Re: Umweltkrisen (Allgemein)
Als Antwort auf: Umweltkrisen von Vielfahrer am 03. November 2007 14:40:43:
Hallo Martin
Das Problem sind da schon ein wenig die Medien und die Schafsherdenmentalität der Menschen. In den 80ern hat man die Leute mit dem Wald dermassen verrückt gemacht uns gesagt, daß er in den 90ern ganz tot ist. In den 90ern war er dann natürlich nicht tot, also haben alle gesagt, ist ja quatsch und dann ist das Thema verschwunden. Und mittlerweile siehts schlechter aus als in den 80ern, aber das interessiert keinen mehr, weil die Glaubwürdigkeit weg ist. Aber ohne einen Riesenskandal interessiert sich doch eh keiner mehr für irgendwas, weil man überfrachtet wird mit Informationen.
Ich fürchte, daß es mit der Klimadiskussion auch so gehen wird.
Wenn man jetzt sagen würde, der Weg, den wir in Sachen Treibhaus/CO2 und Co bestreiten ist momentan suboptimal, kann zu Gefahren führen und sollte geändert werden, dann interessierts ja keinen. Also macht man ein Riesenfass auf, mit der Gefahr, daß die Glaubwürdigkeit schnell dahin ist.
Ist die Frage wo der Königsweg ist, den hat man bis jetzt nicht gefunden, ich behaupte trotzdem, daß wir Deutschen recht nah dran sind, wenn man sich mal andere Länder anguckt.
Gruß, Christian
Hallo Christian,
da hast Du wohl untern Strich recht. Ich würde auch nicht ernsthaft bestreiten, daß wir Umweltprobleme haben, geschweige denn behaupten, wir (Industrienationen) würden mit unserer Umwelt verantwortungsvoll umgehen. Aber genau diese Sündenbock-Methode nervt mich, zumal sie die tatsächlchen Probleme nicht nur nicht lösen hilft, sondern im Gegenteil verschärft. Nach den damaligen Prognosen dürften wir heute weder Öl noch Wald haben... Es gibt ja noch unzählige weitere Beispiele (Asbest, BSE, Spulwürmer, Schweinepest, Vogelgrippe usw.) Es wird jedes Mal eine Riesenpanik geschürt, und die Massen machen immer mit. Umso schneller erlahmt dann aber auch das Interesse an diesen Themen.
Wer weiß denn auf der Straße, daß z.B. der Feinstaub in der Innenstadt mit der CO²-Diskussion wieder gar nichts zu tun hat, oder gar, daß CO² das ist, was man so gerne im Mineralwasser hat. Gerade was dieses Thema angeht, bezweifele ich ganz energisch, daß die CO²-Emissionen Ursache für den Klimawandel sind. Während die Kritiker nämlich mit verdammt logischen Argumentationen aufwarten, berufen sich die Verfechter der hausgemachten Klimakatastrophe einfach auf die UN-Klimakonferenz ("Die sagen das alle!"). Keiner fragt nach der Wissenschaftlichkeit der Modelle, nach Interessen der Klimaforscher (den Beruf gab es vor 10 Jahren in der breiten Öffentlichkeit noch gar nicht), die jetzt Milliaden von Forschungsgeldern bekommen und plötzlich alle sauwichtig sind.
Wenn die Saftindustrie ähnlich strukturiert wäre wie die Ölindustrie, würde auch hier ein "Barrel" bald unbezahlbar werden - selbst wenn die Früchte an den Bäumen verfaulen würden.
Grüße, Martin
Aber die Deutschen haben ja nicht nur beim Autofahren cerebrale Schwierigkeiten: Diese Hysterie um den "Klimaschutz", um Feinstaub etc. Die meisten wissen doch gar nicht, wovon sie rumquarken. Mitte der 70er Jahre war es die "Ölkrise" (oh ja!), Mitte der 80er das "Waldsterben", ab Mitte der 90er das "Ozonloch" (redet kein Mensch mehr von, ist "out"), jetzt wird eben 'ne neue Sau durchs Dorf getrieben, und das Volk läßt sich wieder verarschen!!
Nur mal so am Rande, da ich aus der Branche bin. Auch wenn das alles bereits alte und durchgekaute Themen sind...die eigentliche Problematik ist bei allen vonm Dir angesprochenen Sachen durchaus noch da und schlimmer als je zuvor.
Das Waldsterben ist ein Problem, es ist sogar jetzt schlimmer als in den 80ern. Aber medientechnisch uninteressant. Das Ozonloch wächst auch stetig, die Folgen sind aber eher in Südasien und Ozeanien zu merken, darum bei uns auch medientechnisch uninteressant. Ölkrise, damals eher politisch(OPEC), heute fiskalisch. Der Barrelkurs sagt ganz klar an, wies ums Öl bestellt ist.
Die Ursachen sind immer vielfältig und komplex, das kann man aber nicht verkaufen, weder in Politik noch in Medien, also muß ein Sündenbock her.
Gruß, Christian