Re: Ganz klar JAIN ! (Allgemein)
Als Antwort auf: Ganz klar JAIN ! von TRX Thomas am 01. November 2007 12:12:48:
Hallo Thomas,
ich stimme Dir im großen und ganzen zu. Auch ich fahre immer noch gerne schnell, auf der Autobahn heutzutage aber viel weniger aus Spaß als um schnell anzukommen und eben nicht zu ermüden. Da ich oft abends nach 18 Uhr längere Strecken fahre, gelingt es noch immer gelegentlich, Durchschnittsgeschwindigkeiten von 130 km/h bis 160 km/h zu fahren - mit permanentem Tempolimit 130 geht das schon rechnerisch nicht. Auch mir geht dieses hirnlose Geballere einiger auf die Nerven, die Gefahren sehe ich aber hauptsächlich in den völlig hirnamputierten und schmerzbefreiten LKW-Fahrern, bevorzugt östlicher Provenienz (früher waren es ja noch die Holländer, die immer blöd auffielen
).
Letzten Freitagnachmittag(!) bin ich von Rostock nach Südniedersachsen mit meinem "bescheidenen 200 PS-Auto" 520 km in 4,5 Stunden gefahren, davon noch ca. 80 km über Landstraßen, um Staus auszuweichen. Niemanden bedrängelt, keine Gewaltbremsung, harmonisch gefahren. Meine Freundin, die nicht gerade fürs Schnellfahren zu begeistern ist, hat sich "absolut sicher gefühlt" ("Du bist ganz toll gefahren!") - trotz Spitzengeschwindigkeiten um 200 km/h; Verbrauch 8,7 L Diesel (mit einem Auto, das leer über 1,7 Tonnen wiegt - auch so'n moderner Irrsinn...).
Es funktioniert, wenn man sein Hirn benutzt, noch immer auf einigen Strecken, schnell, sicher, mit Rücksicht und entspannt zu fahren.
Aber die Deutschen haben ja nicht nur beim Autofahren cerebrale Schwierigkeiten: Diese Hysterie um den "Klimaschutz", um Feinstaub etc. Die meisten wissen doch gar nicht, wovon sie rumquarken. Mitte der 70er Jahre war es die "Ölkrise" (oh ja!), Mitte der 80er das "Waldsterben", ab Mitte der 90er das "Ozonloch" (redet kein Mensch mehr von, ist "out"), jetzt wird eben 'ne neue Sau durchs Dorf getrieben, und das Volk läßt sich wieder verarschen!!
"Daß die Autoabgase für das Waldsterben ursächlich verantwortlich sind, ist noch nicht bewiesen. Aber man hat es bereits so beschlossen!" hat ziemlich wörtlich in den 80ern der damalige Oberbürgermeister von Stuttgart, Manfred Rommel, als Zitat geliefert. So funktioniert Politik und Meinungsmache!
Ein Tempolimit wurde bei diesen herbeigeredeten Krisen übrigens immer von interessierten Stellen gefordert.
Weiter Freude am Fahren (daran ist man doch auf dieser Webseite interessiert, oder?) wünscht Dir und allen anderen
Martin
Hi Ulf,
das ist wirklich eine interessante Umfrage, ich bin gespannt, wie man hier darüber denkt.
Ich persönlich sehe ein Für und ein Wider.
Reist man über längere Distanzen mit gleichbleibender Geschwindigkeit kann das sehr ermüdent werden. Auch fehlt das Gefühl "irgendwie zügig" voranzukommen, daß sich bei mir ab 160km/h so langsam einstellt -und man kommt ja auch nicht mehr so recht voran. 130km/h ist einfach zu wenig.
Im Außendienst kann das sogar eine echte "Terminbremse" bedeuten...
Ich wäre für 150 oder 160km/h zu gewinnen!
Es wäre ein sehr entspanntes Fahren möglich, ohne zu große Geschwindigkeitsdifferenzen. Die aggressiven Geländewagenfahrer und Audipiloten könnten (sollten...) einem wärend des Überhholvorganges mit Geschwindigkeiten unterhalb 200km/h dann nicht mehr zielgenau in den Kofferraum einbremsen...
Bei solch einem Tempolimit käme man zügig voran, von 21-6 Uhr könnte man es sogar komplett aufheben.
Damit könnten alle gut eben,denke ich.
Grundsätzlich halte ich ein Tempolimit (in welcher Form auch immer) heutzutage leider für notwendig.
Die Verkehrsdichte hat ein -vor Jahren- unvorstellbares Ausmaß angenommen, damals war es möglich, mit den wenigen relativ bescheiden motorisierten 200PS Autos sicher und vorausschauend über die Autobahn zu brettern -auch ohne ABS.
Bei der heutigen Verkehrdichte geht das definitiv nicht mehr, auch sind heute Autos auf dem Markt,die es Hans und Franz ermöglichen mit über 200km/h mal eben ein Brot und ein Stück Butter zu besorgen.
Die früher wenigen hochmotorisierten Autos (wie auch ein 525 oder 528i, bzw 745i) waren in verantwortungsbewußten Händen, reiferer Jahrgänge untergebracht. Solche Kraftfahrer wußten ihre Fahrzeuge entsprechend zu führen.Das hat sich leider grundlegend geändert. Nicht nur, daß abgelegte große Limousinne und Sportwagen in Hande von völlig überforderten, nichtbegreifenden/nichtswissenden Schuhmachernachwuchsfahrern geraten, auch (fast) jeder Golf ist heute richtig schnell!
200PS sind heute eher eine Lachplatte in der Oberklasse, es müssen mindestens 300 oder besser gleich 500 derer sein.
Auf den Punkt gebracht bedeutet dieses alles, zu viele zu hoch und viele übermotorisierte Autos auf überfüllten Straßen, in der Hand von letztenlich überforderten, dummen Möchtegerns oder verantwortungslosen, aggressiven "Platz da-Piloten"Eine mutunter tödliche Mischung -es geht nicht mehr!
Schade eigentlich, wer mich kennt weiß das ich gern schnell (oder auch sehr schnell) fahre. Auch über lange Distanzen, aber nur wenn es die Verkehrsverhältnisse zulassen und eine vorausschauende, sichere Fahrweise möglich ist.
Dazu gehört für mich auch die "Absicht meines Überholvorhabens" anzukündigen durch ein Lichthupensignal (tatsächlich eine zulässige, legale Möglichkeit!), aber nicht im fünf Meter Abstand zum Vordermann und nur wenn es sich tatsächlich um eine mobile Verkehrsberuhigung handelt.
Am Ende einer Kolonne wurde nicht mal eine halbwegs intelligente Teppichleiste den Blinker setzen...
Ich sehe aber, daß die starke Autolobby auch dieses mal ein Tempolimit verhindern wird, ein Sturm im Wasserglas -wie so oft in der Politik...
Thomas