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Umgestaltung Shadowline (Technik und Reparaturen)

M.S. @, Straubing-Bogen, Donnerstag, 07.07.2022, 14:29 (vor 90 Tagen) @ Ralf518
bearbeitet von M.S., Donnerstag, 07.07.2022, 14:39

Hallo Martin,

Epoxy darf allerdings nicht auf Säureprimer aufgebracht werden, zumindest ist es in der Theorie so. Leider findet man keine rechte Erklärung warum das so ist. Ansatzweise findet man Behauptungen, die Trocknung des Epoxy wird durch die Säure verhindert oder in der Grenzschicht "können" sich Salzkristalle bilden und die Haftung vermindern. Man findet auch keine Aussagen ob es einen Unterschied macht Epoxy auf Säureprimer oder Säureprimer auf Epoxy. Ich bin selbst zu wenig Chemiker um die Zusammenhänge zu verstehen, tatsächlich findet man aber dieses strikte Kombinationsverbot auf den Produkblättern sämtlicher Verdächtigen wie Lesonal, Sikkens oder Mipa. In der Praxis habe ich Säure und Epoxy allerdings auch schon vereinzelt ohne Sperrgrund übereinander verwendet, ohne das es zu Problemen gekommen ist. Die Beilagzettel raten aber wirklich dringend davon ab.

Viele Grüße
Ralf

Naja, dann würde das für sehr viele Karosserien das Aus bedeuten.

Die Säure ist ja Phosphorsäure, und die wird ja zum Ansäuern der nackten Blechkarosserien verwendet.

Und dann kommt im Bad das KTL drüber, nach etlichen weiteren Waschprogrammen zur Entfettung/Reinigung...

Klar, Säurereste sind keinesfalls förderlich. Aber man muss ja nicht drin baden.

Viele Lackierer arbeiten gerne Nass in Nass. Und dass sowas nicht hilfreich ist, ok, das sollte man wissen. Tun aber manche trotzdem, weil sowas von wurscht... soll ja nur billig aber nicht besonders gut sein...

Unsere Erfahrung ist hervorragend. Für meinen Winter Eta wurden die Alpina Felgen gewashert, gefüllert und lackiert... und viele, viele andere Teile auch. Es hält.

Ausserdem: ich sagte ja: "mehrere Monate und 10-20 Schichten". Also das genaue Gegenteil von lausig schnellem HuschiPfuschi...

Aber zur Theorie: Säure ist wasserhaltig, braucht also Zeit zur Trocknung. Bildet somit von aussen erst eine Schicht, die getrocknet aussieht, aber eben nicht ist. Dann kommt schnell huschipfuschi Wasser Epoxy drüber... und löst wiederum die noch wässrige Phosphor Schicht an und somit ab. Somit ein Schichtbruch in der Lackierung. Der Washer trocknet dann trotzdem irgendwann, bildet aber mit dem Wasser des Epoxy dann Salzschichten... oder das Grundmaterial beginnt unter dem Lack wässrig zu oxydieren. Also Nass in Nass ist da mal grundlegend falsch. Gut Ding braucht Weile.

Öhmmm: spritze mal selbst nur 1K Washer aus der Spraydose auf Stahlblech. Man kann mehrere Tage später den grauen Farbfülleranteil mit Nitro abwaschen. Darunter kommt aber eine schwarze Eisenphosphat Schicht zum Vorschein. Die ist der eigentliche Haftgrund und auch der Rostschutz. Es ist also sowas ähnliches wie bei den Rostumwandlern zu finden: es wird schwarz.


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