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Re: Zündverzug (Allgemein)

Schorsch, Thursday, 05.07.2007, 12:38 (vor 7045 Tagen) @ ulrich79


Als Antwort auf: Re: spritzversteller von ulrich79 am 05. Juli 2007 11:24:53:


Hallo Ulrich,
der Sprit wird in die komprimierte (und deshalb heisse)Luft eingespritzt und beginnt nach einiger Zeit (Zündverzug bei heissen Motor allg. 1/1000Sek)zu verbrennen.
Beim einpritzen wird der flüßige Sprit mechanisch zerrissen und die langkettigen Moleküle werden durch den hohen Druck/Temperatur aufgecract.
Dann hat man eine ganz neue Gaszusammensetzung die dann irgentwann durchzündet.
Das alles passiert zwischen Einspritzbeginn und Brennbeginn.
Beim Kaltstart funktioniert das alles nicht so gut und es kann vorkommen, dass vom Gasgemisch nur die "leicht" entzündlichen Bestandteile abbrennen und der Rest nur zu häfte.
Umsonst STIKT das Abgas beim Kaltstart nicht so stark UND dass ist echt ein Chemicoktail der aufgecracten Spritbestandteile!!

Nun ist der Zändverzug beim Kaltstart größer, deshalb wird der Förderbeginn der ESP vorverstellt.

Er nagelt deshalb NOCH stärker da sich zwischen Förderbeginn und durchzünden wegen des vorverlegten Förderbeginns eine noch größere Spritmenge im Motor befindet die dann auf einmal "explodiert"....deshalb das nageln.
Gegen das nageln helfen Drosselzapfendüsen/zweifeterhalter/Voreinspritzung.
Das alles "heizt" den Verbrennungsraum vor so dass sich beim Anfang der Haupteinspritzung der Sprit sofort entzündet und nicht ansammelt und dann mit einem "Bums" explodiert.

Das alles passiert im MSs Zeitraum...Bei hoher Drehzahl beträgt die Einspritzzeit einige MS!
Bei 4500 Touren dreht sich die Kurbelwelle in 15MS ganz rum.
Sagen wir mal die Einspritzung beträgt zwischen 45 und 90Grad KW-Winkel, dann haben wir eine Einspritzdauer von....1,5-3 MS!
Wobei 90Grad VIEL zu lange währe...

Gruß Schorsch


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