tankstelle als nicht originales Si-Erlebnis (größerer Actionsradius als damals üblich) wohl kaum negativ auf<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/updown.gif alt=updown>.

Da denke ich noch eher über die Frage nach, ob ein Fünfgang-Schongetriebe in einem E3 etwas verloren hat. <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/gruebel.gif alt=gruebel>
Hat es nämlich nicht, weil man sich damals nicht nur bei BMW über die Frage "Schon- oder Sportgetriebe" noch nicht einig war, Fünfganggetriebe außerhalb des Motorsports überhaupt für verzichtbar hielt und zunächst an die Entwicklung von Sportgetrieben ging, die dann in den späten E3-Modellen als Option zu haben waren.
Dann allerdings nicht, wie bei mir eingebaut, mit einer verlängerten Hinterachse von 1:3.07, sondern mit der originalen (1:3.45; s.o.), bestenfalls noch mit der 1:3.25-Achse aus dem Euro-3.0 CSi.

In bezug auf meinen E3, bei dem ich schon beim Kauf Originalitätsabstriche machen mußte (vor allem beim Lack, der nicht einmal ein BMW-Lack, geschweige denn die Originalfarbe des Autos ist, aber auch bei den Sitzen, die in einem Zustand waren, daß ich sie bis auf Weiteres auf den Dachboden verfrachtete), ist mir die verlängerte Hinterachsübersetzung egal, weil ich das ruhigere und sparsamere Fahren auf der Langstrecke sehr schätze und die Fünfte ohnehin noch viel kürzer als die Fünfte aus der Combination 1:3.45 und 5-Gang-Schongetriebe ist.
So schlägt sich der Einbau des Sportgetriebes trotz verlängerter Achse auch noch positiv auf die Beschleunigung nieder. <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/aetsch.gif alt=aetsch>

Aber, wenn DU etwa einen typisierten 3.5-Liter E3 mit 211 PS und KAT angeboten bekommen hast, der von den Radhäusern (und DAS ist immer der Punkt, der über Leben und Tod eines E3 entscheidet, nicht etwa die Technik oder die Originalität<img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/verkleidung/verkleidung089.gif alt=schlau>) her solide ist, schlag sofort zu! <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile>
Das Auto ist zwar nicht original, aber der Motor ist wenigstens ein M30, hat den gleichen Sound, vielleicht etwas ruppiger als das Original, aber ein solcher E3 spiegelt eben die Tendenz der meisten Besitzer des E3 wieder, die fürhere Überlegeneheit dieses Wagens im Straßenverkehr bei gleichzeitigem völligen Understatement auch heute noch aufrechtzuerhalten, was mit viel Liebe geschehen ist und auch wieder zum Auto paßt.

Immerhin - es ist ja kein Chevy-V8 drin (diesen Stilbruch gibt es allerdings in America leider auch!, <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/sauer-rot.gif alt=sauer-rot>!), sondern ein M30, egal, mit wieviel Hubraum, und da sage ich mir: "Solange es rückbaubar ist und die Originalteile auf dem Speicher liegen für die Zeit, da Originalität noch viel mehr gefragt sein wird, weil es schlichtweg unmöglich sein wird, modernen Automobilen noch Paroli bieten zu können, ist ein solches Upgrading zulässig. <img src=http://www.clicksmilies.net/sammlung/cool/cool019.gif alt=cool>

- Für mich insbesondere jenes, bei dem nur die Gemischaufbereitung auf LE-Jet geändert werden muß und der Motorblock mit seiner originalen Motornummer völlig unangetastet bleibt; wo also ein Nachrüst-Si entsteht, dessen Fahreigenschaften es genau in dieser Form bereits in den 70er Jahren im E3 bereits zu kaufen gab.
Das sollte mr. bescheidenen Meinung nach das Kriterium für ein zielsicheres Upgrading sein, denn mit 17-22 Litern Verbrauch macht das gute Stück leider auch nicht mehr sooo viel Spaß mehr. <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/sauer.gif alt=sauer>

Und wenn man dann noch der Reihe nach von wildfremden Leuten, die sich noch erinnern können, angequatscht wird, daß bei meinem Wagen die Anhängerkupplung fehle, damit die Tankstelle gleich hinterherfahren könne, dann weiß ich, WIEVIEL die E3s seinerzeit immer schon geschluckt hatten, daß es sich heute NICHT um ein Vergaserprobplem handelt, wenn solche Werte zustandekommen, und wie civil die E28er dann geworden sind. <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile>.


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