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Bild des Tages

Mal nachgemessen (Allgemein)

Diesel, Wednesday, 17.10.2007, 12:53 (vor 6745 Tagen) @ sean


Als Antwort auf: Re: Esoteriker von sean am 17. Oktober 2007 09:38:52:

und noch dazu war der stahl früher sogar besser als heute!
sers rainer

ALSO ICH BIN SOWEIT DAS ICH AUS ALLEM HIER SCHLUSSFOLGERE MIR PAUL GRAY BUSCHINGS UND NEUE ORIG BREMSEN ZU HOLEN.....NICHT ODER?! :)
denn wenn der ursprung von dem grappel das gummilager ist und sich das gerappel wiederum auf die bremsscheiben auswirkt dann sollte ich wohl beides beheben!.grüsse ausm pott

Jupps, sehe ich tendenziell änlich.

Allerdings fahre ich neben dem (bis vor kurzem noch) rappelnden Turbodiesel, bei dem derweil die gesamte Radaufhängung vorn (mit Ausnahme der Domlager) erneuert wurde, noch einen eta, der vorn original und ziemlich verschlissen ist, aber nicht rappelt. Ich meine, wenn's denn wirklich an den Gummibuchsen liegt, dann würde ich <b>auf der Stelle</b> umbauen! Nur so lange das nicht wirklich reproduzierbar erwiesen ist, fehlt mir schlicht der Glaube. Als Fundamental-Atheist hab ich's eben nicht so besonders mit Glaubensdingen. Ich halte mich strang an Fakten und das Prinzip von Ursache und Wirkung. Weshalb ich langsam aber sicher diese Rüttel-Faxen dicke habe und das nervende Rätsel gern endgültig lösen würde.

Ich habe mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht;

Da das Gerüttel (zwar erst sekundär und damit letztlich aber nachvollziehbar) durch die Bremsscheiben entsteht, müssten sich an gebrauchten und rüttelnden Bremsscheiben ja gewisse Abweichungen vom Neuzustand finden, die dieses Rütteln beim Bremsen erzeugen. Deshalb habe ich die letzten Scheiben vor dem Tausch mal auf Seitenschlag untersucht. Wagen aufgebockt, Räder abgenommen und eine feste Bezugsposition in Form einer kleinen Ständerbohrmaschine so neben die Bremsscheibe gestellt, daß sich zwischen Bremsscheibe und einer am Bohrtisch festgeklemmten Drahtspitze ein Abstand von nur etwa 0,2mm ergab. Dann habe ich die Bremsscheibe langsam gedreht und versucht einen Seitenschlag zu entdecken. Aber Fehlanzeige: Ich habe keinen finden können! Leider besitze ich keine passende Messuhr, um absolute Werte zu erhalten, aber zumindest subjektiv kann ich an des schlagenden Bremsscheiben keinen Seitenschlag bestätigen.

Im ersten Moment musste ich wieder an Schumis Hinweis mit den "Gefügeveränderungen" denken und stellte mir die Frage, ob sich vielleicht nach ein paar tausend Kilometern über den Umfang der Bremsscheibe verteilt unterschiedliche Reibwerte im Zusammenspiel mit den Bremsklötzen ergeben. Klingt jetzt nach meinem Gefühl wieder ziemlich esoterisch... Hab ich auch noch nie von gehört, bei keiner Automarke, nienicht! Weshalb es mir wieder am Glauben fehlt.

Etwas später wollte ich die Bremsscheibe mit einer Mikrometerschraube vermessen, mußte aber feststellen, daß sie verschrottet wurden... Mist! [link]http://www.e28-teile.de/smilies/wall.gif" /> Ich hab dann zwei gebrauchte Pärchen genommen, die ich Schlachtfahrzeugen entnommen habe, bei denen ich aber nicht weiß, ob sie schlugen. Eigentlich also eine nicht aussagekräftige Messung. Ich habe aber dennoch gemessen, denn würde ich hier auf eine merkliche Dickenänderung stoßen, könnte das zumindest den ungleichmäßigen "Grip" der Bremsklötze über den Umfang der Bremsscheiben erklären. Hier die Dicken, jeweils im Abstand von 90° gemessen, wobei <b>Aussen</b> für einen Messring am äußeren Rand, aber etwa 5mm von äußersten Überstand (wo der Belag nicht mehr aufliegt) entfernt ist und <b>Innen</b> für die ungefähre Mitte der Bremsscheibe steht. Tiefer konnte ich mit der kleinen Bügelmessschraube leider nicht messen, da war der Bügel im Weg.

Ergebnisse in Millimetern (2 Pärchen Bremsscheiben, von 1 (links) bis 4 (rechts)):

[link]http://www.e28-teile.de/bilder/foren/bremsscheibentabelle.gif" />

Wie gesagt, ich weiß nicht wie die Scheiben liefen (vielleicht teste ich das zukünftig noch mal an meinem Fahrzeug). Aber da die Dickenabweichungen innerhalb des jeweiligen Messkreises bei allen Scheiben unter 0,02mm liegen, kann ich mir nicht vorstellen, das diese Scheiben intermittierend bremsen. Vielleicht hat ja jemand zuhause noch ein paar Scheiben, von denen er sicher weiß, das sie schlagen und würde die mal vermessen. Das würde zumindest an dieser Stelle weiterhelfen zu klären, ob sich der Reibwert über den Umfang durch Oberflächenveränderungen im molekularen Bereich (also "im Gefüge") verändert, oder durch simplen Schlag bzw. größere Unterschiede in der Dicke.

Grüße, Tom



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