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Sorry Ralf, aber da muss ich Dir leider widersprechen... (Allgemein)

Frajo, Friday, 20.02.2004, 22:02 (vor 8267 Tagen) @ Schumi


Als Antwort auf: Re: Das Auffahren war aber das Schlimme. Das darf nicht vorkommen. von Schumi am 20. Februar 2004 04:03:05:

hi,
ich möchte mich hier nicht als sog. Oberlehrer aufspielen,aber in den Meißten Fällen hat eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen schon einen Sinn....ob es wegen Lärmschutz oder an unfallträchtigen Punkten ist.

<font color="0000FF[/link]Da bist Du aber auf dem Holzweg ! Dem ist zwar in vielen, aber bei weitem nicht den meisten Fällen so. Gerade in Hessen und Rheinland-Pfalz hat das eher was mit politischen Machtverhältnissen und damit einhergehenden Weltanschauungen und keineswegs mit den von Dir zu recht angeführten "sachlichen" Gründen zu tun...

Ich erinnere mich an diverse gut ausgebaute UND tempobeschränkte Autobahnen, die durch "lärmschutzbedürftige" weitläufige Waldgebiete führen...
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Ich finde es nicht ganz o.k. wenn Du meinst es ist Dein Geld oder Dein Führerschein,sicher prinzipiell hast Du ja recht,aber wie gesagt es hat meißtens einen Grund.
Wenn Du also an solchen Stellen meinst schneller als erlaubt fahren zu müssen ,dann ist es möglich das Du andere damit störst oder sogar gefährdest.

<font color="0000FF[/link]Das soll doch bitte jeder nach Abwägung der von Dir zu recht angeführten möglichen Hintergründe selbst entscheiden.
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Warum können wir uns nicht an ein paar Vorschriften oder Regeln halten und nicht mit Scheuklappen durch die Gegend fahren??

<font color="0000FF[/link]Vielleicht versteh ich dich hier falsch, aber die Logik, es gäbe Regeln und daher müsse man sich daran halten, habe ich in der Vergangenheit immer dann aus dem Munde von Ordnungskräften vernehmen müssen, wenn man diese darauf angesprochen hat, warum denn bitte schön an dieser "ungefährlichen" Stelle, an der seit Bestehen dieser Ausbaustufe noch nie ein Unfall passiert ist, die Radarfalle aufgebaut wird (um das Stadtsäckel zu füllen) und nicht an der Stelle xy, wo es immer wieder zu Unfällen und brandheissen Situationen kommt, aber ein Radargerät sich nicht so "bezahlt" macht, weil eben wegen der "haarigen" Verkehrslage keine hohen Erträge zu erwarten sind...

<B>Regeln sind dazu da, zu regeln, was der Regelung bedarf.</B>

Wenn jedoch Regelnde (Gesetzgeber bzw. Lokalpolitiker) aber das Regelwerk für ihre Zwecke mißbrauchen, dann sind das m.E. keine "verbindlichen" Regeln mehr, da sie nicht mehr dem Rechtsempfinden entsprechen, sondern stellen eher eine "Gängelung" dar.

Je ertragreicher eine solche "Regelung" in der späteren Überwachung ist, umso mehr bestätigt die Vielzahl der Regelverstöße die "Abwegigkeit" dieser Regelung vom allgemeinen Empfinden - sonst würde man ja nicht so viele erwischen.
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Kein Wunder das unser Staat immer mehr Gesetzte und Verbote erfindet...scheinbar sind viele von uns nicht fähig sich vernünftig zu verhalten!!

<font color="0000FF[/link]STOP ! (sorry für den Aufschrei)
Vernunft hat in erster Linie etwas mit Verstand und nachdenken zu tun.

Es braucht keine weiteren Regelungen mehr - <B>ganz im Gegenteil.</B>
Es würde imho sehr viel bringen, die existierenden Regelungen mal dahingehend zu überprüfen, warum diese überhaupt so bestehen und bei fehlendem Sachzwang diese wieder "rauszunehmen" und dann bitte gegen Verstöße gegen die dann noch "zu Recht" bestehenden Regeln auch konsequent durchzugreifen.

Und jetzt komm mir bitte keiner mit dem Argument, die von mir oben kritisierten Regeln wären ja schließlich mit den Stimmen der Mehrheit und damit "zu Recht" ins Leben gerufen worden... das war die Regierung von 1933-1945 übrigens damals auch - und heute distanzieren sich richtigerweise alle von diesen Greueltaten.

Das Volk kann nach einer Wahl nämlich durchaus seine Fehler erkennen, auch wenn sich der Einzelne aufgrund der von Dir favorisierten "Regeltreue" und der "selbststabiliserenden Regelwerke" sehr schwer tut, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Bitte - das ist kein Aufruf zur Revolution, aber jeder möge bitte für sich selbst entscheiden (dürfen), was er für richtig hält.
Das sollte er dann natürlich tun, nachdem er über mögliche Gründe einer Regelung nachgedacht hat.

Diese "Oberlehrer" auf der Straße braucht kein Mensch !
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Gruß
Ralf

<font color="0000FF[/link]Nix für ungut - viele Grüße

Frajo
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