m20b23 K-jetronik, L-jetronik? (Allgemein)
Hallo Franz,
deine Überlegung ansich ist korrekt
...nur die eigentliche Kennlinie (Einspritzmenge/Drehzahl/Korrekturwert Luftmenge) der Stg´s ist halt verschieden und passt nicht zum Hubraum. (Es gibt natürlich noch mehr Korrekturwerte, Lufttemperatur, Kaltstart, Motortemperatur, bei LE-Jet sind es noch mehr, die lassen wir aber mal weg, sonst wird´s komplizierter, aber die stimmen natürlich auch alle nicht mehr bei falscher Kennlinie.)
Bei falschem Stg (hier z.B. 2L) korrigiert die gemessene Luftmenge/Drehzahl die Einspritzmenge/Drehzahl nur um einen bestimmten Wert. Ist dieses Korrekturfenster "groß" genug, also der Hubraumunterschied prozentual nicht größer als das Korrekturfenster, kann bei LL und TL (Teillast) der Labdawert für die korrekte Gemischbildung noch ausreichen, hat aber bei nahezu voller Auslenkung keinen Spielraum mehr nach oben (oder reicht bei zu großer Hubraumabweichung auch dazu nicht mehr aus...).
Das bedeutet, man hat keine Volllastanreicherung mehr (da bereits voll ausgesteuertes Korrekturfenster) und auch keine Beschleunigungsanreicherung. Daran (Leistungsmangel beim Beschleunigen) kann man eine falsche Kennlinie im Stg "erkennen", eine nicht mehr funktionierende Volllastanreicherung bei Vmax nicht. Der Magerlauf bei Vmax kann nur einige Sekunden dauern, die Temp-Anzeige spricht noch nicht mal an, da hats schon Löcher im Kolben oder verbrannte Auslaßventile.
Die Kennlinie bei L-Jet bestimmt die Einspritzmenge/Drehzahl um die gemessene Luftmenge (und noch ein paar andere Korrekturwerte) korrigiert. Die Einspritzmenge wird über die Ansteuerzeit der Einspritzventile bestimmt. Länger ansteuern= mehr Abspritzmenge.
Deshalb haben auch z.b beim M30 alle L-Jet ein dem Hubraum angepasstes Stg, also für 2.5, 2.8, 3.0, 3.2, 3.5 etc.. Motronic ist natürlich was völlig anderes, da haben wir Kennfelder, die dreidimensional sind für Einspritzung und Zündung.
Gruß Eric