Zündkennlinien gesucht (Allgemein)
Hallo,
Eine Reihe von ziemlich theoretischen Fragen, aber hier gibt es ja Leute mit wirklich Ahnung
Bei den alten M20 mit seitlichem Verteiler wurde die Zündverstellung ja per Fliehkraft und Unterdruck realisiert.
D.h. es wird eigentlich auch eine Art Kennfeld gefahren, welches vom Saugrohrdruck (Last) und der Drehzahl aufgespannt wird.
Hat zufällig jemand Unterlagen dazu, wie genau sowas aussieht? Im Vergleich dazu würde mich das Zündkennfeld eines Motronic Motors interessieren.
Und dann Frage ich mich noch, wie sowas überhaupt ermittelt wird. Lässt sich ein Zündkennfeld bei Kenntnis über Hubraum, Verdichtung und Benzinsorte vorhersagen/berechnen? Oder gehen die Abstimmer und Ingenieure auf den Prüfstand und schauen bei jedem Lastzustand wie viel ohne Klingeln Vorzündung möglich ist, um kurz nach OT den maximalen Zylinderdruck zu erzielen?
Und außerdem: Ich habe in einem alten Bosch Heft gelesen, dass es vor der Motronic und nach dem Unterdruckgesteuerten Verteiler noch eine weitere Ausbaustufe der separaten Zündung gab. Nämlich die mit unvorstellbaren Verteiler mit Induktivgeber. Das Signal aus dem Verteiler ging an ein "elektronisches Zündverstellgerät", das einen Anschluss für einen Unterdruckschlauch von der Ansaugbrücke hatte. Also eine vollständig elektronische Zündverstellung, separat von der Einspritzung.
Das war mir bislang nicht bekannt, gab es dieses System einmal im E28?