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Und noch zum Drüberstreuen: BMWs waren sowieso und immer schon LQPs ... (Allgemein)

FJ, Sunday, 08.02.2004, 04:02 (vor 8279 Tagen) @ FJB


Als Antwort auf: Eine Frechheit mag es wohl sein, aber eine absolute? von FJB am 08. Februar 2004 03:28:34:


(= Low Quality Products)!

Sie sind einfach billig gemacht, zumindest vom E3 bis zum E34 - da
kannst Du sagen, was Du willst, und bei E60/E65 fängt es wieder an: Effekthascherei, zeitgeistige, kurzlebige
Lösungen. Read from my lips: LQP (=Low Qualitiy Products, *g).
Alleine schon, wenn ich an die seitlichen Plastikkiemen beim E9 (1967-1975)
denke: Effekt pur! Da lobe ich mir den '55er Mercedes 300 SL!

Der E39 (vierter 5er)  macht mir einen besseren Eindruck als alles andere
zuvor, und vielleicht ist ja mit dem X5 endgültig alles besser geworden! Habe
allerdings noch keinen 20 Jahre alten X5 gesehen und noch keinem unter die
Rücksitzbank geschaut.
Alleine die bekanntgewordenen Hinterachsbrüche wegen Materialermüdung beim
E46 (Karins verkaufter 3er) finde ich verheerend!
Die Raparatur ist sauteuer, wird zwar in Kulanz gemacht, hinterher ist aber
der Wert des Fahrzeuges trotzdem nicht mehr derselbe. Habt Ihr Eure E46 deshalb
wieder hergegeben?? Seid nur froh, daß Ihr sie los seid!

Und dann: Die Technik!
Daß bei den frühen (1967 bis 1982) M30-Versionen schon nach 135.000 km die Ventilschäfte so zerschlissen waren, daß die Kronjuwelen bei Schiebebetrieb hinten mächtig blau hinausrauchten und es für die hinterherfahrenden nicht-BMW-Fahrer eine Schadenfreude war, tat zwar der relativen Langlebigkeit der Motoren keinen Abbruch, war aber auch nie wirklich ein Qualitätsmerkmal.
Ich unterstelle, das war Absicht, damit sich die A-Fahrer
(BMW-Neuwagenkäufer) bald wieder einen neuen kauften!

Zur Langlebigkeit noch etwas: Naja, die Pleuellager: Beim M30 sind sie
bei 300.000 km fertig! Nun, das ist legitim.
Die Lager eines Volvo-B18 oder B20 Motors sind aber fast doppelt so dick und
halten locker über 500.000 km!
Es gäbe noch viel aufzuzählen, z.B., warum die späteren M30 Motoren ab 1982
so häufig Kipphebelbrüche jenseits der 200.000 km hatten, oder die Kopf- und
Zylinderrisse bei den frühen M30ern.

Oder zum Beispiel auch der M20-Turbodiesel im E39: Weshalb haben die
BMW-Leute der Letztversion des Wirbelkammerdiesels (bevor der CommonRail 3.0 kam) eine Wasserpumpe mit Plastikantrieb verpaßt, und nicht wie vorher, im E34, ein metallenes Antriebsrad, das länger hielt als nur 180.000 km??
 - Um die Halbwertszeit der Motoren herabzusetzen und den Neuwagenverkauf
anzukurbeln??

BMW-Qualität oder Zeitgeistpolitik??

Man muß sich bei BMW immer gewärtig sein: Hier ist ein Produkt, das in
Fahrleistung und Laufkultur und neuerdings auch im Preis-/Leistungsverhältnis eine
Spitzenstellung einnimmt, aber die Zugeständnisse, die dabei gemacht werden
mußten, und das menschliche Ringen um die Performance des Produktes sind
meist haarscharf kalkuliert!

Hier wurde nicht nur abgewogen zwischen dem technisch Machbaren, sondern
auch dem ökonomisch für die Firma BMW und ihre Abnehmer Machbaren, damit die -
im internationalen Vergleich mittlerweile relativ klein gewordene (die
Konkurrenten fusionierten reihum und wurden größer!) Firma auch in Hinkunft ihre
Produkte verkaufen kann.

FJ.



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