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Also man muß sich nicht drum kloppen... (Allgemein)

Diesel, Wednesday, 08.08.2007, 21:14 (vor 7006 Tagen) @ Ulli


Als Antwort auf: Re: Was denkt euch von saurenfreien Vaselin ... von Ulli am 08. August 2007 20:25:53:

Technische Vaseline ist gut und säurefrei - gibt`s auch manchmal billig von der Bundeswehr...
Gruß
Ulli

Hi Coen, Ulli,

zu Vaseline kann ich leider nicht viel sagen. Ich benutze Vaseline als Schmiermittel, um im Hauptberuf Kabel durch enge Kabeltüllen zu ziehen. Wenn ich dann merke, wie schnell sich die Vaseline zwischen meinen Fingern in nichts auflöst, dann kommen mir zumindest bezüglich der Haltbarkeit gewisse Zweifel. Sanders-Fett hängt einem jedoch derartig hartnäckig an Fingern und Haaren, daß das letzte, was von diesem Planeten mal irgendwann übrig bleibt, sicher weder PVC noch Strontium-90 ist, sondern Mike Sanders-Fett... <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker> Man kann es wirklich 10 Jahre in die Sonne legen und weder Insekten noch Marder interessieren sich dafür. Es existiert einfach still vor sich hin. Wirklich eine komische Pampe.

Am Preis einer Behandlung kann es eigentlich nicht liegen, wenn jemandem Sanders-Fett zu teuer ist. Man konserviert einen großen Wagen mit einem 4kg-Eimer zu 44,- Euro, da spielt der Preis des Fetts eigentlich keine Rolle. Mich ärgert nur, das jemand für ein offensichtliches Mineralöl-Abfallprodukt solche prohibitiven Preise aufrufen kann. Der Mann muß inzwischen mehrfacher Millionär mit seiner Anti-Rost-Schmiere sein. Nunja...

Die Wirkung ist aber wirklich enorm. E28-Stoßstangen konserviere ich nur noch damit. Rost, Farbe oder loser Chrom wird mit einer scharfen Drahtbürste herausgebürstet, dann flüssiges Sanders-Fett mit dem Pinsel aufgetragen und mittels Heißluftpistole kurz erwärmen, bis das Fett bei etwa 55°C zu fließen beginnt. Das war es schon und das rostet an dieser Stelle unter normalen Bedingungen nie wieder.

Im Schweller sieht es in der Tat anders aus, zumal dort auch nur selten 55°C erreicht werden. Dennoch habe ich mit Rost nach einer solchen Behandlung keine Last mehr und bei mir gibt es nur eine Schweller-Behandlung pro Auto und Leben. Was auch der Grund ist, daß ich Radkästen und Unterböden nicht mehr mit dem Fett behandle, denn dort ist es nicht ausreichend dauerhaft. Aufgewirbelter Sand und Schmutz trägt das Fett ab, weshalb es sich nur für Hohlräume, nicht jedoch für Unterböden eignet. Oder man muß alle paar Monate nacharbeiten. Wenn ich aber sowieso nacharbeiten muß, dann kann ich auch Öl versprühen, was billiger ist. Nur eben nicht in Hohlräumen, was ja auch bei jeder Behandlung erheblichen Aufwand mit sich bringt. Mal eben den Unterboden mit (irgendeinem) Öl einzusprühen ist dagegen eine Sache von 15 Minuten. Auf die Bühne fahren und die Ölspritzpistole reinigen schon mit eingerechnet.

Wenn ich sehe, wie im Sommer ab 25°C in der Sonne die Sanders-Pampe auch nach 8 Jahren(!) noch aus Schwellern und Türen tropft, wie sich auch dann noch kleine Häuf- oder auch mal größere Bächlein auf dem Parkplatz abseilen, dann bin ich voll und ganz überzeugt, daß es kaum etwas besseres geben kann. Ich garantiere Dir: Nach ACHT Jahren ist kein Getriebeöl mehr in den Türen, das noch irgendwie raustropfen könnte. Und Wachs ist schon nach weit kürzerer Zeit hart. Das Zeug rührt sich schon Stunden nach der Anwendung nicht mehr.

Angegriffen fühle ich mich durch anders lautende Meinungen aber keinesfalls. Ich find's nur schade, wenn Leute sich ohne Not mit weniger zufrieden geben. Aber ich sags noch einmal: Jeder möge sich das in Schweller und Türen sprühen, was er persönlich bevorzugt.

Ich fülle mir z.B. nur Mineralöl in die Motoren, wo andere viel lieber teure Superöle benutzen. Darin sehe ich aber keinen Vorteil. weshalb ich's nicht mache. Beim Fett sehe ich den Vorteil und da ist es mir den höheren Aufwand durchaus wert.

Grüße, Tom



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