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Re: Kopfdichtung , was ist genau zu machen ? (Allgemein)

Nico Hoffmann, Tuesday, 17.12.2002, 19:10 (vor 8684 Tagen) @ Malte


Als Antwort auf: Kopfdichtung , was ist genau zu machen ? von Malte am 17. Dezember 2002 18:38:25:

Ich bin noch auf der Suche nach jemandem, der richtig BMW Plan hat, denn die
beiden Schrauber die ich kenne, sind zwar im allgemeinen sehr fit in der
Materie, aber mir scheint in Sachen BMW ein wenig unbeleckt !
Was muss den jetzt wirklich gemacht werden beim Tausch der Dichtung ?
Muss der Kopf zwangsläufig geplant werden ?
Müssen die Lagerschalen der Kurbelwelle mitgewechselt werden ?
Und die Pleuellager ?
Ich habe hier bisher schon einige Theorien und Schauermärchen gehört, von
reissenden Köpfen, kollabierenden Lagerschalen, und noch andere merkwürdige
Geschichten, die ich hier mal besser nicht widergebe <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>
Kann da mal jemand was qualifiziertes zu sagen ?

Also, ich habe vor langer Zeit mal den Kopf am Eta demontiert
und zerlegt. KM-Stand war damals 230 000, also ungefähr wie deiner.
Ich habe nur die eingelaufene Nockenwelle und die 12 Kipphebel erstzt,
und natürlich die Kopfdichtung.
Alles andere kam wieder dran, so wie ichs demontiert hatte
(Kipphebelwellen, Ventile, etc). Den Kühlwasserflansch hinten am
Zylinderkopf habe ich mit der alten Dichtung und etwas Flüssigdichtung
wieder drangeschraubt...

Nun, damals war ich noch jung unerfahren, das Internet war quasi noch
nicht erfunden ('93), deswegen der etwas hemdsärmlige Arbeitsstil .-)
Die Reparatur hat einwandfrei gehalten, keine Probleme mit dem Ventiltrieb
oder der Dichtung. Auch der Kühlwasserflansch hält heute noch.

Heute würde ich aber einiges anders machen.
Für den Kopf und den Block gibt es zulässige Toleranzen (wegen Planen).
Die Ventile würde ich neu einschleifen. Den Kopf würde ich (besonders
in deinem Fall) auf Risse untersuchen (lassen). Vielleicht ist ja doch
was dran an der Kopfrisstheorie beim M20...

Pleuellager müssen m.E. nicht unbedingt sein, Hauptlager noch weniger.
Der Eta ist da aus drehzahlgründen offenbar weniger gefährdet als andere
BMW-Motoren.
Haupt- und Pleuellager habe ich denn bei 350 000 km gewechselt. Mehr
prophylaktisch. Eine Pleuellagerschale hatte eine leichte umlaufende
Riefe. War wohl mal ein bischen Schmutz im Öl...
Die Lager hätten sicher aber noch eine zeitlang gehalten.

Wenn du pro Tag einen Tropfen Öl verlierst, würde ich mir überlegen, ob
ich da Hand anlege. Kommt denn Öl ins Wasser oder Wasser ins Öl?

Du kannst ja nochmal im Motorenforum fragen. Aber vorsicht, da sind viele
Theoretiker unterwegs.

N.



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